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Eigenschaften

  • bevorzugt feuchte Böden
  • blüht ausdauernd
  • lockt Insekten an
  • in Deutschland stark gefährdet
  • winterhart

Succisella

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Der Moorabbiss (bot. Succisella) zählt zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Er wächst an feuchten und moorigen Standorten. Dazu gehören Gewässerränder und Gräben.

Zur Gattung Succisella gehören zahlreiche verschiedene Arten. Auch bei uns, im Süden Deutschlands, ist die Succisella Inflexa beheimatet. Da die für den Moorabbiss geeigneten Standorte in Deutschland zurückgehen, gilt die Gattung bei uns als stark gefährdet. Zeitweise galt sie als komplett verschwunden. Verschiedene botanische Projekte arbeiten daran, den Moorabbiss in Deutschland erneut zu stärken. Ihren deutschen Namen trägt die Gattung aufgrund der Tatsache, dass die Triebe ihres Wurzelstocks aussehen wie abgebissen.

Blatt

Am Stängel des Moorabbisses wachsen zwei Arten von Blättern. Die grundständigen Blätter wachsen am Boden vom Anfang der Sprossachse aus. Sie sind deutlich länger als breiter (lanzettlich), eiförmig, ganzrandig und meist kahl. Dazu kommen die gegenständigen Blätter, die einzeln entlang des Stängels wachsen. Sie sind stiellos und kleiner als die grundständigen Blätter und ähnlich geformt.

Blüte

Der Moorabbiss bildet kugelförmige Blütenköpfe mit einem Durchmesser von einem bis zwei Zentimeter. Fast gleich groß sind die Blüten innerhalb eines Köpfchens. Sie haben schwach ausgebildete Kelche, sind außen achtrippig und borstenlos. Umgeben sind die Blütenköpfe von kleinen Hüllblüten. Diese sind in zwei Reihen angeordnet und lanzettlich geformt.
Die Färbung der Blüten variiert: Sie sind hellblau bis hell-lila oder weißlich gefärbt. Einige der Blüten verfärben sich zum Ende der Blühzeit hin in ein zauberhaftes Rosa. Die Succisella blüht lange, vom Sommer bis in den Herbst. Ihre Blüten locken zahlreiche unterschiedliche Insekten an, darunter viele Schmetterlinge.

Wuchs

Der Moorabbiss mit seinen aufrechten Stängeln erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis 120 Zentimeter. Er breitet sich über einen leicht kriechenden, teils oberhalb des Erdbodens liegenden Wurzelstocks aus. So bildet er große, lose Teppiche, die auf andere Pflanzen keinen störenden Einfluss haben.

Standort

Der Moorabbiss liebt sonnige Standorte und die Feuchtigkeit in der Erde. In der Natur findet er sich meist am Rande von Gewässern, in Gräben und auf Feuchtwiesen. Der ideale Boden für ihn ist feucht bis wechselnass sowie kalk-, basen- und nährstoffarm. Das ist für die Anpflanzung im Garten wichtig. Aufgrund seiner exakten Bodenansprüche verwenden Botaniker ihn als Zeigerpflanze für feuchte und nährstoffarme Böden.

Verbreitung

Heimisch sind alle fünf Arten des Moorabbisses in Europa. Drei von ihnen, die Succisella Carvalhoana, Succisella Microcepehala und Succisella Andreae-Molinae, finden sich alleine auf der iberischen Halbinsel (Spanien und Portugal).

Die Succisella Petteri stammt aus Kroatien und Bosnien-Herzegovina. Die fünfte Art, Succisella Inflexa, ist urspünglich im Baltikum und dem Kaukasus beheimatet. Sie gilt in anderen Regionen als eingebürgert. Auch bei uns in Süddeutschland. Die für den Moorabbiss idealen Biotope in Deutschland werden seltener. Deshalb gilt er hier als stark gefährdet.

Nutzung

Der Moorabbiss hat einen hohen Zierwert. Er macht sich gut in Staudenbeeten oder halbwilden Anpflanzungen.

Pflege/Schnitt

Die ideale Pflanzzeit für den Moorabbiss im Garten sind die Monate zwischen März und Oktober. Dabei ist für ein gesundes Wachsen und Werden die Feuchtigkeit des Bodens entscheidend. Der Moorabbiss wächst am schönsten in der Nähe eines Teiches.
Die Pflanzen dieser Gattung sind frosthart, sie benötigen im Winter keinen Schutz. Der Rückschnitt erfolgt am Ende des Winters bis zum Boden.

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