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Eigenschaften

  • robust & widerstandsfähig
  • pflegeleicht & winterhart
  • schmückende Zierpflanzen
  • duftende Blüten
  • insektenfreundlich

Morina

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Die Pflanzengattung der Kardendisteln (bot. Morina) gehört zur Unterfamilie der Morinoideae in der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Autorenabhängig gehören dieser Gattung zwischen vier und zehn Arten an. Diese Stauden erscheinen mit einer eigenwilligen Schönheit.

Kardendisteln versprühen eine bizarre Wirkung. Immergrüne Blattrosetten und walzenfömige Samen- und Blütenstände sorgen für einen aufregenden Anblick. Einige Arten dieser Gattung lassen sich wunderbar in den Garten integrieren. Allerdings sind sie vielen Gärtnern bisher nicht bekannt. Die Kardendisteln sind in ihrem Ursprung weit verbreitet. Sie bilden filigrane Einzelblüten. Diese ordnen sich Quirlen an und bezaubern durch Farbe und Duft. Auch Insekten bleibt diese nahrhafte Schönheit nicht verborgen. Sie erfreuen sich an dem Nahrungsangebot. In einem naturnahen Garten lassen sich einige Arten kultivieren.

Blatt

Die Laubblätter der Morina gliedern sich in Blattstiel und Blattspreite. Sie sind quirlig oder gegenständig angeordnet. Oft ist die Basis der Blattstiele stängelumfassend und eine Blattscheide bildend. Artabhängig haben die Blattspreiten einen dornigen Rand. Einige Arten verströmen einen frisch-grünen und aromatischen Duft beim Berühren der Blätter.

Blüte

Die schönen Blüten der Kardendisteln stehen in Scheinquirlen zusammen. Sie entwickeln mehr oder weniger kopfige Blütenstände. Zudem schmücken sie sich mit Hochblättern. Diese sind bei manchen Arten bedornt. Vier verwachsene Deckblätter bilden den Nebenkelch. Dieser Nebenkelch ist mit artabhängig mit einigen bis zu vielen dornigen Borsten oder Zähnen ausgestattet. Zwölf Nerven verlaufen durch den Nebenkelch. Die Blüten sind zeigeschlechtlich (zwittrig), fünfzählig und stark zygomorph. Der Kelch ist auf der unteren Seite gespalten (zweilippig). Die fünf Kelchblätter sind miteinander verwachsen.

Die Blüte schmückt sich zudem mit fünf Blütenkronblättern. Diese verwachsen zu einer Röhre. Artabhängig ist diese Röhre leicht bis deutlich zweilippig ausgeprägt. Immer endet sie mit fünf Kronlappen. Lediglich ein Staubkreis ist vorhanden. Von den bis zu vier Staubblättern sind zwei oder alle zusammen fruchtbar (fertil). Die Staubbeutel enthalten zwei Theken. Diese öffnen sich entlang ihrer Längsseite. Die einkammerigen Fruchtknoten bilden sich aus zwei bis drei Fruchtblättern. Der Fruchtknoten ist unterständig. Die Samenanlagen sind hängend ausgebildet. In einer einfachen Narbe endet der schlanke Griffel. Die Blütezeit ist im Zeitraum von Juni bis August.

Frucht

Umhüllt vom Nebenkelch und dem haltbaren Kelch, bilden sich die achänenähnlichen Früchte.

Wuchs

Die Arten der Morina wachsen als krautige, widerstandsfähige und ausdauernde Pflanzen. Sie haben eine den Disteln oder Akanthus ähnelnde Optik. Oft bedecken verwelkte Blätter die hohlen Stängel.

Standort

Kardendisteln bevorzugen einen neutralen, kalkreichen und durchlässigen Boden. Sie benötigen einen Schutz vor Winternässe und -sonne. Der ideale Standort ist sonnig und lässt keine stehende Nässe zu. Unter diesen Bedingungen erweisen sich diese Pflanzen als langlebig und zuverlässig winterhart. Sie sorgen für einen schönen Anblick im großen oder kleinen Steingarten. Auch steppenartige Bepflanzungen werten sie eindrucksvoll auf. Am sonnigen Gehölzrand, auf Hügeln oder im unteren Bereich von Trockenmauern sind schöne Bereiche für die anspruchslose Pflanze gegeben.

Verbreitung

Die vier bis zehn Arten der Morina sind vom Balkan bis Zentralasien und bis in die östlichen Himalaya-Regionen in wilder Form verbreitet. Beispiele: Die Coulter-Kardendistel (Morina courlteriana) ist in Afghanistan, Pakistan und Indien vorkommend. Die Zentralasiatische Kardendistel (Morina kokanica KSHao) findet sich in Tibet. Die Art der Morina persica ist in ihrem natürlichen Ursprung auf der Balkanhalbinsel und in Vorderasien vertreten. Manche Arten besiedeln Waldlichtungen und alpine Wiesen. Sie finden sich bis in die Höhenlagen von 3.000 bis 4.300 Meter.

Nutzung

Die Art der Langblättrigen Kardendistel ist in seltenen Fällen als Zierpflanze im Steingarten vertreten. Diese Morina-Art ist seit 1839 kultiviert.

Pflege/Schnitt

Um einen guten Wuchs und ein gesundes Gedeihen zu unterstützen, ist ein humoser und fruchtbarer Boden von großem Vorteil. Bei der Kultivierung der Pflanzen im eigenen Garten empfiehlt es sich, im Frühjahr Kompost oder Hornspäne in den Boden einzuarbeiten. Durch die Aussaat von Samen erfolgt das Vermehren der Pflanzen. Auch lassen sich die Pflanzen teilen.

Steppendisteln lassen sich durch die Aussaat von Samen oder durch Teilen im Frühjahr oder Herbst vermehren.

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