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Eigenschaften

  • bis -15 °C winterhart
  • durchgehend blühend von März und Juli
  • fünfzählige, sternförmige Blüten
  • empfindlich bei Trockenheit

Melia

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Melia (bot. Melia) bildet eine Gattung innerhalb der Familie der Mahagoniengewächse (Meliaceae). Ihr gehören insgesamt sechs Arten an, die in den tropischen Zonen der Erde von Indien bis Mexiko beheimatet sind. In unseren Breiten sind sie beliebte Ziergehölze.

Charakteristisch sind die federartigen Blätter und die sternförmigen Blüten. Ersteren verdankt die Gattung ihren Namen. Die Bezeichnung Melia geht auf das griechische Wort für "Esche" zurück. Namensgeber ist Carl von Linné. Er stellte fest, dass sowohl Blätter als auch Blattachseln über große Ähnlichkeit zu denen der Esche verfügen. Alle Pflanzenteile gelten als giftig. Dies betrifft vor allem die kleinen, runden Früchte. Bereits der Verzehr von sechs bis acht Früchten führt beim Menschen zum Tod. Ähnlich ergeht es Ziegen und Schweinen, während Rinder und Singvögel weitgehend immun zu sein scheinen.
Melia finden sich als Schattenspender in Parks, Alleen und Gärten. Das Holz lässt sich gut zu Papier verarbeiten. Schreiner stellen aus dem Holz der Pflanzen Kisten, Möbel und Werkzeugteile her. Die Öle der Samen dienen zur Erzeugung von Seifen und Farben. Die Samen des Paternosterbaums (Melia azedarach) lassen sich zu dekorativen Schmuckketten und Rosenkränzen verarbeiten.

Blatt

Die großen Laubblätter der Melia erreichen eine Länge bis zu 35 Zentimetern und ähneln, wie der treffende Name es sagt, stark denen der Esche. Sie sind langstielig und einfach oder doppelt gefiedert. Die Anordnung ist wechselständig. Die Blattoberseite erstrahlt in einem kräftigen Grün, die Blattunterseite erscheint, abhängig von der Art, weißlich.
Die kleineren Fiederblättchen erreichen eine Länge von bis zu fünf Zentimetern. Sie sind tiefgrün, schmal, von elliptischer Form und an den Rändern sägeartig gezähnt. Im Herbst verfärben sich die Blätter gelb und fallen zu Boden.

Blüte

Die Blüten der Melia duften intensiv nach Flieder. Ihr Aufbau ist fünfzählig radiär und erinnert an Sterne. Sie wachsen in prächtigen Trauben beziehungsweise Rispen und erscheinen meist am noch unbelaubten Baum. Ihre Farbe changiert von Schneeweiß über Purpurrot bis Lila-violett. Der Kelch besteht aus fünf grünen Kelchblättern. Daraus entspringen die bunten zurückgebogenen Kronblätter. Die rund ein Dutzend Staubblätter sind zu einer tiefvioletten Röhre verwachsen. Im Innern befindet sich der Stempel, der über einen drei- bis sechskammrigen Fruchtknoten mit einem langen Griffel und einer bis zu sechslappigen Narbe verfügt. Zur ersten Blüte kommt es nach drei bis vier Jahren. Die Blütezeit dauert von März bis Juli.

Frucht

Die bis zu zwei Zentimeter großen Früchte der Melia erweisen sich als ungenießbar und giftig. Kinder sind unbedingt vom Verzehr abhalten. Die kleinen, rundlichen Früchte schmücken die Äste früh, sind aber zunächst unreifgrün. Ihre Reife zu gelben, ledrigen Früchten vollzieht sich von September bis Oktober. Zu diesem Zeitpunkt ist ihre Schale leicht gefurcht. Über Winter verbleiben sie am Baum, spätestens bis zur nächsten Blüte. Es handelt sich um Steinfrüchte mit harten, gefurchten weißen Kernen, die jeweils bis zu fünf dunkle Samen enthalten.

Wuchs

Die Pflanzen der Gattung Melia wachsen schnell. Das Vermehren erfolgt mittels der Keimsamen aus dem Kern. Zu dieser Zeit ist eine konstante Temperatur von 25 bis 28 °C ideal. Aus diesem Grund empfiehlt sich die Aussaat und Heranzucht als Kübelpflanze im Haus. Auch ausreichende Lichtverhältnisse sind wichtig. Ebenso wie eine ausreichende Feuchte. Beim regelmäßigen Gießen ist darauf zu achten, dass der Boden nicht zu nass wird.

