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  • Ordnung: Gunnerales
  • Familie: Gunneraceen
  • Gattung: 1 Eintrag
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Eigenschaften

  • kleine Pflanzenfamilie mit lediglich einer Gattung
  • mehrjährige Stauden mit teils riesigen, teils kleinen Blättern
  • hauptsächlich auf der Südhalbkugel verbreitet
  • manche Arten sind beliebte Zierstauden
  • bilden Symbiose mit Blaualgen (Cyanobakterien)

Gunneraceen

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Bei der Pflanzenfamilie der Gunneraceen (botanisch Gunneraceae) handelt es sich um eine Familie von Blütenpflanzen, die eng mit der Familie der Myrothamnaceae verwandt sind und gemeinsam mit dieser die Ordnung Gunnerales bilden. Gunneraceae besteht aus der einzigen Gattung Gunnera mit 63 bekannten Arten.

Gemäß dem APG II-System von 2003 werden die verschiedenen Arten der Gunneraceen der Ordnung Gunnerales zugeordnet. Damit besteht die Familie aus einer oder zwei Gattungen, Gunnera und, optional, Myrothamnus, letztere gegebenenfalls getrennt als eine eigene Familie, Myrothamnaceae. Dies stellt eine Änderung gegenüber dem APG-System von 1998 dar, das zwei getrennte Familien fest anerkennt. Die Mitglieder von Gunneraceae (63 Arten) und Myrothamnaceae (2 Arten) sehen auf den ersten Blick sehr unterschiedlich aus, haben jedoch eine ähnliche Anatomie bis hin zu Details, die nur unter Verwendung eines Elektronenmikroskops gezeigt werden.

Blatt

Gunneraceae sind für ihre im Durchmesser bis zu zwei Meter großen, stark gestielten Blättern bekannt, weshalb sie sich auch als Mammutblatt bezeichnet finden. Viele Arten sind jedoch viel kleiner und weniger beeindruckend als der gewöhnlich kultivierte Gunnera manicata, der nicht mit dem, optisch ähnlichen, essbaren Rhabarber (bot. Rheum rhabarbarum) verwandt ist.

Die rhabarberähnlichen Blätter weisen typischerweise gezahnte oder gezackte Ränder, Nebenblätter oder sattelähnliche Wucherungen auf. Zudem sind die Blätter häufig handförmig geädert; mit sekundären Venen, die von der Basis ausgehen. Die Form der Blätter ist oft herzförmig oder keilförmig.

Blüte

Die Blüten sind unscheinbar, sehr klein und hellgrün gefärbt. Sie sitzen meist an einem kolbenförmigen, trauben- oder rispenartigen Blütenstand, der bis zu einen Meter groß werden kann. Hier finden mehrere tausend Blüten Platz. Sie sind zudem meist einhäusig bzw. eingeschlechtlich (monözisch) und damit in der Lage, sich selbst zu bestäuben. Es gibt jedoch auch zweihäusige Arten.

Frucht

Nach der Blüte entwickeln sich fleischige oder nicht fleischige, rötlich-grün gefärbte Fruchtstände, in denen sich zahlreiche kleine, runde Früchte befinden. Meist handelt es sich um Steinfrüchte oder Nüsse, wobei die Steinfrüchte je einen Kern beinhalten. Der in den Samen enthaltene Embryo ist sehr klein.

Wuchs

Gunneraceae sind große, mehrjährige Stauden, die eine axiale Anatomie aufweisen und als Speicherorgane Rhizome oder Stolonen (Ausläufer) bilden. Je nach Art werden Gunneraceen bis zu vier Meter groß bzw. breit. Es fehlt eine sekundäre Verdickung und damit ein Stamm.

Verbreitung

Gunneraceen sind ausschließlich auf der südlichen Erdhalbkugel beheimatet und stammen zu einem großen Teil aus Südamerika, vornehmlich Brasilien und Chile, kommen aber auch in Malaysia, Australien, Papua-Neuguinea und Madagaskar vor. In Mitteleuropa wird insbesondere das "Mammutblatt", Gunnera manicata, in Parks und größeren Gärten als Zierstaude kultiviert.

Nutzung

Manche Arten der Pflanzenfamilie werden in der ganzen Welt als Zierpflanze kultiviert, sind allerdings nur bedingt winterhart und müssen daher mit einem leichten Winterschutz bedeckt werden.
Andere Arten wiederum enthalten sehr viele Gerbstoffe, vornehmlich in den Wurzeln, weshalb diese traditionellerweise zum Gerben von Leder sowie zum Färben von Stoffen und Kleidung (schwarz) genutzt werden.

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