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Eigenschaften

  • robuste, mehrjährige Staude
  • hell- bis mittelgrünes Laub
  • hellgrüne bis gelbgrüne Blüten
  • Wuchshöhe bis zwei Meter
  • winterhart

Scheinhanf

Gattung Datisca ab €0.00 kaufen
     
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Scheinhanf (botanisch Datisca) ist die einzige Gattung in der Pflanzenfamilie der Scheinhanfgewächse. Die Pflanzengattung unterteilt sich in zwei Arten. Eine Art wächst in Südosteuropa und Westasien, die andere Art ausschließlich im westlichen Nordamerika. Scheinhanf wächst hoch aufrecht, krautig und ausdauernd. In ihrer Laub- und Blütenform erinnern Datisca an echten Hanf, woraus sich die deutsche Bezeichnung ableitet.

Eine Verwandtschaft zwischen Scheinhanf und echtem Hanf besteht nicht. Alle grünen Pflanzenteile sind kahl. Scheinhanf ist hell- bis mittelgrün und weist die Besonderheit auf, dass auch die Blüten gelbgrün bis hellgrün sind. Beide Arten erreichen bei guten Bedingungen und einem sonnigen Standort Wuchshöhen von bis zu zwei Meter. Die Pflanze wächst disjunkt. Das bedeutet, dass jede Art der Pflanzenfamilie ortsgebunden wächst. Die in Südosteuropa beheimatete Art der Gattung Datisca ist nicht in Nordamerika und die dort wachsende Art nicht in Südosteuropa oder Westasien zu finden.

Blatt

Das hell- bis mittelgrüne Laub des Scheinhanfes ist kahl und fiederartig. Die Laubblätter sind wechselständig am Stamm angeordnet und gestielt. Die Blattspreiten sind unpaarig gefiedert und die Blattränder sind gezähnt. Das Laubblatt der Pflanzengattung Datisca setzt sich aus mehreren langen, gezähnten und lanzettlich schmalen Fiederblättern zusammen. Scheinhanf hat keine Nebenblätter. Der Mittelnerv zeichnet sich deutlich von der Blattoberfläche ab. Die seitlichen Blattnerven verlaufen zueinander parallel und enden in einer fiederartigen Spitze am Blattrand. Die Pflanzen sind laubabwerfend und nehmen keine Herbstfärbung an.

Blüte

Die Blüten des Scheinhanfes sitzen endständig auf den mit Laubblättern besetzten Stielen. Zahlreiche Einzelblüten bilden einen büschelförmigen, extrem dichten Blütenstand. Datisca Blüten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig. Weder die weiblichen, noch die männlichen Blüten haben Kronblätter.
Jede männliche Blüte hat zwischen drei und neun Kelchblätter sowie zwischen acht und 25 fertile Staubblätter. Weibliche Blüten haben drei bis acht Kelchblätter und drei bis fünf Fruchtblätter. Diese verwachsen zu einem unterständigen Fruchtknoten mit der gleichen Anzahl an Griffeln wie Fruchtblättern.
Auch zwittrige Blüten bildet der Scheinhanf aus. Diese haben zwischen drei und acht Kelchblätter, drei bis fünf freie, fertile Staubblätter und einen Fruchtknoten wie die weiblichen Blüten. Die Blütenfarbe beim Scheinhanf ist unscheinbar grün bis gelbgrün.

Frucht

Scheinhanf bildet Kapselfrüchte. Diese sind länglich geformt, gestielt und lederartig. Die meisten Datisca Früchte sind drei- bis vierrippig, seltener sind sie fünfrippig. In der Reifezeit öffnen sich die Kapseln am oberen Ende und geben 30 bis 100 kleine Samen frei.

Wuchs

Datisca wächst aufrecht und krautig. Die Pflanzen erreichen eine Wuchshöhe von bis zu zwei Metern und sehen echtem Hanf zum Verwechseln ähnlich. Durch seinen horstartigen Wuchs ist Scheinhanf eine schöne Solitärpflanze. In Gruppenpflanzung bildet die Pflanzengattung dichtwachsende Areale, die als Sichtschutz dienen. Die Pflanzen wachsen tannenartig und verjüngen sich zur Spitze hin. Das untere Drittel des Scheinhanfs erreicht eine Wuchsbreite bis zu 1,50 Metern im Durchmesser.

Standort

Die Scheinhanf-Arten benötigen einen sonnigen Standort. Auch im Halbschatten kommen sie gut zurecht, ein schattiger Standort ist ungeeignet. Der ideale Boden ist humos und durchlässig. Datisca ist anspruchslos und pflegeleicht. Hält der Gärtner die Anforderungen an den Boden ein und den Boden nicht zu feucht, wachsen die Pflanzen schnell und bilden saftig grünes Laub. Ein ungeeigneter Standort ist an fehlenden oder spärlich ausgebildeten Blüten erkennbar. Bei Staunässe wird das Laub braun und die Pflanze geht ein.

Verbreitung

Die Pflanzengattung ist ausschließlich in drei Gebieten der Welt beheimatet. Scheinhanf wächst in Südosteuropa, im westlichen Asien und westlichen Nordamerika. Datisca unterteilt sich in zwei Arten, die jeweils in einem Gebiet wachsen. Datisca cannabica ist im mitteleuropäischen und asiatischen Raum zuhause, während Datisca glomerata in Nordamerika wächst. Hier findet sich die größte Pflanzendichte in Nevada und Kalifornien.

Nutzung

Scheinhanf sind reine Zierpflanzen ohne landwirtschaftlichen Nutzen. Durch ihr gefiedertes Laub, den hohen Wuchs und die Ähnlichkeit mit echtem Hanf ist Datisca eine beliebte Garten- und Kübelpflanze. Auch in Parkanlagen und auf öffentlichen Grünflächen ist Scheinhanf eine bliebte Anpflanzung.

Pflege/Schnitt

Als Gartenpflanze ist Scheinhanf äußerst pflegeleicht. Bei länger anhaltender Trockenheit benötigt die Pflanze mäßiges bewässern. Ein Rückschnitt ist unnötig und dient allein der Form. Wird zurückgeschnitten, nimmt der Gärtner diese Aufgabe im Herbst vor. Scheinhanf ist wetterfest und frosthart. Eine Überwinterung im Haus erfolgt nicht. Lediglich kleine Kübelpflanzen benötigen Frostschutz. Rindenmulch über dem Wurzelballen beugt Frostschäden vor.

Krankheiten/Schädlinge

Bräunliche Linien auf den Laubblättern weisen auf einen Schädlingsbefall hin. Die fiederförmigen Blätter sind ein perforierter Eiablageort für Minierfliegen. Um den Schlupf der Jungfliegen zu verhindern, ist das befallene Laub abzuschneiden. Weiße und trockene Stellen auf dem Laub sind ein Anzeichen für Spinnmilben. Vor allem in warmen Sommern bei geringer Luftfeuchtigkeit besteht ein erhöhtes Risiko für Spinnmilbenbefall.

In sehr feuchten Sommern sind Blattläuse eine Gefahr, die selbst großen Scheinhanfpflanzen schaden. Bei Früherkennung und Entfernung betroffener Pflanzenteile lässt sich der Ausbreitung dieses Schädlings Einhalt gebieten. Seltener treten Pilzerkrankungen auf. Diese erkennt der Gärtner an trockenen Laubblättern und dunkelbraunen bis schwarzen Flecken am Stängel.

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