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Eigenschaften

  • Heil- und Gewürzpflanzen
  • Doldenblütler
  • Gattung mit 30 Arten
  • gefiederte Blätter
  • Teil- oder Spaltfrüchte mit aromatischem Duft und Geschmack

Kümmel

Gattung Carum ab €3.60 kaufen
     
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Die Gattung der Kümmelpflanzen (Carum) zählt zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie umfasst rund dreißig verschiedene Arten. Diese sind als ein- oder zweijährige Pflanzen oder Stauden in Europa, Asien und Nordafrika beheimatet. Gebräuchlich ist vor allem der Echte Kümmel (Carum carvi), dessen Früchte sich durch ihren hohen Gehalt an ätherischen Ölen auszeichnen.

Dadurch ist Kümmel in der Küche und in der Heilkunde gefragt. Im heimischen Garten macht er als Zierpflanze eine gute Figur. Kümmel ist schön anzusehen, pflegeleicht und verströmt einen angenehmen Duft. Die meisten Kümmelsorten sind einjährige Pflanzen. Bei zweijährigen Sorten bilden sich im ersten Jahr nur die pfahlähnliche Wurzel und die Grundrosette. Erst im zweiten Jahr entwickeln sich der Stängel, die Blüten und die Samen.

Blatt

Die Blätter des Kümmels besitzen eine hellgrüne Färbung. Die gestielten Grundblätter weisen eine zwei- bis vierfache Fiederung auf. Sie wachsen wechselständig an dem Stängel, der eine gut erkennbare Furche besitzt. Die Größe der Blätter nimmt nach oben hin ab. Die obersten Blätter zeigen nur noch eine ein- bis zweifache Fiederung.

Blüte

Die Pflanzen der Gattung Carum tragen eine endständige Doppeldolde und weisen meist nur wenige Tragblätter auf, die ein zartes Hüllchen bilden. Die Dolden besitzen mindestens drei, maximal 28 Strahlen und teilen sich in Döldchen mit weißen oder gelben Blüten, seltener mit rosafarbenen oder violetten. Die kleinen, zwittrigen Blüten bestehen aus fünf freien Kronblättern ohne oder mit wenig entwickelten Kelchblättern und tragen fünf Staubblätter.

Frucht

Aus den Fruchtständen entwickeln sich nach der Bestäubung die Kümmelfrüchte. Die Teilfrüchte oder Spaltfrüchte sind braun. Sie haben eine sichelförmige Form und sind holzig. Erst bei der Reife diesr Samen, verströmt die Pflanze auch ihren aromatischen Kümmelduft.

Wuchs

Kümmelpflanzen zeigen einen krautartigen Wuchs. Der Stängel ist je nach Sorte bodennah oder aufgerichtet. Auch die Form der Wurzel unterscheidet sich von Sorte zu Sorte und kann knollig, pfahlartig oder spindelförmig angelegt sein.

Standort

Der Kümmel liebt es sonnig oder halbschattig. Er gedeiht auf Freiflächen, an Gehölzrändern, als Gewürz oder Zierpflanze im Garten und als Bestandteil einer Bienenweide. Der Kümmel benötigt einen windgeschützten Platz. Als Standort eignet sich beispielsweise ein Platz in einem Beet nahe der Hausmauer oder einer Hecke. Der ideale Boden ist feucht und nährstoffreich.

Verbreitung

Der Kümmel stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und fand bereits in der Antike Verwendung als Heilkraut. Heute ist er vor allem in Europa und Asien, in Nordafrika und Nordamerika beheimatet.

Nutzung

Kümmel ist nicht in erster Linie eine Zierpflanze, sondern gehört zu den beliebtesten Gewürz- und Heilpflanzen. Das liegt nicht zuletzt an dem hohen Gehalt an ätherischen Ölen in den Samen. Auch zur Bereitung von Alkoholika und als Bestandteil von Parfums ist der Kümmel mit seinen charakteristischen Aromen sehr gefragt.

Pflege/Schnitt

Die zweijährigen Sorten blühen erst im zweiten Jahr und produzieren Samen, die zur Aussaat dienen. Dabei ist ein Pflanzabstand von 15 Zentimetern zwischen den Pflanzen einzuhalten. Die Aussaat findet im Juli und August statt. Der zweijährige Kümmel ist winterfest. Die Ernte stellt gleichzeitig den Rückschnitt dar. Wenn sich die Blütenblätter im August bräunlich färben, ist die Zeit reif für die Ernte der Samen.

Krankheiten/Schädlinge

Schädlinge sind häufiger bei den Kümmelpflanzen anzutreffen als Krankheiten. Vor allem die Raupen der Kümmelmotte und der Kümmelschabe, Wanzen und Kümmel-Gallmilben befallen die Pflanze. Bei Befall hilft eine Behandlung mit einem guten Pflanzenschutzmittel. Selten treten Krankheiten, wie bakterielle Erkrankungen, Pilzerkrankungen und Doldenbrand auf.

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