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Eigenschaften

  • starke Rhizombildung
  • aufrecht wachsend, bis ein Meter
  • grüne und rötliche Blätter
  • stammen aus tropischen Regionen
  • nicht ausreichend winterhart

Imperata

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Die Gattung Imperata (bot. Imperata) umfasst krautige und ausdauernde Pflanzen. Sie sind einkeimblättrige Bedecktsamer und zählen zu den Blütenpflanzen. Als Teil der Commeliniden gehören sie zur Basisordnung der Monokotyledonen. Sie bilden einen Teil der Familie Süßgräser (Poaceae) in der Ordnung Süßgrasartige (Poales).

Süßgräser gliedern sich in mehrere Unterfamilien. Die Unterfamilie Panicoideae ist die engere Verwandtschaft zur Gattung. Tribus Andropogoneae der Unterfamilie enthält die Gattung Imperata Cirillo. Die Gattung Imperata ist klein. Sie bildet sich aktuell aus Imperata cylindrica in drei definierten Varietäten. Sie stammen von verschiedenen Kontinenten. In Gebrauch waren unterschiedliche Synonyme. Die Auflistung entspricht der neuen Pflanzensystematik von 2009, die durch die Angiosperm Phylogeny Group veröffentlicht wurde.

Blatt

Die Pflanze besitzt Laubblätter aus Blattspreite und Blattscheide sowie Blatthäutchen. Die Blatthäutchen (Ligula) sind Nebenblätter und zeichnen Süß- und Sauergräser aus. Sie wachsen ein bis zwei Millimeter lang. Die Blattscheide, das am Stiel ansetzende untere Ende der Blattspreite, hat kahle oder behaarte Ränder. In Nähe der Pflanzenbasis sind die Blattscheiden faserig.

Die Blattspreiten sind steif, aufrecht, flach oder eingerollt. Die Länge liegt zwischen zwanzig und über einhundert Zentimeter. Ihre Breite beträgt durchschnittlich acht Millimeter oder maximal zwei Zentimeter. Blattspreiten in Nähe der Pflanzenbasis haben ein bis drei Zentimeter Breite. Der Spreitengrund ist gerade oder verschmälert und besitzt eine lange, zugespitzte Spitze. Meistens haben sie Blattspreiten mit scharfen, harten und Rändern mit kleinen Zähnen. Die helleren Hauptadern liegen außerhalb der Blattmitte und richten sich zu einer Seite aus. Grün ist die Hauptfärbung der Blätter.

Blüte

Die Pflanzen bilden rispenartige Blütenstände, die zwischen sechs und zwanzig Zentimeter lang sind. Sie besitzen viele Haare und wirken dadurch seidig und weiß. Imperata besitzen kleine Ährchen. Sie sind zwischen zweieinhalb und sechs Millimeter lang. Sie haben eine Hüllspelze. Lange seidige Haare zeichnen sie als besonderes Merkmal aus. Sie sind manchmal dreimal so lang wie die Spelze. Die Deckspelzen unterscheiden sich. Die untere und obere Deckspelze sind kleiner als die Hüllspelze und sie sind bewimpert. Beide haben eine eiförmige bis lanzettliche Form. Die Vorspelze ähnelt der Deckspelze. Ihre zwei Staubbeutel haben eine Länge von zwei bis vier Millimeter. Auffälliges Merkmal sind die Narben mit rötlich-purpur bis schwarzer Färbung. Sie halten sehr lange. Die Hauptblütezeit und die Fruchtreife liegen in den Monaten zwischen April und August.

Frucht

Bei Gräsern entstehen einsamige Schließfrüchte. Sie sind nussähnlich und bilden sich aus oberständigen weiblichen Blütenteilen, dem Gynoeceum. Die Frucht gehört zu den Körnerfrüchten und nennt sich botanisch Karyopse.

