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Eigenschaften

  • als Mammutblatt bekannt
  • Blätter wachsen auf mehrere Meter
  • mehrjährige Stauden
  • nicht vollständig winterhart
  • brauchen feuchte Böden und Wärme

Gunnera

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Gunnera (bot. Gunnera) ist die einzige Pflanzengattung innerhalb der Familie der Gunneraceae, die zur Ordnung der Gunnerales gehört. Die Gunnera ist ein riesiges Staudengewächs, das auch unter dem Namen Mammutblatt bekannt ist. Die Staude verfügt über riesige und spektakuläre Blätter, die trotz der ähnlichen Blätter nicht mit der Rhabarberpflanze verwandt ist.

Die Gunnera ist eine beliebte Zierpflanze in Botanischen Gärten oder großen Parks. Allerdings ist die Staude nicht ganz winterhart. Die ausdauernde und krautige Pflanze wächst in wilder Form auf der Südhalbkugel. Die erste wissenschaftliche Beschreibung der Gattung Gunnera stammt aus dem Jahr 1767 von dem schwedischen Naturforscher Carl von Linné. Zur Gunnera-Gattung zählen 63 Arten und weitere sechs Untergattungen. Der Gattungsname ehrt den norwegischen Bischof und Botaniker Johan Ernst Gunnerus.

Blatt

Das Besondere der Staude sind ihre prächtigen Blätter. Diese sind grün und rhabarberähnlich gelappt. Die einfachen Laubblätter besitzen lange, grundständige Stiele. Bei einigen Arten werden sie mehrere Meter lang. Es gibt jedoch auch Gunnera-Arten mit kleinen Laubblättern. Die Blätter der neuseeländischen Art Gunnera albocarpa entwickeln sich auf bis zu zwei Zentimeter Länge. Bei der südamerikanischen Gunnera magellanica erreichen die Blätter Längen von bis zu neun Zentimetern. Beides sind jedoch Ausnahmen. Die imposanten Blätter besitzen eine raue, runzelige Oberfläche, Charakteristisch sind die tief eingeschnittenen Blattmuster. Einige Arten weisen außerdem weiche Stacheln an den Blattstielen auf.

Blüte

Die Laubblätter und die Blütenstände der Gunnera-Pflanzen sind faszinierend. Die Blüten erscheinen in unseren Breiten zwischen Mai und Juli. Sie sind verzweigt und kegelförmig. Die Blütenstände setzen sich aus vielen zwittrigen Blüten zusammen. Sie besitzen meist drei Kelch- und zwei Kronblätter, außerdem zwei Staubblätter und ebenso viele Fruchtblätter. Die Blütenfarbe changiert zwischen hellbraun und grün. Zuweilen sind die Blütenstände durch die großen Laubblätter verdeckt.

Frucht

Nach der Blüte entwickelt sich bei Gunnera-Pflanzen ein braun-grüner Fruchtkolben.

Wuchs

Die Gunnera-Pflanzen sind mächtige, starkwüchsige Stauden. Sie wachsen artabhängig bis über drei Meter hoch. Die Gunneras leben in einer Symbiose mit den Cyanobakterien aus der Gattung Nostoc, die für das Fixieren des Stickstoffs sorgen.

Standort

Die Pflanzen aus der Gattung Gunnera wachsen auf feuchten Böden in warmen und sonnigen bis halbschattigen Landschaftsräumen mit hoher Luftfeuchtigkeit. Sie kommen in freier Natur vorwiegend an Bach- oder Teichrändern sowie in Mooren vor. Die attraktiven Stauden bevorzugen einen tiefgründigen und nährstoffreichen Boden.
Da sie nicht winterhart sind, benötigen Gunneras in unseren Breiten einen Winterschutz aus Torf- oder Mulch oder Noppenfolie. Im Herbst sterben die oberen Pflanzenteile ab. Tun sie das nicht, erfolgt ein bodennaher Rückschnitt.

Verbreitung

Gunnera-Pflanzen wachsen hauptsächlich auf der Südhemisphäre von den Tropen bis in die gemäßigte Zone. Die Vorkommen reichen vom südlichen Pazifik über Afrika bis nach Madagaskar. Als Neophyten wachsen die Mammutblätter heute an Straßenrändern im Südwesten Irlands.

Nutzung

Einige Gunnera-Arten sind aufgrund ihrer spektakulären Riesenblätter beliebte Zierpflanzen in Parkanlagen. Die Art Gunnera perpensa aus Südafrika ist für medizinische Zwecke bei Hautkrankheiten innerlich sowie äußerlich von Nutzen. Auch zum Gerben von Leder oder für die Herstellung von schwarzem Farbstoff sind einige Arten in Gebrauch.

Pflege/Schnitt

Die Entwicklung der Gunnera-Pflanzen lässt sich in unseren Breiten verbessern. Dazu reicht es aus, sie in trockenen Phasen oder bei höheren Temperaturen ab mittags mit feinen Wasserstrahlen oder Wassernebeln zu besprühen. Dieser Vorgang sorgt für die benötigte Feuchte in Luft und Boden.

Krankheiten/Schädlinge

Spezielle Krankheiten oder Schädlinge sind bei der Gattung Gunnera nicht bekannt.

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