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Eigenschaften

  • dekorativer Blickfang
  • attraktive Bienenweide
  • pflegeleicht und anspruchslos
  • vertragen keine Staunässe
  • buschiger Wuchs

Drachenköpfe

Gattung Dracocephalum ab €3.60 kaufen
     
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Die Gattung der Drachenköpfe (bot. Dracocephalum) steht in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) innerhalb der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Die Pflanzengattung umfasst rund 70 Arten, die überwiegend in alpinen und semiariden Gebieten des gemäßigten Asiens vorkommen.

Einige Arten sind in Europa heimisch, in Nordafrika und Nordamerika weist jeweils eine Art ein Vorkommen auf. Der bekannteste Vertreter der Gattung ist bei uns die Art Eurasischer Drachenkopf (Dracocephalum ruyschiana). Der Eurasische Drachenkopf ist in heimischen Gärten eine beliebte Staude, weil sie anspruchslos ist und sich optimal als Bienenfutterpflanze eignet. Die Blüten der Dracocephalum erinnern an Drachenköpfe mit einem aufgesperrten Maul, woher die Gattung ihren Namen hat.

Blatt

Die Laubblätter der Drachenköpfe sind an der Basis ihrer Stängel lang gestielt. Im oberen Bereich sind sie sitzend oder gestielt. Sie wachsen gegenständig. Die Lamina (Blattspreite) ist einfach bis fiederschnittig mit einem gekerbt bis glatten Rand.

Blüte

Drachenköpfe bilden Scheinquirle aus. Ein Scheinquirl (Verticillaster) ist ein Blütenstand, der zusammengesetzt ist. Dabei stehen sich zwei Halbquirle gegenständig gegenüber und berühren sich. Es entsteht der Anschein, als handele es sich um einen echten Quirl. Scheinquirle sind die typischen Blütenstände der Lippenblütler. Die Blüten der Drachenköpfe stehen in dichten ährigen oder köpfchenförmigen Blütenständen zusammen, seltener weiter auseinander.

Die ausgebildeten Tragblätter tragen Stacheln, haben einen gesägten Rand oder sind ganzrandig. Die Blüten sind zwittrig, zygomorph und fünfzählig mit einem doppelten Perianth (Blütenhülle). Drachenkopf-Blüten bilden fünf Kelchblätter, die röhrig bis glockig-röhrig verwachsen. Ihre Kelchröhre weist eine leichte bis starke Krümmung auf. Der Kelch ist zweilippig, die fünf Kelchzähne sind nahezu identisch. Zwischen den Kelchzähnen zeigen die Blüten eine verdickte Kante. Die Krone der Blüten ist weiß, rosa, violett oder blau. Es sind fünf verwachsene Kronblätter vorhanden.
Die Kronröhre ist in ihrer Basis verengt und am Schlund weit geöffnet, was ihre charakteristische Form ausmacht. Die obere Lippe der Blüten ist leicht bis stark gebogen, die untere Lippe weist drei Lappen auf, von denen der Mittlere am größten ist. Die Blüten bilden vier Staubblätter. Die beiden hinteren Staubblätter sind länger als die vorderen. Die Staubbeutel der Drachenkopf-Blüten sind kahl, seltener mit Trichomen besetzt.

Frucht

Dracocephalum bilden Klausenfrüchte. Die Klausenfrucht ist eine besondere Form der Zerfallfrucht, die vornehmlich bei Lippenblütlern und Raublattgewächsen (Boraginaceae) vorkommen. Zerfallfrüchte zerfallen bei ihrer Reife durch das Spalten der echten und falschen Scheidewände in einsamige Teilfrüchte. Diese Teilfrüchte sind die sogenannten Klausen. Eine Klause kommt morphologisch einem halben Fruchtblatt gleich. Drachenköpfe bilden vier glatte Klausen, die länglich und teilweise klebrig sind.

Wuchs

Dracocephalum-Arten sind ausdauernde, seltener einjährige Pflanzen mit krautigem, buschigem Wuchs. Ihre Stängel sind aufrecht oder niederliegend. Die Pflanzen erreichen eine Wuchshöhe von bis zu 50 Zentimetern.

Standort

Drachenköpfe sind anspruchslose Stauden. Sie gedeihen auf trocken bis frischen Böden, die durchlässig, kalkig, humus- und nährstoffarm sind. Die wärmeliebenden Pflanzen bevorzugen einen sonnigen Standort. Auch im Halbschatten gedeihen sie gut. Staunässe vertragen Drachenköpfe nicht.

Verbreitung

Die Gattung Dracocephalum kommt hauptsächlich in Asien vor, 35 dieser Arten sind in China vertreten. Einige Arten sind in Europa heimisch.

Nutzung

Drachenköpfe besitzen artabhängig ätherische Öle. Ihr Kraut erinnert im Geruch an Zitronenmelisse. Der Duft ist schwach ausgeprägt. Die Blätter des Türkischen Drachenkopfes (Dracocephalum moldavica) findet Verwendung beim Ansetzen von Likören oder beim Würzen von Getränken und Desserts. Die aromatischen Blätter eignen sich als Zusatz in Kräutertees. In der Volksmedizin dient ein Teeaufguß der Blätter gegen Bauchschmerzen und Magenprobleme. Die Inhaltsstoffe regen die Gallen- und Lebertätigkeit an und wirken verdauungsfördernd.
In Gärten dienen Drachenköpfe als dekorative und attraktiv duftende Bienenweide. Sie zieren Stauden- und Steingärten sowie Blumenbeete.

Pflege/Schnitt

In der Pflege sind Drachenköpfe ähnlich anspruchslos wie an ihren Standort. Bei länger anhaltenden Trockenperioden empfiehlt es sich, die Stauden direkt an der Wurzel zu gießen. Staunässe ist zu vermeiden. Ein gezielter Rückschnitt ist bei Drachenköpfen nicht erforderlich. Um dem Ausbreiten der Pflanze entgegenzuwirken, sind verblühte Pflanzenteile abzuschneiden, bevor die Klausenfrüchte sich ausbilden und selber aussäen.

Krankheiten/Schädlinge

Krankheiten und Schädlinge sind nicht bekannt. Allein Pflegefehler, wie zu starkes Gießen oder eine komplette Austrocknung der Staude, führen zum Absterben der Pflanzen.

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