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Eigenschaften

  • Halb-, Sträucher aus Südafrika
  • markante, tiefgrüne Blätter
  • trompetenförmige Blüten in Gelb- und Rottönen
  • locker-buschiger, horstbildender Wuchs
  • überstehen Winter mit ausreichendem Schutz

Phygelius

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Die Pflanzengattung Phygelius gehört zu den Braunwurzgewächsen (bot. Scrophulariaceae). Sie umfasst zwei Arten, Phygelius aequalis und Phygelius capensis. Beide stammen aus dem Süden Afrikas. Hierzulande sind die eleganten Pflanzen als Kap-Fuchsien bekannt, obwohl keine nähere Verwandtschaft mit den echten Fuchsien besteht. Grund für die Bezeichnung ist die vage Ähnlichkeit der Blüten beider Gattungen.

Bei Phygelius handelt es sich um eine der wenigen südafrikanischen Pflanzengattungen, die unter hiesigen klimatischen Bedingungen gut gedeihen. Der ehemalige deutsche Botaniker Ernst Meyer beschrieb Phygelius erstmals im Jahr 1835. In mitteleuropäischen Gärten sind die dankbaren und zuverlässigen Spätsommerblüher noch selten anzutreffen. Sie wachsen als kleine, aufrechte Halbsträucher und Sträucher mit kurzgestielten, dunklen Blättern und schönen Blüten. Diese erstrahlen häufiger bis in den Herbst hinein in verschiedenen Farben von Gelb bis Rot. Die Pflanzen der Gattung Phygelius verholzen nur im unteren Teil. Zu den auffälligsten Merkmalen zählen die relativ dicken und vierkantigen Triebe.
Zuhause in Südafrika sind die Phygelius-Arten immergrün, in kälteren Klimazonen halbimmergrün. Mit den zahlreichen, tiefgrünen Blättern fungieren die Pflanzen als gute Bodendecker. Viele Phygelius-Sorten sind Hybride der zwei Arten Phygelius aequalis und Phygelius capensis.

Blatt

Die gegenständig angeordneten Blätter der Phygelius-Pflanzen erscheinen dreieckig-oval bis eiförmig mit kurzen Stielen und gekerbtem Rand. Mit ihrer kräftig dunkelgrünen Farbe sind sie sehr dekorativ. Je nach Art präsentieren sich die Blätter größer oder kleiner.

Blüte

Pflanzen der Gattung Phygelius blühen von Juli oder August bis in den Herbst hinein. Der rispenförmige Blütenstand mit den einfachen, trompetenförmigen und edel glänzenden Blüten begeistert. Diese sind bis zu fünf Zentimeter lang und herabhängend. Das farbliche Spektrum des Blütentraums reicht von hellen oder blassen Gelbtönen bis hin zu warmem Orange- oder Korallenrot. Vereinzelt blühen die Sträucher oder Stauden in einem zarten Altrosa. Jede Variante kontrastiert wunderbar mit den tiefgrünen Blättern. Die Dichte des Blütenstands hängt von der Art und Sorte ab.

Frucht

Die Sträucher und Stauden der Pflanzengattung Phygelius bilden Kapselfrüchte aus. Diese sind nicht zum Verzehr geeignet.

Wuchs

Phygelius-Pflanzen wachsen gemeinhin als kleine, aufrechte Halbsträucher oder Sträucher. Die Wuchsform ist locker-buschig und horstbildend. Vereinzelte Ausläufer sind typisch. Mit einer maximalen Höhe von 90 bis 240 Zentimetern sowie einer Breite von höchstens 45 bis 60 Zentimetern zeigen sich Pflanzen der Gattung Phygelius wenig ausladend. Höhen von mehr als anderthalb Metern erreichen die Sträucher, wenn sie eine geeignete Stütze finden.

Standort

Die Phygelius-Arten bevorzugen einen warmen, vollsonnigen Standort. Zur Not tolerieren sie auch halbschattige Plätze. Allerdings führt dies zu einem kümmerlichen Wuchs. Ein humoser und durchlässiger Boden ist ideal. Er darf nicht zu trocken sein.

Verbreitung

Beide Arten der Pflanzengattung Phygelius stammen aus Südafrika und finden sich heute immer noch vornehmlich in diesem Land.

Nutzung

Phygelius-Sträucher sind vielseitig einsetzbar. Sie eignen sich als Solitär ebenso wie für Gruppen verschiedener Pflanzen. Dabei harmonieren Gattungsarten besonders mit anderen sonnenliebenden Gewächsen aus südlichen Gefilden. Auch als Beetstauden kommen die Arten der Gattung Phygelius gut zum Einsatz. Vor allem wegen ihrer späten und lange andauernden Blütezeit. Als Kübelpflanzen an Sitzplätzen bilden die Pflanzen prächtige Blickfänge.

Pflege/Schnitt

Bei Phygelius-Sträuchern handelt es sich um Pflanzen, die einfach zu kultivieren sind. Sie treten meist immergrün auf und blühen überdurchschnittlich lange beziehungsweise spät. Sie lassen in der herbstlichen und winterlichen Saison kein Unkraut eindringen. Es ist ratsam, die Arten der Gattung Phygelius einzeln oder in kleinen Gruppen zu pflanzen.
Regelmäßige Wassergaben sind elementar. Der Boden darf nicht austrocknen. Im Frühjahr arbeitet der Gärtner Kompost und organischen Dünger, etwa Hornspäne, ein. Des Weiteren schneidet er seine Gewächse auf circa zehn bis 20 Zentimeter zurück. Der harte Rückschnitt sorgt dafür, dass die Stauden buschiger werden und reicher blühen.

Im Weinbauklima überstehen Phygelius-Pflanzen die kühlen Wintermonate probemlos. In anderen Gebieten und an exponierten Standorten ist hingegen ein Winterschutz nötig. Zu dem Zweck empfiehlt es sich, Tannenäste oder Laub zu verwenden. Wer Phygelius-Sorten als Kübelpflanzen hält, überwintert sie möglichst kühl, aber frostfrei und hell. Das Gießen ist zu reduzieren, um gefährliche Krankheiten zu verhindern. Sind die mäßig frostharten Pflanzen im Garten und sollen dort den Winter überstehen, ist ein guter Schutz erforderlich. Eine dicke Mulchschicht wirkt sich positiv aus. Weisen die Pflanzen nach dem Winter Frostschäden auf, hilft es meist, sie im Frühjahr bis zum Boden zu kürzen. Gemeinhin wachsen die Stauden daraufhin wieder neu an.
Die Phygelius-Arten breiten sich durch Ausläufer stark aus. Dies eröffnet dem Gärtner die Möglichkeit, die Sträucher ohne großen Aufwand zu vermehren und an neuen Standorten einzupflanzen.

Krankheiten/Schädlinge

Pflanzen der Gattung Phygelius sind wenig anfällig für Krankheiten. Pflegefehler gilt es zu vermeiden. Stehen die Sträucher beziehungsweise Stauden im Winterquartier zu dunkel und erhalten zu viel Gießwasser, droht Grauschimmel aufzutreten. Der Pflanzenschädling bildet einen grauen bis schwärzlichen sowie häufig staubenden Pilzrasen aus. Kranke Pflanzenteile sind umgehend zu entfernen. Der Gärtner schneidet alle betroffenen Stellen bis ins gesunde Gewebe zurück. Bei einem starken Befall ist ratsam, ein zugelassenes und geeignetes Fungizid aus dem Fachhandel einzusetzen.

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