Wuchs

Imperata erreichen eine Höhe von fünfundzwanzig Zentimeter und teilweise über einen Meter. Sie bilden Rhizome mit einer schuppigen Oberfläche. Der robuste Wurzelstock hat eine große Reichweite. Die Wurzeln dringen bis zu über einen Meter in den Boden. Bei lockeren Sandböden reichen die Wurzeln bis zu vierzig Zentimeter tief. Die Halme haben einen Durchmesser zwischen eineinhalb und drei Millimeter. Sie sind kahl oder mit Bart und stehen einzeln oder zu mehreren zusammen.

Standort

Die Pflanzen wachsen auf unterschiedlichen Standorten. Sie besiedeln Straßenränder, Baustellen oder großräumige Holzeinschlaggebiete in ihren Heimatländern. Arten von Imperata wachsen in feuchten oder trockenen Kiefernwäldern. Sie bauen rasch einen breiten Bestand auf, in dem andere Pflanzen keinen Platz finden.

Verbreitung

Imperata haben ihre Heimat in unterschiedlichen Regionen auf verschiedenen Kontinenten. Sie stammen aus dem östlichen und südlichen Afrika. Sie kommen aus tropischen Zonen. Sie haben sich auf Mikronesien, in Australien oder in Indien entwickelt. In Ostasien und Südostasien sind sie ebenfalls Zuhause. Imperata cylindrica ist in vielen Ländern als invasive Pflanze verbreitet. Das Gras entzündet sich leicht. Die Samen verbreiten sich nach den Feuern durch den Wind.

Nutzung

Die Spezies sind zur Reduzierung der Bodenerosion und zur Befestigung neuer, locker aufgeschütteter Böschungen im Einsatz. In klimatisch günstigen Zonen tragen bunte Züchtungen der Art zu einem farbigen Pflanzenbild bei. Gut eignet sich eine lockere Flächenbepflanzung mit verschiedenen Sorten. Sehr rasch bildet sich eine geschlossene Pflanzendecke.
Eine wesentliche Funktion hat das Gras für die Medizin. Seine Inhaltsstoffe befinden sich in verschiedenen adstringierenden Produkten, wie dem Alaunstift. Überwiegend sind die Bestandteile von Imperata in der chinesischen Medizin im Einsatz.
Imperata ist als Ziergras, vor allem in buntlaubigen Sorten mit flammend roten Blättern, beliebt. Die Züchtungen bleiben in der Wuchshöhe mit maximal fünfzig Zentimeter niedriger als die Arten. Ihre Attraktivität ziehen die Arten aus den silbrigen Blütenrispen.

Pflege/Schnitt

Imperata haben nur eine geringe Frosthärte. Sorten von Imperata wachsen auf humosen, durchlässigen Böden. Die Arten gedeihen auf sandiger und magerer Erde. Die Bodenansprüche gelten für Freiland wie für Kübel. Im Freiland sind Wurzelsperren gegen eine ungebremste Ausbreitung notwendig. Der Standort soll sonnig bis maximal halbschattig und warm sein.

In Mitteleuropa benötigt das Gras etwas Pflege. Junge Pflanzen brauchen regelmäßig Wasser. Es darf keine Staunässe entstehen. Mulchen ist hilfreich. In milden Lagen bekommen die Pflanzen nur im ersten Jahr Winterschutz. Bei raueren Standorten ist regelmäßiger Schutz durch Reisig und Laub notwendig. Bei Kübelpflanzen schützen Wärmefolie und Jute vor allem Wurzelballen und Wurzelhals. Eine Überwinterung an einem geschützten Platz ist zusätzlich notwendig. Ein Schnitt der Halme erfolgt im Frühjahr.

Krankheiten/Schädlinge

Überwiegend buntlaubige Sorten sind frostgefährdet. Vor Tieren schützt sich Imperata durch seine geringen Nährstoffe, sehr spitze Blätter und harte, mit Zähnen besetzte Blattränder.

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