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Eigenschaften

  • schnell wachsend
  • viele kleine, weiße Blüten
  • pflegeleicht und robust
  • teppichartiger Wuchs
  • meist ganzjährig wirkungsvoll

Hornkräuter

Gattung Cerastium ab €2.70 kaufen
     
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Die Hornkräuter (bot. Cerastium) bilden eine Gattung innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae), auch wenn sie der bekannten Nelke aus dem Blumenladen wenig ähneln. Diese zarten, weißblühenden krautigen Pflanzen besitzen ihren eigenen Charme.

Der Name der Hornkräuter bezieht sich auf die häufig hornartig gekrümmten Kapselfrüchte der Cerastien. Zu der 1753 von Linné aufgestellten Gattung Cerastium gehören rund 100 Arten. Durch ihr unkompliziertes Wesen sind die hübschen Hornkräuter weit verbreitet und als Zierpflanze in Parks oder Gärten beliebt. Die feingliedrigen Cerastien sind ein Blickfang im Steingarten und eignen sich für nährstoffärmere Böden. Zudem ist diese Gattung durch ihre vielen Blüten bienenfreundlich und hilft bei der Erhaltung des biologischen Gleichgewichts im eigenen Garten.

Blatt

Die vielen kleinen Blätter stehen paarweise am aufrechten oder liegenden Stängel der Cerastien. Meist ist der Stängel rund, bei vielen Arten behaart. Die Blattspreite der Hornkräuter ist linealisch, elliptisch oder auch eiförmig.

Blüte

Charakteristisch für die Gattung der Hornkräuter sind ihre weißen Kronblätter. Die vier bis fünf Kronblätter sind tief ausgerandet und bis zur Mitte gespalten. Meist sind fünf Griffel vorhanden, seltener drei, vier oder auch sechs. Die Blüten der Cerastien sind radiärsymmetrisch und zwittrig. Umschlossen sind die Blüten der Hornkräuter von meist fünf behaarten, freistehenden Kelchblättern.
Selten stehen die Blüten einzeln, häufiger sind endständige, zymöse Blütenstände (Dichasien) zu finden. Hierbei verzweigt sich die Sprossachse in zwei gleichwertige Seitensprosse. Die Blütezeit der meisten Arten liegt zwischen Juli und August, bei einigen Arten hält bis zum Schneefall an.

Frucht

Die aufspringenden kleinen, rundlichen Kapselfrüchte sind an der Spitze zehnzähnig. Damit haben sie die doppelte Anzahl an Zähnen wie die Griffel. Diesen gekrümmten Früchten verdankt die Gattung der Hornkräuter ihren Namen. In den zylindrisch oder länglichen Kapseln befinden sich zahlreiche kugelige oder nierenförmige Samen mit warziger Samenschale.

Wuchs

Die Arten der Hornkräuter sind niedrige und kriechende Pflanzen, die am unteren Teil stark verzweigt wachsen. Sehr hoch wachsen sie nicht, eignen sich besser für den Flächenbewuchs. Cerastien wachsen schnell und verbreiten sich am gewünschten Standort. Ihr teppichartiger Wuchs macht sie als Bodendecker wirkungsvoll. Sie bilden in der Regel dünne Pfahlwurzeln, die ausdauernden Arten Rhizome, die an den Knoten Wurzeln bilden.

Standort

Die unkomplizierten Hornkräuter stellen keine besonderen Ansprüche an ihr Umfeld. Sie wachsen an trockenen und sandigen Standorten, wie Wegrändern oder in Dünen. Damit bietet sich diese Pflanzengattung für karge Böden an. Durch ihren schnellen Wuchs und mit ihren feingliedrigen und zarten Blüten, verwandelt sie ihre Umgebung in einen attraktiven Blickfang. Hornkräuter bevorzugen sonnige Standorte mit durchlässigen Böden.

Verbreitung

Das genügsame Hornkraut ist auf der ganzen Welt zu finden. Manche Arten leben bis in die Höhenlagen von bis zu 3900 Metern. Hauptsächlich ist diese Gattung in gemäßigten bis kühleren Regionen zu Hause. So ist sie vor allem in Europa, im gemäßigten Asien und in Nordamerika anzutreffen. Auch in Deutschland finden sich zahlreiche Arten, beispielsweise das Ackerhornkraut (Cerastium arvense).

Nutzung

Die zarten Hornkräuter sind als Zierpflanze in Parks oder Gärten dank ihrer pflegeleichten Eigenschaft häufig anzutreffen. Sie sind beliebte Bodendecker und eignen sich durch ihre Genügsamkeit und ihr schnelles Wachstum als Steingartenpflanze oder zur Flächenbegrünung hervorragend. Hierbei findet vor allem das Filzige Hornkraut (Cerastium tomentosum) Verwendung. Auch beim Anlegen von Trockenmauern oder Böschungen bieten sie eine ideale Grundlage. Vielen Aquarienhaltern ist die Gattung der Hornkräuter bekannt. Das Gemeine Hornkraut übernimmt eine wichtige Funktion für das biologische Gleichgewicht im Aquarium. Es nimmt überschüssigen Nährstoffe auf, wirkt Algen entgegen und bringt viel Sauerstoff in das Aquarium.

Pflege/Schnitt

Durch seine sehr genügsame und anpassungsfähige Lebensform, ist das Hornkraut den unkomplizierten pflanzlichen Zeitgenossen zuzuordnen. Es Bedarf keiner besonderen Pflege um diese hübschen Pflanzen zum Blühen zu bringen. Auch nährstoffärmere Bereiche lassen sich im Handumdrehen begrünen. Neben dem Gießen und Wässern reicht ein regelmäßiger Rückschnitt.

Krankheiten/Schädlinge

Hornkräuter sind im Allgemeinen nicht anfällig für Krankheiten oder Schädlinge, die zählen zu den widerstandsfähigen Pflanzen.

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