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Eigenschaften

  • sommergrüne Sträucher mit markantem Laub
  • Wuchshöhe von bis zu 200 Zentimeter
  • strahlend weiße Blüten im April und Mai
  • zierende braunschwarz glänzende Steinfrüchte
  • monotypische Gattung aus asiatischem Raum

Rhodotypos

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Rhodotypos ist eine monotypische Pflanzengattung, die zur Familie der Rosengewächse (bot. Rosaceae) gehört. Die einzige Art trägt den Namen Rhodotypos scandens, auch als Scheinkerrie, Schneekerrie oder Weiße Rosenkerrie bekannt. Beheimatet sind die edlen Sträucher in China, Japan und Korea.

Die laubabwerfenden Rhodotypos-Gewächse dienen als Zierpflanzen. Seit 1841 ist diese Gattung bekannt. Philipp Franz Balthasar von Siebold und Joseph Gerhard Zuccarini, zwei deutsche Botaniker, stellten sie auf. Ein markantes Charakteristikum der Sträucher ist die kahle Rinde der Zweige, die zunächst grün und später braun erscheint. Die Rhodotypos-Knospen weisen dachziegelartig überlappende Schuppen auf. Mit ihrem Laub ähnelt die Gattung Rhodotypos der hierzulande bekannteren Gattung Kerria. Die reinweißen Blüten sind wildrosenartig, allerdings mit vier Blütenblättern in rundlicher Form.

Blatt

Bei Rhodotypos handelt es sich um sommergrüne Pflanzen, deren Blätter gegenständig angeordnet sowie in Blattstiel und Blattspreite gegliedert sind. Der Blattstiel ist mit seiner Länge von zwei bis fünf Millimetern kurz. Er ist weich behaart. Die einfache Blattspreite präsentiert sich vier bis elf Zentimeter lang sowie drei bis sechs Zentimeter breit. Sie ist eiförmig. Auffällig sind die gerundete bis nahezu herzförmige Spreitenbasis sowie das zugespitzte obere Ende. Der Rand der Blätter ist scharf doppelt gesägt.

Erst erscheint die hellgrüne Blattunterseite seidig behaart, später mäßig weich behaart. Hinsichtlich der dunkelgrünen Blattoberseite verhält es sich andersherum: Sie ist anfangs weich behaart und neigt in der Folge zum Verkahlen. Rhodotypos-Pflanzen haben früh abfallende, freie Nebenblätter. Diese sind linealisch, häutig und weich behaart. Linealisch bedeutet, dass die Blattlänge die Blattbreite mindestens um das Zehnfache überragt. Ein weiteres Kriterium für linealische Blätter sind gerade sowie relativ parallel verlaufende Ränder.

Blüte

Die Sträucher der Pflanzengattung Rhodotypos blühen in den Monaten April und Mai. Es treten zwittrige, vierzählige Blüten mit einem Durchmesser von drei bis fünf Zentimetern zutage. Sie haben eine doppelte Blütenhülle und stehen einzeln an den Zweigspitzen. Der Blütenbecher ist flach. Zwischen den vier laubblattähnlichen, bis zu 15 Millimeter langen Kelchblättern befinden sich vier längliche Nebenkelchblätter, die ein Fünftel bis ein Viertel der Erstgenannten messen. Die eiförmig-elliptischen Kelchblätter mit spitzem oberen Ende und seidig behaarter Unterseite sind in zwei sich dachziegelartig überdeckenden Paaren angeordnet.

Den Kelchblättern gegenüber stehen die drei Viertel bis zwei Drittel kürzeren Kronblätter. Sie erscheinen zu viert und sind verkehrt-eiförmig, kurz genagelt und von weißer Farbe. Die zahlreichen gelb leuchtenden Staubblätter verteilen sich auf mehrere Reihen. Insekten bestäuben die Rhodotypos-Sträucher. Während der Anthese (Vorgang des Blühens) bedecken die vier Lappen des großen, dicken Diskus' auf dem Blütenbecher die Fruchtblätter. Meist sind vier oberständige Fruchtblätter vorhanden. Sie enthalten jeweils zwei hängende Samenanlagen, von denen eine abstirbt. Jeder der vier endständigen, dünnen Griffel endet in einem kopfigen Griffel, die Kronblätter überragend.

Frucht

Im Sommer, zwischen Juni und September, tragen die Pflanzen zierende Steinfrüchte. Diese sind erbsengroß, rundlich-eiförmig und glänzend braunschwarz. Bis zu vier Früchte stehen zusammen. Jede Rhodotypos-Frucht enthält bloß einen verkehrt-eiförmigen Samen. Die Früchte sind von bleibenden Kelchblättern umgeben und bleiben bis in den Winter hinein an den Sträuchern haften. Sie bilden einen attraktiven Kontrast zum gelben Herbstlaub.

Wuchs

Rhodotypos-Pflanzen wachsen normalerweise 50 bis 200 Zentimeter hoch und 150 bis 200 Zentimeter breit. Selten erreichen sie eine Wuchshöhe von drei Metern. Die edlen Sträucher legen jährlich 20 bis 50 Zentimeter zu, bis sie komplett ausgewachsen sind. Sie entwickeln sich breit aufrecht sowie locker verzweigt.

Standort

Die Pflanzen gedeihen an sonnigen bis halbschattigen Standorten am besten. Sie vertragen allerdings auch Vollschatten gut. Generell sind Rhodotypos-Sträucher anspruchslos, was die Zusammensetzung des Bodens betrifft. Sie tolerieren trockene Untergründe, wollen allerdings lieber auf tiefgründigen, frischen und nahrhaften Böden wachsen. Sandig-lehmiges oder kiesig-lehmiges Substrat mit einem pH-Wert zwischen 8,0 und 10,0 ist optimal. Die stadtklimafesten Sträucher gedeihen auch unter hochkronigen Bäumen.

Verbreitung

Rhodotypos-Pflanzen kommen in China, Korea und in Japan nur im westlichen Honshu vor.

Nutzung

Die Sträucher der Pflanzengattung Rhodotypos dienen als Zierpflanzen. Sie sind als Einzel- und Gruppenpflanzen sowie für freiwachsende mittelhohe Hecken geeignet. Der Gärtner verwendet die Pflanzen auch als Vogelschutzgehölz und Bienenweide. Verschiedenen Berichten zufolge kommen Pflanzenteile der Rhodotypos in der traditionellen chinesischen Medizin zum Einsatz.

Pflege/Schnitt

Rhodotypos-Sträucher sind wenig pflegeintensiv. Auf regelmäßiges Gießen und Düngen ist zu achten. Kontinuierliches Auslichten führt dazu, dass die Pflanzen besser gedeihen. Beim Verjüngungsschnitt entfernt der Gärtner überalterte Triebe bis zum Grund. Rhodotypos ist eine winterharte Pflanzengattung, ihre Vertreter überstehen Temperaturen bis -23 Grad Celsius ohne zusätzlichen Schutz.

Krankheiten/Schädlinge

Die Gattung Rhodotypos ist kaum anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Bei gravierenden Pflegefehlern, wie langanhaltender Staunässe, drohen die Pflanzen jedoch Schaden zu nehmen.

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