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Eigenschaften

  • zweijährige, vielfach dicht behaarte Staude
  • Rosette aus verkehrt-eiförmig zugespitzten bis lanzettlichen Blättern
  • viele Glockenblüten in weißer und blauer bis violetter Farbe
  • hervorragender Lückenfüller
  • pflegeleicht und winterhart

Symphyandra

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Die Gattung der Steinglocken (bot. Symphyandra) untersteht der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Je nach Quellenlage gehören ihr zehn bis 14 Arten an, deren natürliches Verbreitungsgebiet sich von Bosnien und Herzegowina bis nach Kleinasien erstreckt.

Aufgrund der engen Verwandtschaft mit den Glockenblumen zählen manche Taxonomen die Symphyandra-Arten zur Pflanzengattung Campanula. Die dekorativen, reichblühenden und für den Steingarten idealen Pflanzen sind als mehrjährige Kräuter bekannt. Das liegt daran, dass sie sich durch Selbstaussaat gut reproduzieren und leicht keimen. Hat sich die Steinglocke in der Kultur etabliert, vermehrt sie sich rasch und verzaubert den Betrachter zuverlässig mit ihren Glockenblüten.

Blatt

Das blassgrüne Blattwerk der Gattung Symphyandra weist eine verkehrt-eiförmig zugespitzte bis lanzettliche Form auf. Es ist grob gezähnt und kurz sowie dicht behaart. Während die Blätter der Rosette fünf bis 15 Zentimeter Länge erreichen, sind die bis zum Blütenstand reichenden Stängelblätter deutlich kleiner. Der Blattstiel ist von unten nach oben verlaufend weniger ausgeprägt und auf der Höhe des Blütenstands nicht mehr vorhanden.

Blüte

Ein fünfzähliger, verwachsener Kelch umschließt die Krone im Knospenstadium komplett. Je nach Art sind an der Kelch-Basis auffällige Kelchblattanhängsel zu erkennen. Während der Blüte liegen die breit-dreieckigen und fein behaarten Kelchblätter locker auf den zu Glocken verwachsenen Kronenblättern. Innerhalb der Krone befindet sich ein Kreis aus fünf Staubblättern sowie ein unterständiger, dreiteiliger Fruchtknoten. Mit einer Länge von zwei bis drei Zentimetern hängen die zwittrigen Blüten in Rispen am Spross. Sie schmücken die Pflanzen von Mai bis August mit weiß, creme, blassem Himmelblau oder tiefem Violett. Dank ihrer üppigen Blüte erfreuen sich die Steinglocken zunehmender Beliebtheit in der Kultur.

Frucht

Zur Fruchtreife entwickeln die verwachsenen Fruchtblätter eine dreiklappige Kapsel, die viele Samen mit einer Größe von rund einem Millimeter enthält. Die Selbstaussaat erfolgt in Folge der sich öffnenden Basis der Kapselfrucht.

Wuchs

Bei den Symphyandra-Arten handelt es sich um zweijährige Pflanzen. Auch sind sie als bienne Pflanzen bezeichnet, die im ersten Jahr den Spross ausbilden und erst im zweiten Jahr Blüten und Früchte tragen. Zunächst erscheint eine große und dichte Rosette aus grundständigen Blättern, aus welcher zumeist ein einzelner, oftmals reich verzweigter und fein behaarter Stängel entspringt. Dieser wächst niederliegend bis aufrecht und erreicht bei einer Höhe von 25 bis 60 Zentimetern eine Breite von bis zu 30 Zentimetern. Die stark wachsenden Pflanzen bilden häufig Horste.

Standort

Am besten sagt den Symphyandra-Arten ein vollsonniger bis leicht schattiger Standort zu. In einen sandigen bis humosen Boden gepflanzt, der dauerhaft leicht feucht und gut wasserdurchlässig ist, gedeihen die genügsamen Kräuter prächtig.

Verbreitung

Wild kommt die Gattung Symphyandra im südöstlichen Europa und Kleinasien vor. Ihre Arten sind hauptsächlich in Bosnien und Herzegowina, Griechenland, Mazedonien, Bulgarien, Rumänien und Armenien vertreten. Einige von ihnen kommen als Endemiten nur in einem bestimmten, räumlich begrenzten Gebiet vor. In ihrem natürlichen Verbreitungsareal wachsen die robusten und blühfreudigen Pflanzen hauptsächlich an felsigen Standorten sowie auf Wiesen und an Wald- und Wegrändern.

Nutzung

Das Spektrum an Einsatzmöglichkeiten der Symphyandra-Arten ist groß. Bevorzugt finden sie hierzulande in Stein-, Bauern- oder Naturgärten Verwendung. Zwischen Sträuchern fungieren sie als attraktive Farbtupfer im Beet. Gerne siedelt sie der Gärtner am Gehölzrand oder in den Fugen von Trockenmauern an. Auch in den Topf oder andere Gefäße gepflanzt, stellen die zweijährigen Pflanzen auf der Terrasse oder dem Balkon einen echter Hingucker dar. In Gärten, in denen die Natur freies Spiel hat, füllt die Steinglocke mit Leichtigkeit manche Lücke an einem problematischen Standort auf. Breitet sie sich zu schnell aus, lässt sich gut einschreiten, da die Sämlinge im Frühjahr leicht zu erkennen sind.

Pflege/Schnitt

Die Steinglocken gelten allgemein als einfache und robuste Gartenkulturen und fordern an einem optimalen Standort wenig Pflege. Wichtig ist, dass der Boden nicht zu trocken ist. Auch Staunässe tolerieren die Symphyandra-Arten nicht. Da die Gewächse kein Umpflanzen vertragen, empfiehlt sich das Aussäen der gesammelten Samen an einem anderen Platz. Dies geschieht idealerweise im Herbst oder zeitigen Frühling. Ein Winterschutz ist nicht erforderlich.

Krankheiten/Schädlinge

Ein Befall durch Blattläuse oder Schnecken ist nicht auszuschließen.

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