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Eigenschaften

  • Gattungshybride aus Crataegus und Mespilus
  • ging als Zuchtform aus Frankreich hervor
  • prächtig weißes Blütenkleid im Mai und Juni
  • dunkelgrüne Blätter, im Herbst gelb, orange, rot
  • kleine essbare, apfelförmige, rotbraune Früchte

Crataegomespilus

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Die Sträucher der Gattung Crataegomespilus zählen zur Familie der Rosengewächse (bot. Rosaceae). Es handelt sich um eine besondere Gattungshybride aus Crataegus und Mespilus, die in Europa und Westasien beheimatet sind. Crataegomespilus-Gewächse sind sogenannte Pfropfchimären. Der biologische Begriff steht für Pflanzen, die sich aus zwei unterschiedlichen Ausgangsarten entwickeln. Genauer entsteht eine Pfropfchimäre an und aus der Kontaktstelle zwischen Edelreis und Unterlage. Sie weist Merkmale beider Ausgangsarten in verschiedenen Zellen auf.

Die Pflanzengattung Crataegomespilus ist demnach keine Hybride im eigentlichen Sinne, denn in den Zellen von Hybriden verschmelzen die genetischen Informationen der Ausgangsarten miteinander. Die Crataegomespilus-Pflanzen sind nicht mit den Crataemespilus und den Chamaemespilus zu verwechseln. Während Crataemespilus eine sexuelle Hybride aus den Gattungen Crataegus und Mespilus darstellt, ist Chamaemespilus eine Untergattung der Gattung Sorbus. Im Jahr 1895 entstand die erste Crataegomespilus-Pflanze im Garten Dardar in Bronveaux bei Metz in Frankreich. Dort wurde ein Mispelreiser auf einer Weißdornunterlage veredelt. Hieraus haben sich die Arten Crataegomespilus 'Dardarii' und Crataegomespilus 'Jules d'Asnieres' entwickelt. Die Erstgenannte ähnelt mehr der Mispel, die Letztgenannte dem Weißdorn. Crataegomespilus-Sträucher sind seltene, laubabwerfende Wildobstarten und seltener in Gärten vorhanden. Sie begeistern mit reichlich weißen Blüten im Frühsommer sowie gelblich bis rot verfärbten Blättern und mattroten, essbaren Früchten im Herbst.

Blatt

An den je nach Art spärlicher oder stärker bedornten und behaarten Zweigen befinden sich dunkelgrüne, länglich-oval beziehungsweise eiförmig-elliptisch geformte Blätter. Sie ähneln dem Laub des Mispelbaums und sind bis zu 15 Zentimeter lang. In der Herbstsaison färben sich die gelappten Blätter gelblich, orangefarben und rot.

Blüte

Im Mai und Juni erscheinen die schalenförmigen Blüten zu mehreren an den Triebspitzen. Dank ihrer strahlend cremeweißen Farbe bilden sie einen hellen Blickfang im Garten. Die Blüten sind circa einen Zentimeter groß.

Frucht

Aus den doldenartig hängenden Blüten der Crataegomespilus-Pflanzen entwickeln sich im September und Oktober braune, filzige, glänzende Früchte, die apfelförmig und klein sind. Die Breite beträgt bis zu zwei Zentimeter.

Wuchs

Crataegomespilus-Pflanzen wachsen als Großsträucher oder kleine Bäume. Sie erreichen maximale Wuchshöhen von vier bis sechs Metern. Die Breite liegt bei bis zu 3,5 Metern. Pro Jahr ist ein Zuwachs von zehn bis 15 Zentimetern zu verzeichnen. Crataegomespilus-Sträucher sind schwachwüchsig. Die Pflanzen gelten als sparrig wachsend. Das heißt, sie haben Seitenachsen, die zu verschiedenen Seiten unregelmäßig abstehen.

Standort

Pflanzen der Gattung Crataegomespilus bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte. Sie stellen kaum Ansprüche an den Boden. Frische, tiefgründige, durchlässige, nahrhafte Bedingungen sind optimal. Sandig-lehmiges Substrat ist empfehlenswert. Die Sträucher sind gut winterhart. Sie vertragen Temperaturen bis -15 Grad Celsius.

Verbreitung

Die Bäume und Sträucher sind in Mitteleuropa und Westasien beheimatet. Sie stammen ursprünglich aus Frankreich.

Nutzung

Die Pflanzen der Gattung dienen hauptsächlich als Ziergehölze und finden sich seltener als reine Nutzpflanzen angebaut. Wie das Obst des Mispelbaums sind die Früchte der Crataegomespilus-Pflanzen erst nach dem Frost essbar. Sie lassen sich zu Marmelade, Gelee, Kompott, Saft, Likör und Wein verarbeiten und eignen sich für den rohen Verzehr. Nach der Ernte sind die Früchte bis zur Vollreife frostfrei im Keller zu lagern.

Crataegomespilus-Pflanzen eignen sich als Solitär wie für eine Gruppe von Pflanzen. In gemischten Wildobsthecken kommen sie wunderbar zur Geltung. Die edlen Sträucher oder Bäumchen sind nützlich als Bienenweiden und Vogelnährgehölze.

Pflege/Schnitt

Gehölze der Gattung Crataegomespilus sind wenig pflegeintensiv. Lange Trockenphasen und Staunässe gilt es zu vermeiden. Je nachdem, welche der Ausgangsarten dominiert, orientiert sich der Gärtner an den Pflegehinweisen zur Mispel oder zum Weißdorn.

Häufig ist zu lesen, die Pflanzen der Crataegomespilus wären durch versteinerte Samen schlecht keimfähig, was nicht zutrifft. Erfahrungswerte zeigen, dass die Hybride generativ vermehrbar sind und teilweise hoher Keimrate der Samen aufweisen.

Krankheiten/Schädlinge

Die Pflanzen sind kaum anfällig für Krankheiten und Schädlinge.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Crataegomespilus Crataegomespilus

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