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Eigenschaften

  • krautige, ausdauernde Stauden
  • lieben sandigen, wasserdurchlässigen Boden
  • bevorzugen sonnige Standorte
  • winterhart, pflegeleicht
  • gelbe, goldgelbe Blüten

Goldastern

Gattung Chrysopsis ab €5.20 kaufen
     
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Goldastern (bot. Chrysopsis) wachsen als krautige, einjährige und mehrjährige Pflanzen. Sie lieben warme und sonnige Standorte und bilden eine eigene Gattung in der Untergruppe Astereae. Sie gehören in die Familie der Korbblütler (Asteraceae) und die umfangreiche Ordnung der Asternartigen (Asterales).

Goldastern fallen durch ihre leuchtend gelbe Farbe auf. Alle Arten stammen aus Steppen oder sehr trockenen Graslandschaften in Nordamerika. Einige Botaniker rechnen aktuell neun Arten zur Gattung. Sie sind ausschließlich in Florida beheimatet. Nach anderen botanischen Forschungen gelten über 20 Arten und Unterarten als Chrysopsis. Seit 1977 interessieren sich Botaniker und Züchter in den USA für Goldastern. In Mitteleuropa sind sie seit wenigen Jahren ein gern gesehener Gast in den Gärten.

Blatt

Goldastern haben einfache grüne, grau-grüne oder gelblich grüne Blätter mit kurzem oder keinem Blattstiel und einer Blattspreite. Die Blattform ist oval, eiförmig und länglich, verkehrt eiförmig oder lanzettlich mit einem fast glatten oder gezähnten Blattrand. Ihre Länge liegt zwischen zwei und sechs, ihre Breite zwischen einem halben und drei Millimetern. Sie haben einen bis drei, in Ausnahmefällen fünf ausgeprägte Längsnerven.

Oft sind die Blätter mit kurzen oder längeren, weit auseinander oder eng stehenden Haaren besetzt. Bei einzelnen Arten entwickelt sich ein dichter, weißer Pelz als Verdunstungsschutz und gegen Fressfeinde. Andere Arten haben in den unteren Stängelbereichen kleinere Blätter, die sich im Lauf der Wachstumsperiode braun färben. Weiter oben stehende Blätter sind größer, stehen dichter und bleiben grün. Alle Blätter sind wechselständig an den Stängeln angeordnet.

Blüte

Goldastern haben kleine, zwittrige Körbchenblüten mit einer Länge von acht und einer Breite von drei Millimetern. Sie sind fünfzählig und jede Blüte besteht aus einer Vielzahl von Röhrenblüten und Zungenblüten, die sich in Reihen um eine zentrale Achse anordnen. Meistens sind fünf Staubblätter vorhanden. Die Blüten öffnen sich von außen nach innen. 15 bis 35 Hüllblätter umschließen das Körbchen. Vier bis neun Reihen grüner Kelchblätter bilden den unteren Teil der Blüte. Einzelblüten sitzen auf kurzen Stielen. Aus drei bis 30 und mehr Einzelblüten entstehen Schirmrispen oder Trugdolden. Sie stehen zu wenigen oder vielen am Ende eines Stängels (endständig). Je nach Art reicht die Blütezeit von Juli bis August oder bis in den Herbst.

Frucht

An den Pflanzen entstehen kleine, nussartige Früchte, die Achänen. Sie sind bei den Arten zwischen drei bis fünf Millimeter lang. Ihre Oberfläche ist dunkel, glatt und bei einzelnen Arten mit halbdurchsichtigen, rotbraunen Rillen versehen. Typisch für Korbblütler weisen die Samen einen Pappus auf. Das ist eine Haarkrone mit einer unterschiedlichen Anzahl Haare. Einige Arten haben weiße, andere gelbliche oder braune, bis zu fünf Millimeter lange Haare. Es kommen Federkronen mit drei- oder vierfachen Haarreihen vor. Aus der Blüte entsteht ein wollig aussehender Samenball. Der Wind trägt die Samen über weite Flächen.

Wuchs

Chrysospsis wachsen auf einer Pfahlwurzel und auf kurzen Rhizomen mit Wachstumsknospen als Überdauerungsorgan. Sie haben eine kleine Blattrosette, aus der sich aufrecht stehende Stängel entwickeln. Ihre Stängel sind fest, manchmal leicht verholzt. Bei einigen Arten welken oder vertrocknen im Herbst die Pflanzenteile über der Wurzel. Bei manchen Arten bleiben die Stängel grün. Als Besonderheit entstehen in einer Blattachsel im unteren Bereich kleine Blattrosetten, aus denen neue Triebe hervorkommen. Aus wenigen oder vielen Stängeln bildet sich eine locker erscheinende oder buschig wirkende Pflanze. Alle Stiele sind beblättert. Die Pflanzen wachsen zwischen 20 bis 60 Zentimeter hoch.

Standort

Goldastern besiedeln Prärielandschaften, Steppen, wachsen an Weg- und Straßenrändern und an steinigen Hängen. Der Boden ist sandig und felsig. Er darf kalkhaltig, jedoch nicht dauerhaft trocken sein. Die Pflanzen benötigen viel Sonne. Sie überstehen frostige Temperaturen ebenso wie Hitzeperioden.

Verbreitung

Heimat der Goldastern sind hauptsächlich die nördliche und östliche USA, mit einem Schwerpunkt in Florida.

Nutzung

Einzelne Arten sind seit längerem Zierpflanzen in den USA. Seit rund zehn Jahren finden sie in Mitteleuropa Liebhaber. Ihre leuchtend gelben und goldgelben Blütenköpfe fallen in Beeten und Rabatten auf und sind von den Sommermonaten bis zum Herbst für Insekten attraktiv. Aus einigen Arten sind länger und intensiver blühende Sorten entstanden. Im Handel sind Jungpflanzen und Samen der Sorten. Niedrige Goldastern eignen sich mit einer Durchschnittshöhe von 30 bis 40 Zentimetern gut für Unterpflanzungen. Sie stehen als vereinzelte Pflanzen oder lockere Gruppen in naturnahen Gärten. Bis über einen Meter hohe Sorten zieren Staudenrabatten und sind gute Schnittblumen.
Einige Stämme der Ureinwohner Nordamerikas nutzten Knospen und Blüten bestimmter Arten als Nahrung und sie galten ihnen als Beruhigungsmittel.

Pflege/Schnitt

Sorten von Goldastern wachsen in guter, wasserdurchlässiger Gartenerde. In rauen Klimazonen ist ein geschützter Standort vorteilhaft. Sie benötigen etwas Nahrung und bei längeren Trockenperioden Wasser. Für ein zügiges Wachstum und standhafte Stängel ist eine gute Luftzirkulation wichtig. Einen Rückschnitt der trockenen Teile erhalten die Pflanzen am besten zum Ende des Winters.

Krankheiten/Schädlinge

Staunässe schadet den Wurzeln. An schattigen Standorten entwickeln sich wenige Blüten und Nacktschnecken fressen die bodennahen Blätter.

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