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Eigenschaften

  • heilkräftig
  • pflegeleicht
  • lange Blütezeit
  • winterhart
  • mehrjährig

Herzgespann

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Herzgespann (bot. Leonurus), als Bärenschweif, Löwenschwanz oder Mutterwurz bekannt, bildet eine Gattung innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Botaniker kennen zwei Unterarten. Die Merkmale der Stängel und Blätter sind wesentlich für die Unterscheidung in "Gewöhnliches Echtes Herzgespann" und "Zottiges Echtes Herzgespann".

Seit dem Altertum kennen Menschen die heilende Wirkung des Herzgespanns bei Magenleiden. Im Mittelalter entdeckten sie den Nutzen der Pflanze bei Herzleiden. Von ihrer Wirkung auf das Herz kommt die Bezeichnung Herzgespann. Der Wortteil Gespann ist heute nicht mehr geläufig. Das Wort lässt sich mit einem Fuhrwerk verbinden. Allerdings hat es nichts mit einem Ochsen- oder Pferdegespann zu tun. Gespann stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet Krampf. In der lateinischen Bezeichnung Leonurus steckt der Begriff Leo für Löwe. Die Stängel mit den Blütenständen erinnern, wenn sie sich im Wind bewegen, mit ein wenig Fantasie an den Schwanz eines Löwen. In der frühen Neuzeit geriet Herzgespann in Vergessenheit. Pflanzenkundler und Hobbygärtner entdeckten das Kraut erneut in moderner Zeit. Als Zier- und Nutzpflanze war und ist Herzgespann in Bauern- und Klostergärten beliebt. Wer den Tanz der Hummeln in seinem Garten liebt, pflanzt das herrliche Herzgespann. Die kleinen, brummenden, schwarz-gelben Insekten suchen das Kraut während seiner rund fünfmonatigen Blütezeit gerne auf.

Blatt

Gegenständig sitzen die Laubblätter mit Stiel an einem hohlen, vierkantigen, behaarten Stängel. Die Blätter wachsen in Etagen. Sie vermindern zum Ende des Stängels hin, im Bereich der Blüten, ihre Länge. Die Blätter erscheinen mittel- bis dunkelgrün und sind unterseits behaart. Diese Behaarung fühlt sich wie ein weicher Flaum an. Die Blattspitzen stehen ab. Der Umriss der Blätter ist handförmig und drei- bis siebenspaltig.

Blüte

Die Blüten erscheinen als Scheinquirle und setzen an den Blattachseln der oberen Blätter an. Die Einzelblüten bestehen aus jeweils drei unteren Blättern. Diese Blütenblätter sind braun gefärbt oder rot gesprenkelt. Darüber sitzt ein gebogenes Blatt, das außen weiß behaart ist. Es erscheint in hellen Rottönen. Die zusammengesetzten Blütenblätter haben eine doppelte Hülle. Herzgespann beginnt Ende Mai, spätestens im Juni, zu blühen. Im September endet die Blütezeit.

Frucht

Die Frucht des Herzgespanns ist eine Spaltfrucht. Jeweils vier kleine, pyramidenförmige oder tetraedische, braune Nüsschen bilden die Teilfrüchte der Spaltfrucht.

Wuchs

Echtes Herzgespann wächst krautig, seine oberirdischen Triebe sterben nach der Blüte ab und bilden keine verholzenden Enden. Der unterirdische Wurzelstock, das Rhizom, ist kurz und verholzt. Das Kraut lässt sich durch Wurzelteilung vermehren oder aus Samen ziehen. Die Pflanzen der Gattung Herzgespann erreichen eine Höhe von 30 bis 120 Zentimetern. Sie benötigen in der Breite bis zu einem halben Meter Platz. Zur Förderung des Wuchses setzt der Hobbygärtner in der Nachbarschaft gerne Eibisch, Fenchel, Sonnenhut oder Steinklee ein.

Standort

Herzgespann gedeiht auf Böden, die locker-humos, lehmig-tonig und reich an Stickstoff sind. Auch an Mauern und Zäunen ist ein schöner Standort. Die Pflanze benötigt einen sonnigen bis weniger schattigen Bereich.

Verbreitung

In Skandinavien, in Mitteleuropa und bis nach Zentralasien ist die Gattung Herzgespann verbreitet. In Nordamerika existiert eine verwilderte Form des Krautes.

Nutzung

Die Pflanzenteile dienen als Mittel bei Herzleiden, als Stärkungsmittel bei Nervosität und Unruhe. Auch bei Schilddrüsenüberfunktion oder Beschwerden in den Wechseljahren ist die Pflanze im Einsatz. Die Ernte von Teilen der Stängel, von Blättern und Blüten erfolgt während der Blütezeit. Tee oder Aufguss, Tropfen oder Kapseln sind die im Handel erhältlichen Formen des Heilkrautes.

Pflege/Schnitt

Herzgespann benötigt keine großen Wassergaben. Das Kraut verträgt keine Staunässe. Nur nach Bedarf sind Rückschnitte erforderlich. Nach der Blütezeit oder vor dem neuen Austrieb im nächsten Frühjahr entfernt der Gärtner die abgestorbenen Triebe.

Krankheiten/Schädlinge

Gelegentlich befällt Echter Mehltau die Pflanzen des Herzgespanns. Dieser Pilzrasen bildet sich bei trockenen, warmen Bedingungen auf der Pflanzenoberfläche.

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