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Eigenschaften

  • zierliche Staude von zwölf bis 35 Zentimeter Höhe
  • im Frühjahr erstrahlen nickende Blüten
  • wachsen im Halbschatten oder Schatten
  • Nährstaude für Insekten
  • winterhart, mehrjährig

Semiaquilegia

Gattung Semiaquilegia ab €3.70 kaufen
     
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Die Gattung Semiaquilegia, mit deutschem Namen Scheinakelei, gehört der Familie der Hahnenfußgewächse (bot. Ranunculaceae) an. Die Pflanzen der Gattung weisen im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Akeleien (Aquilegiae), keine Sporne an den Blütenauf. Im Volksmund heißt sie daher häufiger spornlose Akelei.

Semiaquilegia bezaubert mit ihren anmutigen kleinen Blüten und filigranem Blattstand. Sie erblühen mit ihren filigranen, faszinierend aufgebauten Blüten in den Monaten März bis April. Zart schwingen und wiegen sich die fragilen Blüten im Wind. Bienen und Hummeln dienen sie als willkommene Nahrungsquellen. Die Gattung Semiaquilegia ist durch drei Arten vertreten: Semiaquilegia adoxoides, Semiaquilegia quelpaertensis und Semiaquilegia guangxiensis. Die bei Gärtnern und Pflanzenliebhabern beliebte, als Scheinakelei oder spornlose Akelei bezeichnete Pflanze (Aquilegia ecalcarata) hingegen gehört der Gattung der Akeleien (Aquilegia) an.

Blatt

Die Pflanze besitzt etliche grundständige 1,5 bis fünf Zentimeter lange Laubblätter, die eine Rosette bilden. Ihr Blattstiel verzweigt sich in mehrere Stiele, an denen sich dreifach geteilte Blattspreiten anschließen. Diese sind zwei bis dreilappig und rund-oval. Ihre Blattränder zeigen sich leicht gefiedert. Die Oberfläche der Blätter ist glatt und dunkelgrün bis silbrig. Ihre Unterseite scheint silbrig. Weitere Blätter befinden sich direkt an den verzweigten Blütenstängeln.

Blüte

Drei bis fünf kleine glockenförmige Blüten hängen nickend am doldig verzweigten Blütenstängel. Dieser wächst direkt aus dem Blattgrund hervor. Die Farbe der Blüten variiert von Weiß bis Weiß-Rosa. Die Blüten messen vier bis 25 Millimeter im Durchmesser und sind fünfzählig aufgebaut. Fünf schmale ellipsoide Kelchblätter (Sepala) breiten sich leicht geschwungen aus.
Die gelben Kronblätter (Petala) sind wirtelig gereiht und haben im Gegensatz zur Akelei keine Sporne. Die Staubblätter (Stamens) sind in mehreren geradzeiligen (orthostychen) Wirteln angeordnet und sind hellgelb, dottergelb oder schwärzlich. An den Enden der Wirtel sitzen rückgebildete Staubgefäße (Staminodia). Der Stempel (Pistill) mündet in vier bis fünf Narben.

Frucht

Die Frucht der Scheinakelei besteht aus vier bis fünf langschmalen Balgfrüchten (Folliculi). Diese sind in je zwei Kammern aufgeteilt. In ihnen reifen mehrere schwarz-braune Samenkörner heran. Die mit einer runzeligen Oberfläche ausgestatteten Samen sind oval und haben eine Größe von einem bis 2,5 Millimeter.

Wuchs

Semiaquilegia wachsen als krautige Pflanzen. Ihre Blätter formen locker gruppierte aufrechte Horste. Die Stauden erreichen eine Höhe von zwölf bis 35 Zentimeter. Die Pflanze ist durch ihren leicht verholzten verzweigten Wurzelstock winterhart und mehrjährig.

Standort

Um gut zu gedeihen, benötigen Semiaquilegia leicht-feuchte, sandige humose, steinige aber nicht zu kalkreiche Böden. Sie lieben Halbschatten oder Vollschatten. Die Pflanzen vertragen wenig Konkurrenz und stehen daher abseits anderer Pflanzen.

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Gattung Semiaquilegia befindet sich in Korea, Japan, China und Russland. Die Pflanzen wachsen in Höhen von 100 bis 1100 Meter. Laubwälder, Gebüsche und Straßenränder sind ihre bevorzugten natürlichen Standplätze.

Nutzung

Die Pflanzen eignen sich als Zierpflanzen in Gärten. Sie machen sie hervorragend in Steingärten, im Alpinum und an Trockenmauern. Im pharmazeutisch-medizinischen Bereich findet die Wurzel der Semiaquilegia adoxoides bei Hautproblemen, wie trockener schorfiger Haut Einsatz. Außerdem hat sie harntreibende und fiebersenkende Eigenschaften.

Pflege/Schnitt

Der richtige Standort ist maßgeblich für das Gedeihen der Pflanze. Der Boden darf keinesfalls austrocknen. Es empfiehlt sich, den Boden im Frühjahr durch Einarbeitung von Kompost und organischen Dünger aufzubessern. Vertrocknete Blütenstände schneidet der Gärtner nach dem Kapselsprung und der Aussaat ab. Auch lässt sich die Streufrucht sammeln und im Frühjahr ab April bis Ende Mai direkt ins Freie säen. Ihre Blüte erfolgt im zweiten Jahr.

Krankheiten/Schädlinge

Läuse, Raupen und Schnecken befallen die Pflanzen der Semiaquilegia. Gegen Schneckenfraß hilft das Ausbringen von getrocknetem Kaffeesatz in entsprechendem Abstand rund um die Pflanze. Läuse bekämpft der Gärtner mit einem kräftigen Holunderblütenabsud. Raupen entfernt er durch Schmierseifenlösung am besten.

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