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Eigenschaften

  • ausdauernde, krautige Polsterstaude
  • zierliche, rotlila Blüten
  • gedeiht auf steinigem Terrain
  • dekorativer Bodendecker
  • pflegeleichte Pflanze

Erinus

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Der Alpenbalsam (bot. Erinus alpinus) ist die einzige näher erforschte Pflanzenart der Gattung Erinus in der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Die Forscher sind sich darüber uneinig, welche Arten zu dieser Gattung zu zählen sind. Im Laufe der Zeit ordneten Botaniker ursprünglich als Erinus klassifizierte Pflanzenarten anderen Familien zu. Der Alpenbalsam ist die einzige Art, bei der eine einstimmige Zuordnung zur Gattung Erinus gegeben ist.

Da er einen trockenen, steinigen Untergrund bevorzugt, ist der Erinus alpinus unter dem Namen Steinbalsam bekannt. Sein farbenfroher Blütenstand verziert vor allem in der Gegend der Alpen und Pyrenäen viele felsige Flächen. Seine hohe Bereitschaft sich anzupassen prädestiniert ihn dazu, selbst in kargen Gegenden weit verbreitet zu sein.

Blatt

Der Alpenbalsam besitzt sowohl gestielte Laubblätter, die in grundständigen Rosetten angeordnet sind als auch sitzende, wechselseitig entlang des Stiels verteilte Blätter. Die spateligen, grob kerbrandigen und zerstreut behaarten Stängelblätter sind bis zu zwei Zentimeter groß. Die Blattrosetten des ganzrandigen Laubs sind weich. Alle Blätter des halbimmergrünen Erinus alpinus haben eine mittel-bis dunkelgrüne Farbe.

Blüte

Zwischen Mai und August bildet die Erinus alpinus in den obersten Blattachseln einen zunächst doldigen Blütenstand mit jeweils zehn bis fünfzehn zierlichen Blüten aus. Sobald die Knospen aufgehen, dreht sich die Blütenstandsachse. Die ansehnlichen Blüten sind zwittrig und besitzen eine doppelte Blütenhülle. Die bis zu einen Zentimeter lange Blütenkrone ist meist in einem rötlichen Lila gefärbt, seltener rosa oder weiß. Der zweilippige Kronsaum besitzt fünf Kronzipfel und ist flach trichterförmig. Die außen und innen kurz behaarte Kronröhre ist rund einen halben Zentimeter lang. Ungefähr auf halber Höhe der Blütenkrone sind die Staubblätter eingefügt, wobei die beiden hinteren von den beiden vorderen überlagert sind. Die kahlen Staubfäden sind unterhalb des Konnektivs nach vorn gekniet und stehen waagrecht ab. Sie entwickeln sich auf die Hälfte der Länge der Staubbeutel. Die Narbe ist stark kopfig und der Fruchtknoten kahl.

Die untersten der lanzettlichen Deckblätter sind laubblattähnlich, während die übrigen kleiner und ganzrandig sind. Der Blütenstiel erreicht etwa die selbe Länge wie der Kelch. Der Alpenbalsam besitzt fünf Kelchblätter, die an ihrer Basis verwachsen.

Frucht

Der Alpenbalsam bildet eine unauffällige Frucht aus, die etwa die gleiche Größe wie die Blütenkelche erreicht. Die glänzend braunen Samen sind 0,6 bis 0,8 Millimeter lang.

Wuchs

Die Erinus alpinus ist eine ausdauernde, krautige Staude, welche lockerrasig wächst und bis zu 20 Zentimeter groß wird. Sie bildet ein kompaktes Polster über dem Boden, weshalb sie ein beliebter Bodendecker ist.

Standort

Der Alpenbalsam ist kalkliebend und gedeiht daher am besten auf Geröll, Felsen, steinigem Rasen oder Hängen. Er bevorzugt einen eher trockenen, nährstoffreichen und durchlässigen Boden. Idealerweise liegt der Standort außerdem im Halbschatten.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Erinus alpinus erstreckt sich entlang der Pyrenäen über die Alpen bis in den Apennin und darüber hinaus nach Algerien und Marokko. Vor allem ist er in den westlichen und mittleren Kalkalpen vertreten. Teilweise ist er außerhalb der Alpen bis in den Balkan vorkommend.
Das einstige Hauptverbreitungsgebiet des Alpenbalsam war Vorarlberg und Nordtirol, allerdings ist der Vertreter der Gattung Erinus in Österreich seit langem autochthon ausgestorben.

Nutzung

Der Alpenbalsam findet als Zierpflanze Verwendung. Besonders gut ist er für Steingärten oder Mauern geeignet, seine Eigenschaften machen ihn zu einem hervorragenden Bodendecker. Der Erinus alpinus ist eine dekorative Kübelpflanze und eignet sich ebenso gut als Beeteinfassung oder zum Säumen von Wegen.

Pflege/Schnitt

Der Alpenbalsam ist pflegeleicht. An guten Standorten kommt er ohne gärtnerische Hilfe zurecht. Eine Schicht von Laub oder Reisig als leichter Winterschutz ist empfehlenswert. Beim Einpflanzen an Stellen, die Staunässe begünstigen, ist ein Mischen der Erde mit Sand, Kies oder Splitt anzuraten. Für den Fall, dass die Polster zu groß wachsen, ist gelegentliches Schneiden sinnvoll, wenn auch meist nicht erforderlich.

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