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Eigenschaften

  • Dünenschutz-Pflanzen
  • immergrüne Gräser
  • horstartiger Wuchs
  • salz- und trockentolerant
  • mehrjährig

Strandroggen

Gattung Leymus ab €3.70 kaufen
     
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Der Strandroggen (bot. Leymus) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser (Poaceae). Die Pflanzen kommen bis auf Afrika weltweit vor. Sie besiedeln als Dünengras vorwiegend Küstengebiete. Es handelt sich um ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilde große Horste und verfügen über Rhizome als Überdauerungsorgane.

Die Gräser sind meist immergrün und bilden unterirdische Ausläufer. Die Gattung Leymus besteht aus 30 bis 40 Arten. Sie wird von Botanikern innerhalb der Süßgräser zur Unterfamilie Pooideae gerechnet und ist mit Psathyrostachy eng verwandt. Typisch sind die steifen, stechend-spitzen Blätter. Strandroggen spielt an der deutschen Nord- und Ostseeküste eine herausragende Rolle für den Dünen- und Küstenschutz.

Blatt

Die härtlichen Halme der Strandroggen werden zwischen 60 und 120 Zentimeter hoch. Die Blattspreiten sind im Knospenstadium eingerollt, später flach oder aufgerollt. Je nach Art sind die Blätter blaugrau oder blaugrün. Die Struktur ist rau. Blattunterseits sind sie kahl und gerieft, oberseits leicht behaart. Die Halme stehen aufrecht. Sie sind steif und optimal an ihren jeweiligen trockenen und salzhaltigen Standort angepasst.

Blüte

Die Strandroggen zeichnen sich durch einen ährigen Blütenstand aus. Die Ähren sind endständig. Sie stehen einzeln und sind dicker als die Halme. Die Ährchen stehen oder sitzen an der Ährenachse und werden bis zu drei Zentimeter lang. Sie bilden drei bis fünf kleine Blüten aus. Diese fallen im Reifestadium aus den Hüllspelzen heraus. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind.

Frucht

Aus den Blüten entwickeln sich Körnerfrüchte, die auch Karyopsen genant werden. Diese weisen eine Länge von sechs bis acht Millimetern auf. Sie sind am Kopfende behaart und sind mit den Deck- sowie den Vorspelzen verwachsen. Die Ausbreitung der Früchte geschieht durch den Wind, durch Wasser oder durch Vögel.

Wuchs

Die Gattung der Strandroggen besteht aus ausdauernden, krautigen Pflanzen. Diese bilden je nach Art blaugraue oder graugrüne Horste. Sie besitzen Rhizome und breiten sich über unterirdische Ausläufer aus. Die Pflanzen sind starkwüchsig. Die unverzweigten Halme sind durch ihre Derbheit an ihren Standort optimal angepasst. Die Pflanzen sind mehrjährig und werden bis zu 1,20 Meter hoch. Die Horste werden zwischen zwei bis drei Meter breit.

Standort

Die Strandroggen-Arten kommen ursprünglich nur an den Küstengebieten vor. Die Strandroggen besiedeln meist Strandwälle am oberen Küsten-Spülsaum. Sie wachsen an Steilufern, auf Dünen, Vordünen und Deichinseln sowie auf Binnendünen. Die Pflanzen gedeihen auf lockerem Sand. Sie sind anspruchslos und vertragen Salz, nährstoffarme und trockene Untergründe. Strandroggen wachsen an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Es handelt sich um anspruchslose Pionierpflanzen.

Verbreitung

Die Gattung der Strandroggen kommt weltweit an Küstengebieten sogar in der Arktis vor. Sie ist jedoch nicht in Afrika heimisch.

Nutzung

Strandroggen spielen in der Dünen- und Küstenbefestigung der deutschen Nord- und Ostseeküste eine bedeutende Rolle. Dazu werden die Rhizome in der Dünenlandschaft ausgepflanzt. Für den Garten sind die Pflanzen aufgrund ihrer Wüchsigkeit nicht gut geeignet. Sie benötigen eine Wurzelsperre.

Pflege/Schnitt

Beim Auspflanzen in Gartenbeete ist ein Rhizomschutz wie beim Bambus notwendig. Besondere Pflegemaßnahmen sind nicht notwendig.

Krankheiten/Schädlinge

Die Strandroggen sind anspruchslose Pflanzen. Es kann jedoch zum Befall vom Brandpilz kommen. Dies führt dazu, dass sich auf den Halmen keine Ähren, sondern schwarze Pilzsporen bilden.

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