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Eigenschaften

  • markante ovale Blätter mit ledriger Struktur
  • traubenförmig angeordnete zwittrige Blüten
  • sternförmig zusammenhängende Balgfrüchte
  • anpassungsfähig an verschiedenen Standorte
  • saponinreiche Rinde wirtschaftlich bedeutsam

Quillaja

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Die Quillaja sind kleine, immergrüne Bäume mit markantem Laub. Sie umfassen lediglich zwei Arten. Beide sind in Südamerika beheimatet. Es handelt sich um die einzige Gattung der Familie der Quillajaceae. Diese ist der Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (bot. Fabales) zugewiesen.

Früher zählte die Pflanzengattung zur Familie der Rosengewächse (bot. Rosaceae) sowie zur Unterfamilie der Spiraeoideae. Deshalb heißen die Quillaja umgangssprachlich auch Seifenspieren. Die edlen Bäume sind bekannt für den hohen Anteil an Saponinen in ihrer Rinde. Letztere ist daher wirtschaftlich bedeutsam. Sie dient dazu, Seifen, Shampoo und Waschmittel herzustellen. Auch als Zierpflanzen kommen die Quillaja zu Einsatz und zeigen sich hierbei ausnehmend pflegeleicht.

Blatt

Die Blätter der Quillaja sind einfach und spiralig an den Zweigen der Bäume angeordnet. Sie haben eine ovale Form und eine ledrige Struktur. Das Quillaja-Laub hat einen gesägten oder gezähnten Rand, zudem sind Nebenblätter vorhanden.

Blüte

Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten der Quillaja-Bäume stehen in endständigen Blütenständen zusammen. Beide Arten der Quillaja haben fünfzählige Blüten, die mit einer doppelten Blütenhülle versehen sind. Zudem finden sich je fünf Kelch- und Kronblätter sowie zwei Kreise mit jeweils fünf Staubblättern. Die Quillaja-Blüten weisen fünf oberständige, freie Fruchtblätter auf. Insekten sorgen für das Bestäuben der Blüten.

Frucht

Die Quillaja entwickeln Balgfrüchte. Diese Öffnungs- oder Streufrüchte kommen mit einer trockenen, ledrigen Fruchtwand daher, die mehrere Samen enthält. Jede Balgfrucht bildet sich aus einem einzelnen Fruchtblatt, das mit einer Bauchnaht verwachsen ist, an der die Samen sitzen. An dieser Verwachsungslinie entlang öffnet sich die Frucht bei der Reife. Bei den Quillaja hängen stets fünf Früchte sternförmig zusammen.

Wuchs

Die Arten der Quillaja wachsen als Bäume und erreichen art-abhängig 15 bis 20 Meter in der Höhe. Sie gelten als schnellwachsende Pflanzen.

Standort

Die Quillaja-Bäume gedeihen an verschiedenen Standorten gleich gut. Sie kommen mit unterschiedlichen Temperaturen und unterschiedlich feuchten Böden zurecht. In freier Natur tauchen die Quillaja in feuchtwarmen Gebieten und an trockenen Andenhängen, in bis zu 2000 Meter über dem Meeresspiegel, auf.

Verbreitung

Die Arten der Pflanzengattung Quillaja sind in Südamerika beheimatet. Quillaja brasiliensis finden sich im Süden Brasiliens, Nordosten Argentiniens und Norden Uruguays. Die bei uns bekanntere Art Quillaja saponaria (Seifenrindenbaum, Panamaholz) stammt aus Chile. Dort ist sie im warm-gemäßigten Zentrum des Landes zuhause und endemisch. Das heißt, diese Quillaja-Art existiert in freier Natur ausschließlich in der erwähnten Gegend.

Nutzung

Pflanzenteile der Quillaja saponaria sind populäre Zutaten in der Volksmedizin. Die Rinde des Seifenrindenbaums, Panamarinde genannt, enthält Saponine. Deshalb machen Hersteller von Seifen und Haarwaschmitteln Gebrauch davon. Zudem ist Quillajaextrakt (E 999) in der EU als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Es handelt sich dabei ebenfalls um einen Bestandteil der Rinde der Quillaja saponaria.
Im Garten fungieren die Arten der Quillaja als dekorative Zierpflanzen. Sie empfehlen sich auch für unerfahrene Gärtner, die sich eine anspruchslose Pflanze wünschen.

Pflege/Schnitt

Die Quillaja sind pflegeleichte Bäume. Sie trotzen schwierigen Situationen wie starkem Wind und trockenen Perioden sowie Frost und Schnee. Die Quillaja-Pflanzen stehen optimal an einen Platz in voller Sonne oder im Halbschatten. Die exotischen Bäume bevorzugen einen feuchten, aber gut durchlässigen Boden. Der Gärtner lichtet seine Quillaja bei Bedarf im Frühjahr aus, ein starker Rückschnitt ist nicht erforderlich.

Krankheiten/Schädlinge

Aufgrund ihrer robusten Eigenschaften sind Quillaja weniger anfällig für Krankheiten oder Schädlinge. Lange anhaltende Staunässe gilt es zu vermeiden, da die Wurzeln sonst Schaden nehmen.

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