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Eigenschaften

  • immergrün
  • winterhart
  • pflegeleicht
  • Schattengewächse
  • blüten- und fruchtlos

Diplazium

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Diplazium ist eine Gattung aus der Familie der Athyriaceae und gehört zu den echten Farngewächsen. Echte Farne sind Urgesteine unter den Pflanzen und manche erreichen Höhen von bis zu mehreren Metern Höhe. Die Familie der Wimpernfarne ist weltweit beheimatet. Die natürliche Umgebung von Diplazium sind überwiegend die Tropen und Subtropen. Einige Diplazium Arten sind in den mitteleuropäischen Gärten und Höhenlagen zu Hause.

Farne sind seit mindestens 400 Millionen Jahren auf der Erde beheimatet, weit lange bevor die ersten Blütenpflanzen unsere Welt besiedelten. Farne sind eine der ersten Pflanzenarten, die auf unserem Planeten wuchsen. Damals bildeten sie baumhohe, dichte Wälder mit ihren gigantischen Wedeln und überall auf dem Globus verteilt zu finden. Sie trugen maßgeblich dazu bei, ein lebensfreundliches Klima auf der Erde zu schaffen. Die Relikte dieser gigantischen Farnwälder bilden die Basis der heutigen Steinkohlevorkommen. Bis heute hält sich der Farn wacker auf der Erde. Jedoch hat sich sein Vorkommen im Laufe der Geschichte deutlich reduziert. Auch heute noch gibt es weit über 300 verschiedene Diplazium Farnarten. Manche gelten als Heilpflanze.

Blüte

Die Blätter (Wedel) des Diplazium sind doppelt gefiedert und bestehen aus Blattstiel und Blattspreite. Umgangssprachliche Namen beziehen sich auf ihre Form und ihr charakteristisches Aussehen. Aus diesem Grund sind die im Austrieb aufgerollten Farnwedel als Geigenkopf oder Bischofsstab bekannt. Farne blühen nicht und bilden keine Früchte. Farne gehören zu den blütenlosen Sporenpflanzen. Die kleinen braunen Kapseln an der Unterseite der Farnwedel sind keine Eier von Schädlingen. Diese Kapseln (Sori) beinhalten die Samen mit denen die Pflanzen sich fortpflanzen.

Wuchs

Farne sind immergrüne, krautige Gewächse, die sich schnell vermehren. Ihre Blätter sind gefiedert. Sie wachsen trichterförmig aus dem Spross, dem Zentrum der Pflanze, der die Wedel mit den Wurzeln und den Rhizomen verbindet. Gerade in den Tropen gibt es Arten von Diplazium, deren Wedel mehrere Meter Höhe erreichen.
Entlang der Zentralachse des Blattes (Rhachis) breitet sich die Blattspreite beidseitig gegenüberliegend aus. Die Wedel sind in ihrer Form elliptisch oder lanzettlich. Die zwei Gefäßbündel des Blattstiels wachsen an der Wedelspitze zusammen. Daher ergibt sich der für die meisten Farne typische halbmondförmig gekrümmte Blattverlauf. Die Blätter liegen zu Beginn kreisförmig und entrollen sich im weiteren Verlauf zu Blattwedeln.

Da Farne zu den blütenlosen Sporenpflanzen gehören, findet die Vermehrung (Generationswechsel) über seine Sporen statt. Dies geschieht geschlechtlich und ungeschlechtlich.
Ungeschlechtliche Vermehrung: Die Sporen befinden sich an der Unterseite der Blätter in ungeschlechtlichen, rot-braunen Sporenkapseln. Bei trockenem Wetter reißen die Sporenkapseln auf und die Sporen schleudern heraus.
Geschlechtliche Vermehrung: Unter idealen Wetterbedingungen (Feuchtigkeit und Schatten) keimen die Farnsporen bereits in den Sporenkapseln an der Unterseite der Blätter. Dieser kleine Vorkeim nennt sich Prothallium.

Standort

Die immergrünen krautigen Gewächse sind am richtigen Standort extrem pflegeleicht. Die beste Umgebung für diese Relikte der Urzeit ist gerne schattig, warm und feucht. Die meisten Farngewächse lieben den Waldboden. Das liegt an ihrem Ursprung in den tropischen Wäldern. Für die schattigen Ecken im Garten sind Farne die perfekte Wahl. Idealerweise bleibt das Herbstlaub am Standort der Farne liegen. Es imitiert den Waldboden und schützt die Pflanzen vor zu viel Kälte. Es ist ratsam, den Boden um den Farn herum mit Humus anzureichern. Kultivierte Farne eignen sich bestens als Zimmerpflanzen.

Verbreitung

Die heutigen Farne bevorzugen den Speckgürtel rund um den Äquator als ihren Lebensraum. Sie lieben die Böden der tropischen Regenwälder und gedeihen hervorragend auf deren nahrhaften Böden im tropisch warmen Halbschatten. Aber es gibt auch Farngattungen, die das Klima in Mitteleuropa bevorzugen. Dazu gehört der Diplazium.

Nutzung

Farne eignen sich hervorragend als Zierpflanze in schattigen Ecken des heimischen Gartens oder als Zimmerpflanze. Dank ihrer toxischen Eigenschaften sind manche Arten pharmazeutisch von Nutzen.

Pflege/Schnitt

Hat sich der Farn an seinem Standort eingelebt, ist er sehr pflegeleicht und zeigt sich in seiner vollen, sattgrünen Pracht. Farne sind anspruchslose Pflanzen. Sie lieben schattige Plätze. Die meisten von ihnen vertragen keine direkte Sonneneinstrahlung oder trockene Hitze. Idealerweise ist der Boden mit Humus und / oder Laub angereichert. Die Pflanzen brauchen keinen extra Dünger. Sofern der Farn als Zimmerpflanze in Kultur ist, braucht er nährstoffarme Erde. Staunässe verträgt der Wurzelballen des Farns nicht. Daher ist es besser, regelmäßig und gemäßigt zu gießen. Das Frühjahr ist die ideale Zeit, um den Farn zu pflanzen. Die meisten Farngewächse sind winterhart. Im Frühjahr sterben bei allen Farnen die Wedel ab. Das ist der richtige Zeitpunkt, um die vertrockneten Wedel bodennah abzuschneiden.

Krankheiten/Schädlinge

Farne sind sehr robuste Pflanzen und in seltenen Fällen krank. Jedoch führt übermäßiges Gießen zu Pilzerkrankungen. Dann tritt vor allem Wurzelfäule auf. Sollte den Farn dieses Schicksal ereilen, kommt jede Hilfe zu spät. Er ist nicht mehr zu retten.
Farne, die sich an ihrem Standort unwohl fühlen, sind anfällig für verschiedene Schädlinge. Dazu zählen Spinnmilben, Trauermücken, Schildläuse und Blattälchen. Oft ist es ratsam, die braunen, kranken Wedel abzuschneiden, die Pflanze umzutopfen und den Standort zu wechseln.

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