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Eigenschaften

  • winterharte Fächerpalmen
  • pflegeleicht und robust
  • bilden große Blüten- und Fruchtstände
  • wachsen bis zwölf Meter hoch
  • unverzweigte Stämme

Hanfpalmen

Gattung Trachycarpus ab €22.30 kaufen
     
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Die Trachycarpus, zu deutsch Hanfpalmen, sind eine im asiatischen Raum heimische Gattung von winterharten Fächerpalmen. Sie sind kleine bis mittelgroße Palmen, wachsen solitär und besitzen einen kahlen Stamm. In unseren Breiten sind einige Trachycarpus-Arten beliebte Zierpflanzen und verbreiten exotisches Flair.

Es gibt insgesamt zehn Arten der Gattung der Hanfpalmen (bot. Trachycarpus). Der Gattungsname ist von den altgriechischen Begriffen trachus für rau und karpos für Frucht abgeleitet. Er bezieht sich auf die unregelmäßig geformten Früchte. Der Ursprung des deutschen Namens geht auf die festen Fasern der Blätter zurück. Wahrscheinlich ist die Gattung Trachycarpus monophyletisch. Das heißt, alle Arten entspringen einer einzigen Stammart.

Blatt

Die Blätter der Hanfpalmen sind geformt wie Wedel oder Fächer und gefaltet. Sie verbleiben nach ihrem Absterben an der Pflanze. Sie zerfallen in grobe bis feine Fasern. Der Stiel der Blätter ist lang und schmal, an seiner Oberseite leicht gerundet und flach. An seiner Unterseite ist er kantig oder gerundet. Der Blattstiel besitzt an seinen Rändern kleine Zähne, manche Arten sind unbewehrt.

Blüte

Eine Trachycarpus-Blüte besteht aus drei verbundenen, dreieckigen und kahlen Kelchblättern sowie drei deutlich längeren Kronblättern. Die Blüte besitzt sechs fleischige Staubblätter, drei haarige Fruchtblätter und einen kurzen Griffel. Einzelne oder kleine Gruppen von Blüten stehen spiralig an den Achsen der großen Blütenstände. Die Blütenstände sind reich verzweigt, leuchtend gelb bis grünlich gefärbt und wachsen einzeln zwischen den Blättern. Sie sind gebogen, seltener aufrecht.

Frucht

Die Früchte entwickeln sich aus einem Fruchtblatt. Sie sind purpur bis schwarz und je nach Art nierenförmig bis länglich geformt. Eine Seite ist leicht gefurcht. Ihre Haut (Exokarp) ist dünn und haarig. Reife Früchte besitzen eine kahle Haut. Der enthaltene Samen entsprechend der Frucht geformt. Abhängig vom Standort gibt es mehrere Blütezeiten im Jahr.

Wuchs

Dekorative, sattgrüne Wedel umgeben einen unverzweigten Stamm. Hanfpalmen erreichen im Alter eine Höhe von bis zu zwölf Metern. Die Palmen wachsen ebenfalls im Kübel zu stattlichen Ausmaßen. Der Stamm ist mit zunehmendem Alter der Pflanze von ausdauernden, fasrigen und abgestorbenen Blättern umgeben.

Standort

Trachycarpus-Arten stehen am liebsten ganzjährig hell. Sie bevorzugen keinen direkten Sonnenschein. In den Monaten Mai bis September fühlen sie sich als Kübelpflanze in unseren Breiten im Freien wohl, beispielsweise auf einer Terrasse. Trachycarpus vertragen, für Palmen überraschend, leichten Frost. Bevor die Fröste zunehmen, bevorzugen sie einen Standortwechsel in ein nicht zu warmes, kältegeschütztes Winterquartier. Bleibt die Palme im Winter draußen, ist es wichtig, bei andauernden Temperaturen unter dem Gefrierpunkt die Wurzeln sowie das Palmenherz zu schützen.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet von Trachycarpus erstreckt sich vom Himalaya hinunter über Nord-Thailand bis nach Vietnam und China. Die Chinesische Hanfpalme (bot. Trachycarpus fortunei) ist eine der kältehärtesten Palmen und ist auf den britischen Inseln winterhart. In den milderen Gegenden der Schweiz gilt diese einst ausgesetzte Zierpflanze als invasive Art. Sie bedroht einheimische Gehölze und Bäume. Sie trägt wegen diesem Umstand den Beinamen Tessiner Palme.

Nutzung

In Mitteleuropa kommt die Art Chinesische Hanfpalme als Zierpflanze vor. In ihrer Heimat dienen die Stämme von Trachycarpus zum Herstellen robuster Pfosten. Aus den Fasern der Stämme und Blattscheiden entstehen dort Bürsten, Seile oder gar Regenmäntel. Die Samen gelten in der Volksmedizin als krebsheilend.

Pflege/Schnitt

Trachycarpus-Arten sind robust und pflegeleicht, ein nährstoffreicher Boden ist vorteilhaft. Sie bevorzugen einen gleichmäßig feuchten Wurzelballen. Im Winter brauchen die Palmen weniger Wasser. Dabei darf die Erde nicht komplett austrocknen. Bei Nährstoffmangel bilden die Pflanzen gelbe, vertrocknete Blätter. Im Wachstumszeitraum von März bis September, empfiehlt es sich, diese Palmen für optimalen Wuchs eine monatlich zu düngen. Die Pflanze verträgt das Abschneiden von gelben Blattspitzen oder ganzen vertrockneten Wedeln. Vertrocknete Wedel verbleiben ohne Schnitt am Stamm der Palme.

Krankheiten/Schädlinge

Hanfpalmen sind robust und unanfällig gegen Krankheiten oder Schädlinge. Selten tritt Befall durch Schildläuse, Thripse oder Spinnmilben auf.

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