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Eigenschaften

  • sehr formenreiche Familie
  • krautige Pflanzen oder Sträucher
  • Blüten radiärsymmetrisch oder spiegelsymmetrisch
  • weit verbreitet mit Schwerpunkt in Afrika
  • enthalten häufig sekundäre Pflanzenstoffe mit medizinischer Wirkung

Braunwurzgewächse

Familie Scrophulariaceae ab €3.30 kaufen
     
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Die Baunwurzgewächse (bot. Scrophulariaceae) im engeren Sinne, im Wissenschaftlichen als Scrophulariaceae s. str. bezeichnet, umfassen etwa 1700 Arten in 65 Gattungen. Die genaue Abgrenzung dieser Pflanzenfamilie ist bis heute Gegenstand taxonomischer Diskussionen. Entsprechend umfassen die Braunwurzgewächse im weiteren Sinne (Scrophulariaceae s. lat. ) sogar bis zu 3000 Arten aus 280 Gattungen, zu denen auch verschiedene Baum- und Lianenarten zählen. Im Folgenden sind die Braunwurzgewächse im engeren Sinne betrachtet. Sie bilden eine extrem formenreiche Familie, in der viele Arten sekundäre Pflanzenstoffe ausbilden, um Fraßfeinde abzuwehren. Aus diesem Grund enthalten viele Vertreter der Braunwurzgewächse medizinisch wirksame Inhaltstoffe. Während meist Insekten die Blüten befruchten, verbreiten sich die Samen mit dem Wind. Die Scrophulariaceae zählen zur Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales).

Blatt

Die Blattformen reichen von einfachen, ganzrandigen Varianten, über unterteilte, bis hin zu zusammengesetzten Blättern. Sie zeigen sich gegenständig oder wechselständig, seltener spiralig, an der Wuchsachse angeordnet. Braunwurzgewächse bilden keine Nebenblätter aus.

Blüte

Ebenso wie die Blätter, sind die Blüten vielgestaltig. Sie können radiärsymmetrisch (strahlensymmetrisch) sein, zeigen jedoch häufig eine Spiegelsymmetrie (zygomorph). Die zweigeschlechtlichen Blüten stehen meist in Trauben zusammen. Sowohl die Kelch- als auch die Kronblätter sind meist fünfzählig und miteinander verwachsen.
So bildet sich zum großen Teil eine Blütenröhre, die mit einem Sporn so verschlossen ist, dass nur kräftige Insekten wie Hummeln an den Nektar gelangen können. Die meist zwei oder vier Staubblätter sind mit den Kronenblättern verwachsen. Der Fruchtknoten ist oberständig.

Frucht

Die nicht essbare Frucht besteht aus einer zweikammerigen Kapsel. Die Samen, die sie enthalten, sind winzig, können aber sehr zahlreich vorhanden sein.

Wuchs

Braunwurzgewächse wachsen als ein- oder mehrjährige Kräuter. Einige Arten verholzen und bilden Strauchformen aus. Viele Braunwurzgewächse leben als Wurzelparasiten, die an anderen Pflanzen schmarotzen. Zudem sind sie oft mit Drüsenhaaren überzogen.

Verbreitung

Die Braunwurzgewächse sind von den gemäßigten Breiten bis in die Tropen auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis weit verbreitet. Am artenreichsten ist die Familie in Afrika vertreten.

Nutzung

Einige Braunwurzgewächse besaßen aufgrund ihrer sekundären Inhaltsstoffe insbesondere vor dem Einzug der modernen Medizin eine pharmazeutische Bedeutung. Auch heute sind sie in naturheilkundlichen Verfahren angewendet. So sind verschiedene Königkerzengewächse (Verbascum) für ihre reizlindernde Wirkung bekannt und als Aufgussgetränk gegen Husten eingesetzt. Braunwurz (Scrophularia) findet in der Wundheilung Anwendung und Augentrost (Euphrasia) soll Augenleiden mindern.
Bedeutsamer sind Braunwurzgewächse heute als Zierpflanzen in Gärten oder Parks. So ist der Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii) als Nahrungspflanze für Insekten in Gärten sehr beliebt.

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Sommerflieder (Buddleja)
Sommerflieder

Buddleja

Gattung
Zimbelkräuter (Cymbalaria)
Zimbelkräuter

Cymbalaria

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Elfensporn (Diascia)
Elfensporn

Diascia

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Phygelius (Phygelius)
Phygelius

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Königskerzen (Verbascum)
Königskerzen

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Gattung
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