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Eigenschaften

  • sommergrün, dunkelgrüne Blätter
  • große Blüten in Weiß, Rosa oder Pink
  • Blüte von Mai bis Oktober
  • 20 bis 60 Zentimeter Höhe
  • Geruch der Knolle vertreibt Nager

Incarvillea

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Die Gattung der Freilandgloxinien (bot. Incarvillea) zählt zur Pflanzenfamilie der Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae), die der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales) zuzuordnen ist. Ihr gehören 16 Arten an, die sich hauptsächlich im zentral- und ostasiatischen Raum finden. Dort wachsen sie in großen Höhenlagen.

Ihre große Beliebtheit verdanken die Pflanzen vor allem ihren großen Blüten. Häufig findet sich der Name 'blühender Farn', obwohl die Stauden in botanischer Hinsicht mit Farnen keine Gemeinsamkeiten aufweisen. Leicht lässt sich die Incarvillea mit den Zimmergloxinien (Sinningia speciosa) verwechseln. Hier besteht eine ähnliche Optik. Allerdings sind es Pflanzen verschiedener Gattungen, von denen die Zimmergloxinien nicht winterhart sind. Auch sind die Freilandgloxinien als Gartengloxinien, winterharte Gloxinien oder Chinesische Trompetenblumen bekannt.

Blatt

Das Laub der sommergrünen Incarvillea ist dunkelgrün, unpaarig gefiedert und gezähnt.

Blüte

In Weiß, Rosa oder Pink und mit gelbem Schlund schmeicheln die trompetenartig geformten Blüten von Mai bis Oktober den Augen des Betrachters. Sie haben einen Durchmesser von bis zu acht Zentimeter und stehen waagerecht am kräftigen, leicht bogigen Spross. Typisch für die Gattung Incarvillea ist ein fünfspaltiger Kelch sowie eine röhrenförmige Krone, versehen mit fünf ungleichen Einschnitten. Die vier Staubfäden sind unterschiedlich lang. Die Narbe besteht aus zwei Blättchen.

Frucht

In einem zweifächerigen schotenförmigen Samenbehälter befinden sich mehrere häutig-geflügelte Samen.

Wuchs

Bei den Incarvillea-Arten handelt es sich um horstig wachsende Pflanzen. Sie erreichen eine Höhe und Breite von 20 bis 60 Zentimeter.

Standort

Freilandgloxinien zeigen einen mittleren bis hohen Lichthunger und gedeihen prächtig in sonnigen bis halbschattigen Lagen. In humosem, feuchten Gartenboden fühlen sich die krautigen Pflanzen am wohlsten. Ein neutraler bis leicht saurer Boden ist ideal. Einige Arten kommen gut auf kalkhaltigen Böden zurecht.

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet der zur Gattung Incarvillea zählenden Arten erstreckt sich von Zentralasien bis China. Sie wachsen dort in Höhen von bis zu 3900 Metern auf grasigen Hängen.

Nutzung

Die aus Asien stammenden Pflanzen haben eine gute Winterhärte und einen geringen Pflegeaufwand. Das macht sie zu gern eingesetzte Kulturen in Blumenbeeten, Rabatten und Steingärten unserer Gärten. Auch in Kübeln auf dem Balkon oder der Terrasse machen die Incarvillea-Arten eine gute Figur. In Sträußen sind die Blüten ein dekoratives Element. Da ihre Knolle Geruchsstoffe absondert, die auf Wühlmäuse und andere Nager abschreckend wirken, nutzen Gärtner die Pflanze gerne als Maulwurf-Schreck.

Pflege/Schnitt

Sobald die letzten Fröste im Mai vorüber sind, finden die Freilandgloxinien ihren Platz im Garten. Liegen mit ausreichender Feuchtigkeit und lockerer Erde gute Bedingungen vor, zeigen sie sich extrem genügsam. Ein regelmäßiges Wässern des Wurzelballens ist in trockenen Perioden unerlässlich. Staunässe ist zu vermeiden. Empfehlenswert ist eine dicke Mulch-Schicht, die den Boden vor schnellem Austrocknen schützt.

Alternativ zur einmaligen Kompostgabe im Frühjahr, ist die Verwendung eines Langzeitdüngers in Form von Blaukorn oder Hornspänen. Ein regelmäßiges Entfernen des Verblühten regt die Incarvillea bis zum Herbst zur wiederholten Blüte an. Nach dem Absterben aller oberirdischen Pflanzenteile im Spätherbst, sind diese rund fünf Zentimeter über dem Boden abzuschneiden. Zur Überwinterung ist es ratsam, die zwar winterharte Wurzel mit Laub oder Kompost zu bedecken, um sie gegen zu starke Fröste zu schützen.

Krankheiten/Schädlinge

Fraßspuren an den Trieben lassen auf einen Befall durch Schnecken schließen. Sinnvoll ist in diesem Fall das Entfernen der Schädlinge am Abend. Auch der Einsatz von Nützlingen wie beispielsweise Fadenwürmern oder das Ausbringen von Schneckenkorn erweist sich als hilfreich. Als präventive Maßnahme gilt regelmäßiges Harken. Das lockert den Boden auf und erschwert den Schnecken das Erreichen der Pflanze. Gelbe Blätter sind das Ergebnis einer faulen Wurzelknolle infolge von Staunässe. Mit der Zugabe von Sand und Kompost lässt sich die Bodenqualität verbessern.

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