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Eigenschaften

  • robust und wenig pflegeintensiv
  • in Australien heimisch
  • raschwachsende Sträucher oder Bäume
  • auffällige und dekorative Blätter und Blüten
  • vertragen keine direkte Sonneneinstrahlung

Grevilleen

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Die Grevilleen (Grevillea) stellen eine Pflanzengattung in der Familie der Silberbaumgewächse (Proteaceae) innerhalb der Ordnung der Silberbaumartigen (Proteales) dar. Die Gattung ist in Australien und Neukaledonien beheimatet und umfasst rund 250 Arten.

Grevilleen sind im deutschsprachigen Raum als Silbereichen bekannt. Die Bäume und Sträucher der Gattung erfreuen sich vor allem wegen ihrer Blüten großer Beliebtheit. Die dekorativen Blütenstände stellen einen attraktiven Farbakzent in Blumensträußen dar. Ihre Zweige dienen im Blumenarrangement auch als Bindegrün. Die Pflanzen selbst sind robust und wenig pflegeintensiv. In vielen Büros gelten Grevilleen als ein schönes Highlight zur Dekoration von Räumen. Die bekannteste Art der Gattung ist die Australische Silbereiche (Grevillea robusta). Der schnellwüchsige Baum mit seinen farnartigen Blättern und leuchtend gelborangenen Blüten findet sich in unseren Breiten häufig als Zimmerpflanze oder Zierbaum zum Begrünen von Innenräumen und in Wintergärten.

Blatt

Die Laubblätter der Grevilleen besitzen artabhängig einen Stiel oder sind ungestielt. Ihre einfache Lamina (Blattspreite) ist glatt oder gezähnt, oder fiedrig mit bis zu drei Fiedern. Der Rand der Blätter zeigt sich flach bis leicht zurückgebogen. Die Blätter der Silbereichen weisen eine Parallel-, Fieder- oder Netznervatur auf. Die Blattfarbe ist von einem frischen Grün. Teilweise ist die Blattunterseite silbrig.

Blüte

Die Blütezeit der Grevilleen mit ihren rosa, roten oder gelben Röhrenblüten findet zwischen Januar bis Februar sowie im Dezember statt. Die Blüten sind sehr auffällig und sitzen artabhängig auf einem Stil oder sind ungestielt. Die zwittrigen Blüten wachsen vorwiegend paarweise mit einem gemeinschaftlichen Tragblatt. Sie stehen in mehrzähligen Blütenständen, meist in Trauben oder Rispen.

Das Perianth (Blütenhülle) zeigt sich meist zygomorph und besitzt leicht zurückgebogene Enden. Seltener wachsen die Enden aufgerichtet. Meist weisen Silbereichen vier, seltener drei Blütenhüllblätter auf. Diese trennen sich beim Aufblühen von der Pflanze und geben durch diesen Vorgang das Griffelende des kurvig geformten Griffels frei. Grevilleen besitzen beidseitig glatte oder behaarte Blütenhüllblätter. Ihre Staubbeutel befinden sich direkt auf den Blütenhüllblättern. Die begehrten Nektardrüsen der Pflanzen zeigen eine Ringform, seltener fehlen sie. Der Fruchtknoten der Blüten trägt leichte Härchen oder ist kahl. Er ist aufsitzend oder gestielt und oberständig. In ihm sind zwei Samenanlagen vorhanden. Die Narbe der Grevilleen-Blüten weist eine Kegel- oder Scheibenform auf. Sie befindet sich seitlich am Griffel, ist schiefständig oder wächst aufrecht.

Frucht

Silbereichen bilden vorwiegend Balgfrüchte auf. Diese sind artabhängig behaart oder kahl. Seltener bilden Arten wie die Grevillea candicans Achänen aus, die einen oder zwei Samen enthalten. Als Achäne gilt in der Botanik eine nussähnliche Form von Schließfrüchten. Sie öffnen sich nicht bei Reife und besitzen ein hartschaliges Perikarp (Fruchtwand), das den Samen eng umschließt. Die Früchte verbleiben der Art entsprechend unterschiedlich lange an der Pflanze. Die Samen der Grevilleen weisen eine flache, ellipsoide Form auf. Seltener sind sie halbkugelig und geflügelt oder ungeflügelt.

Wuchs

Silbereichen-Arten wachsen als aufrechte oder kriechende Sträucher. Einige Arten wachsen als Bäume und erreichen eine Wuchshöhe zwischen einem halben Meter und 35 Metern. Vertreter der Gattung Grevilleen sind immergrüne Pflanzen.

Standort

Grevilleen favorisieren einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Sie bevorzugen einen sandigen bis lehmigen Boden, der einen neutralen oder sauren pH-Wert aufweist. Silbereichen sind kalkempfindlich. Ein frischer bis mäßig feuchter Standort ist optimal für Grevilleen. Da ihr Nährstoffbedarf äußerst gering ist, empfiehlt sich ein Standort mit enorm nährstoffarmer Erde.

Verbreitung

Vertreter der Gattung Grevilleen stammen ursprünglich aus Australien, Neukaledonien, Neuguinea und von der indonesischen Insel Sulawesi. Nahezu alle Arten sind auf dem australischen Kontinent beheimatet. Lediglich fünf Arten finden sich außerhalb Australiens. Neukaledonien beheimatet die Arten Grevillea meisneri, Grevillea exul und Greviileea gillvayi. Auf Sulawesi und in Neuguinea sind die beiden Arten Grevillea papuana und Grevillea elbertii heimisch.

Nutzung

Die australischen Ureinwohner, die Aborigines, liebten die Blüten der Grevilleen wegen des süßen Nektars. Sie schüttelten ihn sich zum Verzehr entweder direkt in die Hand oder fügten ihn zu Wasser hinzu und erhielten dadurch ein süßes Getränk. Viele Arten von Silbereichen dienen mit ihren außergewöhnlichen Blüten und Blättern als Zierpflanzen. In kultivierter Form gedeihen inzwischen immer mehr Hybride. Das Holz der Australischen Silbereiche ist robust und wertvoll. Es ist beliebt als Parkett, Furnier und für Möbel.

Pflege/Schnitt

Grevilleen bevorzugen feuchte Erde, die vor dem nächsten Gießen optimalerweise abtrocknet. Bei starker Hitze freuen die Pflanzen sich über das Besprühen der Blätter mit kalkarmem Wasser. In den Monaten von April bis September empfiehlt es sich, Silbereichen regelmäßig zu gießen. In den Herbst- und Wintermonaten benötigen die Pflanzen alle zwei Wochen ein wenig Wasser.

Während der Wachstumsphase tut den Silbereichen ein leichtes Düngen im Abstand von drei bis vier Wochen gut. Dafür eignet sich am besten Grünpflanzendünger in flüssiger Form. Einige Tropfen Dünger im Gießwasser reichen für Grevilleen aus, da sie wenig Nährstoffe brauchen. Weil die Pflanzen schnell wachsen, bietet sich im April ein Schnitt an. Dabei empfiehlt es sich, die unregelmäßig wachsenden, ausladenden oder vom Frost beschädigten Pflanzenteile zu entfernen.

Krankheiten/Schädlinge

Einen Nährstoffmangel oder eventuelle Wässerungsfehler zeigen Grevilleen zügig durch verfärbte Blätter an. Schädlinge befallen die robusten Pflanzen seltener. Teilweise kommt es zu Befall durch Blattläuse. Bei Zimmerpflanzen in Räumen mit zu trockener Luft droht ein Befall durch Spinnmilben.

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