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Eigenschaften

  • Sumpf- und Uferpflanze
  • einjährig bis ausdauernd
  • kalkmeidend
  • wasserspeichernd
  • als Gemüse und Salat genutzt

Montia

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Montia (bot. Montia), ebenso als Quellkräuter bekannt, heißt eine Gattung in der Familie Quellkrautgewächse (Montiaceae) aus der Ordnung Nelkenartigen (Caryophyllales). Namensgeber für die Gattung ist der italienische Naturwissenschaftler und Botaniker Giuseppe Monti (1682-1760).

Vormals gliederte sich Montia in die verwandte Familie Portulakgewächse (Portulaceae) ein. Der amerikanische Polyhistor und Naturforscher Constantine S. Rafinesque-Schmaltz (1783-1840) definierte nachträglich eine eigene Familie für die Quellkrautgewächse. Montia zählt seither zu dieser. Zehn Arten gehören der Gattung an, die sehr formenreich ist. Weltweit kommen diese Pflanzen verbreitet in Quellfluren, sumpfigen Feuchtwiesen, an Bächen, in Gräben und Flussauen vor. Sie siedeln an sandigen Gewässerrändern und bilden Polster mit Wuchshöhen bis 30 Zentimetern sowie dichte, auf der Wasseroberfläche flutende Teppiche.

Blatt

Ihre saftig-grünen bis leicht gelblichen Blätter sind fleischig, kurz gestielt oder sitzend. Die Länge der Blätter beträgt bis 20 Millimeter. Das Laub steht artspezifisch in Rosetten am Stängelgrund bis gegenständig und wirtelig. Drei bis 20 Millimeter Länge weist jedes Einzelblatt auf. Ihre Form kann spatel-, eiförmig, länglich, mit runden bis spitz zulaufenden Blattenden ausfallen.

Blüte

Die ein bis acht radiärsymmetrischen, kleinen Blüten fallen unscheinbar aus. Sie stehen einzeln und in leicht verzweigten Blütenständen zusammen. Jedes zwei bis drei Millimeter große Blütchen ist gestielt. Es weist fünf bis neun weißliche, kronblattartige Hüllblätter auf, welche am Grund zu einer Röhre verwachsen sind. Innen sitzen drei bis fünf Staubblätter sowie vier bis sieben Samenanlagen. Quellkräuter bestäuben sich selbst (Kleistogamie). An regnerischen Tagen bleiben die Blüten geschlossen. Öffnen sie sich im Sonnenschein, besuchen Insekten die kleinen Kelche und tragen die Pollenkörnchen weiter. Die Hauptblütezeit dauert je nach Art von Mai bis August.

Frucht

Nach der Reife entstehen kleine, flachspaltige, circa zwei Millimeter lange Kapselfrüchte. Die Kapseln platzen auf und schleudern ihre ein bis drei innenliegenden Samen ins nähere Umfeld der Mutterpflanze. Einige Arten katapultieren ihre Samen an die zwei Meter weit und 60 Zentimeter hoch. Die dunkelbraun-schwarzen Samen sind matt, mit glatter bis körnig-rauher, artabhängig warziger Oberfläche. Am idealen Standort verbreitet sich die Pflanze durch Aussaat mit der Zeit von selbst.

Wuchs

Die Pflanze ist artspezifisch einjährig bis ausdauernd krautig. Sie gedeiht auf festem Land und im flachen Wasser. Ihre Sprossachsen sind aufrecht bis niederliegend, in allen Teilen unbehaart, glatt und immergrün. Die Wuchshöhe liegt zwischen zehn Millimetern und 30 Zentimetern. Einige Arten sind sukkulent und speichern Wasser. Montia bildet Horste, Polster und flache Matten, welche schwimmfähig sind.

Standort

Die feuchtigkeits-liebenden Quellkräuter wachsen an sonnigen bis halbschattigen Gewässerrändern, Sumpfzonen, nassen Sand- und Schwemmwiesen auf basenarmen, durchlässigen Böden.

Verbreitung

Überall auf dem Globus ist die Gattung Montia heimisch. Sie tritt in Europa, Kanada, den USA, Südamerika sowie einige Arten in tropischen Zonen Afrikas und Asiens auf. Ihre Vorkommen reichen bis in subantarktische Gebiete. Durch menschliche Eingriffe verringern sich die naturbelassenen Lebensräume zunehmend, wodurch die Pflanze in Teilen Deutschlands gefährdet ist.

Nutzung

Quellkräuter sind pflegeleichte Zierpflanzen zum Begrünen der Uferzonen am Gartenteich, Polsterpflanzen im Feuchtbeet und Bodendecker. Einige Montia-Arten sind Zutaten für das Zubereiten von Speisen. In Deutschland boten Markthändler bis ins 19. Jahrhundert eine Quellkraut-Art, Montia fontana, auch Bachquellkraut, als Wintergemüse und Salat an. Bis heute ist die Pflanze auf der Iberischen Halbinsel Teil eines traditionellen Gemüsegerichts.

Pflege/Schnitt

Für die Kultur im Garten sind einige Arten und Zuchtsorten geeignet, beispielsweise im Moorbeet, als Bodendecker unter Gehölzen und am Teichufer. Die Pflanzen fühlen sich im Halbschatten am wohlsten. Kalkreiche Erde und Plätze in stehender Hitze vertragen sie schlecht. Gleichmäßig feucht-frisches, lockeres und basenarmes, humoses Substrat garantiert gutes Wachstum. Das Zumischen von Sand ist empfehlenswert, damit der Boden gut durchlässig ist. Montia ist pflegeleicht. Sie vermehrt sich durch Selbstaussaat eigenständig. Die Pflanze ist frosthart bis minus zwanzig Grad Celsius. Bekannte Schädlinge oder Krankheiten gibt es nicht.

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