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Eigenschaften

  • eindrucksvolle Blütenstände
  • zarte Blütenpracht in weiß, rot oder rosa
  • ideale Bepflanzung für Gewässersäume
  • wertvolles Gewächs in der Bienenweide
  • mehrjährige Stauden

Gelenkblumen

Gattung Physostegia ab €3.70 kaufen
     
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Die Gattung der Gelenkblumen (botanisch Physostegia) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie umfasst zwölf Arten, von denen eine Art als Zierpflanze in Deutschland kultiviert ist. Es ist die Art Physostegia virginiana, die im Deutschen ebenfalls als Gelenkblume bekannt ist. Sie stellt die Basis für zahlreiche Zuchtformen dar.

Die zarten Blüten, die an aufrechten Blütenständen stehen, erinnern an Hyazinthen. Sie sind wie alle Lippenblütler in der typischen Lippenform ausgestaltet. Ihren Namen verdanken sie dem Aspekt, dass jede einzelne Blüte an ihrer Basis gummiartige Zellen trägt. Diese Zellen wirken wie ein Gelenk. Jede Einzelblüte dreht sich unabhängig voneinander in eine Richtung und behält diese Position bei. Das macht die Gelenkblumen zu einer beliebten Pflanze in der Floristik, denn sie erlaubt fantasievolle Kranzbindungen.
Das Auge bekommt mit den Gelenkblumen einen wahren Sinnesgenuss. Auch die Nase kommt nicht zu kurz, denn die Blüten verströmen einen aufregenden Duft und sorgen für verzauberte Momente. Schmetterlinge und Wildbienen wissen das zu schätzen, gerne statten sie den Blüten einen Besuch ab. Gelenkblumen sind die optimalen Begleiter in Staudenbeeten und bereichern gleichzeitig jede naturnahe Oase um eine wichtige Nahrungsquelle. Gelenkblumen sind wahre Alleskönner mit ihren stolzen Blütenkerzen, die thronend in die Höhe ragen. Die bescheidenen Ansprüche an Standort und Pflege machen die Gelenkblumen zu optimalen Stauden für Anfänger.

Blatt

Die Blätter sind lanzettlich ausgeformt und lang gestreckt. Am Ende laufen sie spitz zu. Der Blattrand ist fein gesägt. Gelenkblumen entwickeln Blätter in einer glänzend grünen Färbung. Die Blattunterseite ist kahl. Die Blätter tragen keinen Blattstiel. Sie sitzen direkt mit der Blattspreite am Stängel in einer gegenständigen Blattstellung.

Blüte

Gelenkblumen tragen die typischen Lippenblüten, die in einem kerzenförmigen Blütenstand zusammensitzen. Fünf Kelchblätter verwachsen zu einer Kelchröhre, die einen Kranz aus fünf kleinen Spitzen trägt. Auf der Oberseite ist die Kelchröhre samtig behaart. Auch im unteren Teil verwachsen die Kronblätter zu einer Röhre. Die spiegelsymmetrischen Einzelblüten bestehen aus einer Ober- und einer Unterlippe. Die Oberlippe ist leicht gebogen. Die Unterlippe ist dreilappig. Der mittlere Lappen ist breiter als die seitlichen Lappen. Zwischen Juli und September erstrahlen die Gelenkblumen mit ihrer Blütenpracht. Sie tragen weiße, purpurfarbene, rosa oder rote Blüten.

Frucht

Gelenkblumen bilden kleine Nüsschen. Damit unterscheiden sie sich von anderen Lippenblütlern, die vierteilige Klausenfrüchte entwickeln. Die Nussfrüchte der Gelenkblumen sind von einer harten Schale umgeben, die den Samen schützt. Die Früchte zerfallen in zwei Teile und geben den Samen frei.

Wuchs

Die Gattung Physostegia enthält mehrjährige krautige Pflanzen, die als Stauden wachsen. Sie bilden ein unterirdisches Rhizom, das der Überdauerung während der kalten Jahreszeit dient. Über Ausläufer im Substrat und über die Samen breiten sich die Pflanzen aus. Das führt dazu, dass sie innerhalb kurzer Zeit große Flächen einnehmen. Die Pflanzen erreichen Wuchshöhen zwischen 50 und 100 Zentimetern. Einige Sorten überwinden diese Obergrenze und wachsen bis zu 150 Zentimeter hoch.