Die Keimzeit der Melia beträgt drei bis zwölf Wochen. Dann sprießt das hellgrüne Pflänzchen, dessen Aussehen entfernt an Petersilie erinnert. Die jungen Keimlinge verfügen über längliche sukkulente Keimblätter mit einer Größe von bis zu 14 Zentimeter. Daraus gehen die dreilappigen, gegenständig stehenden Primärblätter hervor, auf die erste gefiederte Laubblätter folgen. Im ersten Jahr erreicht der Keimling eine Höhe von bis 25 Zentimeter. Er überwintert am besten im Innern. Das Einpflanzen in die Erde erfolgt im Frühling des zweiten Jahres. In dessen Verlauf erreicht die Jungpflanze unter günstigen Bedingungen eine Höhe von bis zu 240 Zentimetern.

Standort

Die Melia bevorzugen helle und warme Standorte. Sie bevorzugen es sonnig bis halbschattig. Durchlässige, humose Gartenerde verspricht optimales Wachstum. Melia reagieren empfindlich auf Staunässe. Daher gilt die Grundregel: Je höher die Bodenfeuchte, desto sonniger der Standort. Die Bäume halten kurzzeitige Temperaturen bis zu -15°C aus. Kübelpflanzen sind am besten im Hausinnern zu überwintern. Aufgrund der laublosen Krone, besteht ein geringerer Bedarf an Sonnenlicht.

Verbreitung

Die natürlichen Verbreitungsgebiete der Melia sind die warmen tropischen Klimazonen. Die Arten der Melia gedeihen in europäischen Gärten. Auch in asiatischen Ländern, wie Indien, China und Nepal, in Australien, auf Jamaika, in Mexiko, in Florida, Brasilien und auf Galapagos sind sie weit verbreitet.

Nutzung

Das Holz lässt sich zu Papier und Holzerzeugnissen verarbeiten. Da die Früchte der Melia ab einer geringen Menge giftig sind, eignen sie sich nicht zum Verzehr. Allerdings finden sie als Bestandteil von Rosenkränzen und Schmuckketten weitere Verwendung. Das enthaltene Öl dient als Beigabe zu Seifen und Farben.

Darüber hinaus verfügen einige Arten von Melia über nützliche Heileigenschaften. Die Rinde von Stamm und Wurzel der indischen Melia azadirachta gilt als wurmtötend, ihre Blätter bewährten sich als harntreibend und menstruationsfördernd. Daher kommt Melia azadirachta in der Ayurvedischen Medizin eine bedeutende Rolle zu. In weiten Teilen Indiens dienen ihre Bestandteile zum Heilen von Alltagsbeschwerden. Beispielsweise wirkt das Auftragen eines Breis aus Blättern und Blüten bei Kopfschmerzen wahre Wunder.

Pflege/Schnitt

Die Jungpflanze ist in der Wachstumsphase durch regelmäßiges Gießen feucht zu halten. Während der der Ruhezeit ist ein trockenerer Untergrund vorteilhaft. Alle vierzehn Tage sind leichte Düngergaben zu verabreichen. Langzeitdünger eignet sich am besten. Ein Rückschnitt ist nicht nötig. Zum Ende des Winters ist vor dem frischen Austrieb ein Rückschnitt durchführbar, um den Wuchs in seiner Richtung zu beeinflussen.

Krankheiten/Schädlinge

Die Vertreter der Melia gelten als widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge. Dennoch sind ein paar Schadfeinde bekannt.
Spinnmilben und Läuse sind ungeliebte Gäste der Pflanzen. De Milbenart Phyllocoptruta oleivora sieht es auf die Blätter und ihren Saft ab. Durch Aussaugen stört sie das Wachstum der Melia.
Eine weitere Gefahr stellen Pilzarten wie Phyllactinia guttata dar. Der Befall mit diesen Parasiten führt zu mehltauartigen Schadstellen. Nectria galligena bringt Baumkrebs mit sich. Einen Schaden weit beträchtlicheren Ausmaßes zieht Fomes meliae nach sich, der das Holz komplett zerstört.

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