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Eigenschaften

  • sehr formen- und farbenreiche Blühsorten
  • ursprünglich in Mittelamerika beheimatet
  • mehrjährig und bis spät in den Herbst blühend
  • lieben sonnige, windgeschützte Standorte
  • überwintert vor Frösten geschützt als Knolle

Dahlien

Gattung Dahlia ab €0.00 kaufen
     
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Dahlien (bot. Dahlia) bezauberten mit ihren farbenfrohen großen Blüten die Menschen in ihrer mittelamerikanischen Heimat seit jeher. Auch die Europäer fanden schnell Gefallen an der hübschen Pflanze. Ihren wissenschaftlichen und später auch deutschen Namen erhielt die hübsche Pflanzengattung zu Ehren des Botanikers Dr. Anders Dahl.

Aus den 35 natürlichen Arten entstanden bald zahlreiche Rassen und Varianten. Heute sind in den Gärten über 20.000 verschiedene Sorten zu finden, die mit einer immensen Vielfalt an Farben und Formen begeistern. Besonders im Spätherbst erstrahlt kaum eine andere Blume so intensiv und selbstbewusst im Garten. Wer mit dieser Blütenpracht den Insekten eine herbstliche Nektarquelle bieten möchte, greift bei einem Teil der im Garten angepflanzten Dahlien zu ungefüllten Sorten. Da den gefüllten Blüten die Röhrenblüten fehlen, führen diese keinen Nektar, sondern fungieren ausschließlich als Ziergewächse.

Blatt

Die Laubblätter sind meist zusammengesetzt und erzeugen einen fiedrigen Gesamteindruck. Sie stehen gegenständig oder spiralig am Stängel. Häufig sind auch Nebenblätter am Blattgrund ausgebildet. Die Blattränder sind häufig fein bewimpert.

Blüte

Dahlien bezaubern vom Frühsommer bis tief in den Herbst hinein mit ihren dekorativen Blüten. Die Wildformen zeigen einen klassischen körbchenförmigen Blühstand mit großen, meist farbenfrohen Zungenblüten. Diese umstehen in zwei Reihen einen Korb mit unscheinbareren, aber Nektar führenden Röhrenblüten. Die Zuchtaktivitäten in den Gärten brachten zahlreiche Varianten mit abweichendem Blütenstand hervor. Neben den einfach blühenden Sorten, finden sich in Gärten Dahlien mit gefüllten Blüten. Diese haben keine Röhrenblüten. Zudem sind die Formen der Blütenblätter vieler Sorten stark abgeändert. Sie reichen von fast runden bis zu spitz zulaufenden oder beinahe nadelartigen Blütenblättern.

Der ursprünglich flache Blütenstand ist mit den kugelrunden Pompon-Sorten ins Extrem getrieben. Heute gibt es insgesamt 13 verschiedene Formen von Blütenständen, deren Größen von wenigen Zentimetern bis zu auffälligen 30 Zentimetern reichen. Die Farbpalette, die die einzelnen Dahliensorten bedienen, ist breit gefächert. Von Weiß über gelb, rosa, orange, rot und violett erfreuen die Dahlien mit ihrem Farbreichtum. Dieser erstreckt sich zudem über eine Vielfalt an Farbverläufen und Kombinationen innerhalb der verschiedenen Sorten. Lediglich Blautöne sind nicht zu finden.

Wuchs

Dahlien sind mehrjährige, krautige Pflanzen, die alljährlich blühen. Die meisten Arten wachsen aufrecht und hoch hinaus. Die Wuchshöhe beläuft sich zwichen 30 Zentimetern bis weit über einen Meter hinaus. Dahlien besitzen ein unterirdisches Speicherorgan, die sogenannte Knolle.

Standort

Dahlien lieben es vollsonnig und warm. Der optimale Standort ist windgeschützt und bietet einen lockeren Boden mit vielen Nährstoffen.

Verbreitung

Ursprünglich wachsen die Pflanzen der Gattung Dahlia auf dem mittelamerikanischen Kontinent, wo sie im Hochland Mexikos und Guatemalas in natürlicher Form vorkommen. Als beliebte Zierpflanze trat sie ihren Siegeszug in die Gärten und Parks rund um die Welt an. Bereits im ausklingenden 18. Jahrhundert fand die erste Dahlie ihren Weg nach Europa. Im botanischen Garten in Madrid blühte sie zum ersten Mal auf europäischem Boden.

Nutzung

Während die Dahlien jedem Gartenfreund als beliebte Zierpflanzen bekannt sind, ist ihre Nutzung als Speisepflanze in ihren Ursprungsländern eher unbekannt. Doch lassen sich ihre stärkehaltigen Knollen, ähnlich wie Kartoffeln, schmackhaft zubereiten.

Pflege/Schnitt

Aufgrund der oft hoch aufrechten Wuchsform ist es ratsam, den blühenden Dahlien eine Stützstruktur anzubieten, um ein Abknicken der Stängel zu vermeiden. Ein regelmäßiger Rückschnitt der Pflanze regt zusätzliches Blütenwachstum an. Es empfiehlt sich, verblühende Blüten regelmäßig zu entfernen. Dahlien sind durstig und freuen sich über tägliches Gießen. Dabei ist es am besten, der Pflanze das Wasser bodennah zu bieten und ein Benetzen der Blüten und Blätter zu vermeiden. Zudem ist Staunässe zu vermeiden. Da Dahlien nicht winterfest sind und Fröste nicht vertragen, benötigen sie eine aktive Überwinterungshilfe für die kalte Jahreszeit. Nach dem Zurückschneiden im Herbst fühlen sich die ausgegrabenen Knollen der Dahlien nebeneinanderliegend im Keller am wohlsten. Im Frühjahr beginnt das Vorziehen auf der geschützten Fensterbank. Erst wenn die Gefahr von Frösten gebannt ist, geht es für die Dahlien in den Garten zurück.

Krankheiten/Schädlinge

Viren, Pilze und Schadinsekten können die Dahlien im Garten befallen. Bei der von einem Virus ausgelösten Mosaik- oder Zwergkrankheit erfährt die Pflanze eine starke Wuchshemmung. Das führt zu einem buschigen Wuchs und sich ins Gelbe verfärbende Blätter. Eine Behandlung ist in diesem Fall nicht möglich. Stattdessen ist es besser, die befallene Pflanze aus dem Bestand zu entfernten, um das Anstecken anderer Pflanzen zu vermeiden. Gegen Pilzkrankheiten wie die Entyloma-Blattfleckenkrankheit, die Verticillium-Welke oder den Echten Mehltau helfen vorbeugende Maßnahmen am besten. Ein nicht zu enger Pflanzabstand gewährleistet eine optimale Luftzirkulation und beugt damit Verpilzungen vor. Meist überstehen Pilzsporen den Winter unbeschadet. Daher ist es ratsam, Dahlienlaub nicht in den Boden einzuarbeiten oder auf den Kompost zu geben.

Verschiedene Tiere wie Blattläuse, Wanzen, Raupen oder Milben ernähren sich von den Pflanzensäften und schwächen die Dahlie. In vielen Fällen hilft es, die Schadinsekten abzusammeln oder gezielt auf natürliche Gegenspieler wie Florfliegen und Marienkäfer zu setzen. Massiven Schaden können Schnecken anrichten, die die jungen Triebe komplett wegraspeln. Ein Schneckenzaun oder das geschützte Anziehen der Dahlien abseits des Beetes, sorgen hier für Abhilfe.

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