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Eigenschaften

  • Gattung verzweigter Sträucher
  • wachsen häufiger niederliegend
  • unscheinbare Blüte
  • kahle oder flaumige Rinde
  • in Australasien und Mittel- bis Südamerika beheimatet

Drahtsträucher

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Drahtsträucher (bot. Muehlenbeckia) sind eine Pflanzengattung, die der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) angehört. An den botanischen Namen angelehnt, ist die Gattung im deutschen Sprachraum ebenfalls als Muehlenbeckien bekannt. Insgesamt gibt es 22 bis 23 Arten.

Die dicht verzweigt wachsenden Pflanzen weisen meist einen kriechenden Wuchs auf und bedecken in Gruppen größere Flachen. Seltener treten kletternde oder aufrecht wachsende Arten innerhalb der Gattung auf. Nur wenige Arten sind hierzulande ausreichend winterhart, sodass sich die Auswahl an Muehlenbeckien auf dem hiesigen Markt beschränkt ist. Natürlich kommen die Drahtsträucher in warmen Zonen der Erde vor und wachsen in Australien, Neuseeland oder Zentral- und Südamerika.

Blatt

Die Laubblätter stehen wechselständig angeordnet an den Zweigen der Pflanzen. Sie sind in der Regel relativ klein und gliedern sich in Blattstiel und Blattspreite. Die Spreiten sind einfach und nicht gelappt oder gefiedert. Ihre Form variiert abhängig von der Art. Sie ist teilweise rundlich, lanzettlich bis linealisch, seltener erscheinen die Blätter dreieckig. Der Rand des Blattes ist artabhängig unregelmäßig wellig oder glatt. Drahtsträucher bilden eine pergamentartige Ochrea aus, die häufig nach kurzer Zeit abfällt. In einigen Fällen ist sie haltbar. Die Pflanzen der Gattung weisen kleine Nebenblätter auf und haben extraflorale Nektardrüsen.

Blüte

Die kleinen und unscheinbaren Blüten sind in end- oder seitenständig und entweder in ährigen Blütenständen oder in kurzen Büscheln angeordnet. Einige Arten der Drahtsträucher haben zwittrige Blüten. Bei anderen Arten ist Subdiözie vorzufinden, was bedeutet, dass zwittrige zusammen mit eingeschlechtlichen Blüten an derselben Pflanze vorkommen.

Die Blütenhülle ist einfach und von weißlich-grüner Farbe. Sie weist fünf verwachsene Blütenhüllblätter auf. Weibliche Blüten haben drei Griffel, die kurz und ausgebreitet sind. Sie verfügen über rudimentäre Staubblätter. Männliche Blüten besitzen in der Regel acht, manchmal neun Staubblätter. Die Staubfäden sind untereinander frei und an der Basis der Blütenhülle verwachsen. Die Staubbeutel sind gelb oder rosa- bis purpurfarben und von ei-ähnlicher bis elliptischer Form.

Frucht

Drahtsträucher bilden Achänen aus. Die Früchte sind dreikantig und etwa zwei bis drei Millimeter groß. Bei ihrer Reife weisen sie eine dunkelbraune bis schwarze Farbe auf und sind unbeflügelt und kahl. Die weiße oder rötlich bis purpurfarbene oder nahezu schwarze Blütenhülle wird bei Reife fleischig und umschließt die Achänen teilweise oder vollständig.

Wuchs

Muehlenbeckien wachsen als dicht verzweigte Sträucher, die ihr Laub abwerfen. Der Wuchs ist rasch, die Wuchsform der Drahtstrauch-Arten variiert. Einige Pflanzen sind klein und aufrecht, andere wachsen weniger aufrecht oder sind gar niederliegend oder kletternd. Drahtsträucher bilden Rhizome aus. Die Zweige sind dünn und haben eine dunkle Rinde, die kahl oder flaumig behaart ist. Bei einigen Arten ist die Rinde papillös.

Standort

Drahtsträucher lieben Licht. Ein idealer Standort ist gut belüftet und nicht allzu heiß. In Bezug auf den Boden sind die Pflanzen der Gattung relativ anspruchslos. Es ist darauf zu achten, dass der Boden durchlässig ist, damit keine Staunässe entsteht.

Verbreitung

Natürlich kommen die Arten der Gattung in Neuguinea, Australien und Neuseeland vor. Einige Gattungsarten sind in Zentral- und Südamerika verbreitet. Kultiviert wachsen die Muehlenbeckien als Zierpflanzen auch hierzulande.

Nutzung

Drahtsträucher sind in Deutschland, je nach Art, als Kletterpflanzen oder als Bodendecker beliebt. Da sie pflegeleicht sind und rasch wachsen, eignen sie sich auch für größere Flächen. Einige Arten sind winterhart und gedeihen im Garten, andere fühlen sich in Innenräumen wohler.

Pflege/Schnitt

Drahtsträucher sind nicht anspruchsvoll. Sie benötigen regelmäßig Wasser, damit die Ballen nicht austrocknen. Von April bis September oder Oktober gedeihen die Pflanzen mit ein wenig Dünger besser.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Drahtsträucher Muehlenbeckia

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