Standort

Gelenkblumen lieben einen vollsonnigen Standort. Sie gedeihen im Halbschatten mit eingeschränkter Blütenbildung. In der Sonne kommt die Blütenpracht voll zur Geltung. Auf einem nährstoffreichen Boden mit frischen bis feuchten Bedingungen fühlen sich die Pflanzen am wohlsten. Zu nasse und kalte Böden bilden eine Wachstumsgrenze für die Arten. Ideal ist ein durchlässiger, lehmhaltiger Boden, mit Kies oder Sand vermischt.

Verbreitung

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Gelenkblumen liegt in Nordamerika. Hier erstreckt sich ihr Areal bis in den Osten der USA. Sie gedeiht auf allen Standorten, die frische bis feuchte Bedingungen aufweisen. Die Gelenkblumen haben feuchte Wiesen und Waldränder für sich entdeckt. Sie wachsen an Flussufern und in feuchten Gebüschen.

Nutzung

Die Gelenkblumen gelten als vielseitig einsetzbare Stauden. Sie harmonieren optimal mit Lavendelpflanzen und eignen sich für den mediterranen Garten. Die Lippenblütler machen eine gute Figur in Beeten und Rabatten. Sie setzen die Umgebung einzeln oder in Gruppenpflanzung aus drei bis fünf Pflanzen perfekt in Szene. Aufgrund ihrer Verträglichkeit gegenüber feuchten Subraten eignen sich Gelenkblumen optimal für die Bepflanzung von Gewässerrändern. Sie verschönern jeden Teichsaum und sorgen für wunderschöne Blühaspekte. Hier harmonieren sie optimal mit Chinaschilf und anderen Süßgräsern, die an Gewässerrändern gedeihen.

Die hochwüchsigen Sorten bilden eine prachtvolle Hintergrundkulisse in verschiedenen Pflanzungen. Als Pflanzpartner eignen sich Astern, Salbei, Lampenputzergras, Ehrenpreis und Schafgarbe. Gelenkblumen vertragen sich mit vielen verschiedenen Pflanzen und gelten als dankbare Pflanzpartner in nahezu jedem Beet. Die einzige Voraussetzung ist, dass die Nachbarpflanzen gleiche Standortansprüche stellen.

Pflege/Schnitt

Die Gelenkblumen erfreuen sich im Frühjahr über eine Beigabe von Kompost. Das unterstützt das Wachstum und die Blütenbildung merklich. Sie vertragen keine Trockenheit und benötigen während der Sommermonate regelmäßiges Bewässern. Das Gießen erfolgt in den Morgen- und Abendstunden, im abgeschwächten Sonnenschein. Es empfiehlt sich, verwelkte Pflanzenteile sofort abzuschneiden. Das erspart den Pflanzen einen zusätzlichen Energieverlust. Ein vollständiger Rückschnitt der Stauden erfolgt nach der Blüte. Danach treiben die Pflanzen im Frühjahr erneut ungehindert aus.

Ein rasches Abschneiden der verwelkten Blüten verhindert die unkontrollierte Ausbreitung über Samen. Eine Rhizomsperre setzt der Ausbreitungsfreudigkeit im Substrat eine Grenze. Ein Kübel im Substrat eignet sich ideal als Sperre. Die Blütenrispen eignen sich während der Blüte für den Vasenschnitt. Bleiben die verwelkten Pflanzenteile mitsamt der Blütenstände über den Winter stehen, liefern sie Vögeln eine wertvolle Nahrungsquelle. Die Pflanzenstängel dienen Insekten als Rückzusgort und Überwinterungsplatz. Die Stauden gelten als winterhart und überstehen mit ihrem Rhizom die kalte Jahreszeit unbeschadet. Jungpflanzen zeigen sich über eine Schicht Reisig als zusätzlicher Kälteschutz dankbar.

Krankheiten/Schädlinge

Gelenkblumen sind wenig von Schädlingen und Krankheiten betroffen. Es besteht ein geringes Risiko für den Befall von unterschiedlichen Schimmelsporen. Rostpilze, Mehltau und Grauschimmel sind die häufigsten Krankheitserreger. Sie entstehen durch eine suboptimale Pflege und Pflanzenschäden, die durch lang anhaltende Trockenphasen entstehen. Ein Befall äußert sich durch Flecken auf den Blättern. Spritzmittel auf natürlicher Basis sorgen für eine nachhaltige Bekämpfung der Erkrankung.

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