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Eigenschaften

  • gespornte Maskenblüten
  • unauffällige Kapselfrüchte
  • kompakte, kriechende Pflanzen
  • gedeihen auf trockenem, steinigem Boden
  • viele immergrüne Arten

Chaenorhinum

Gattung Chaenorhinum ab €4.20 kaufen
     
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Die Pflanzengattung Chaenorhinum (bot. Chaenorhinum) umfasst circa zwanzig verschiedene Arten von einjährigen und mehrjährigen Sträuchern. Sie gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist eng mit der Gattung der Löwenmäuler (Antirrhinum) verwandt, die der selben Familie entstammt.

Die Gattung besteht aus niedrigen, häufiger bodendeckenden und immergrünen Sträucher, die durch ihre sackförmigen Sporne gekennzeichnete Blüten tragen. Diese zieren mit ihrer meist bläulichen Farbe das grünliche, oft behaarte Laubwerk, das entlang des Stängels meist wechselständig angeordnet ist. Die unscheinbaren Kapselfrüchte der Chaenorhinum-Arten fallen kaum ins Auge. Die Pflanzen sind vor allem in Mittel- und Südeuropa und der Türkei häufiger in Industriegebieten, Brachland oder trockenen Äckern mit Schotterböden anzufinden.

Blatt

Die Laubform von Pflanzen der Gattung Chaenorhinum reicht von geradlinig bis länglich oder rundlich. Die Grundblätter sind fast immer gegenständig angeordnet. Bei den meisten Arten sind die Blätter relativ zierlich und haben einen grünlichen Farbton. Viele Vertreter der Gattung werfen ihr Laub während der Winterzeit nicht ab.

Blüte

Die Blüten vieler Chaenorhinum-Arten ähneln stark denen des Großen Löwenmauls (Antirrhinus majus). Typischerweise erscheinen sie als verschlossene Maskenblüten. Aufgrund der gaumenartig ausgebuchteten unteren Lippe. Oft sind die Blüten gespornt. Ihre Farbe unterscheidet sich artabhängig, häufiger weisen die Pflanzen einen bläulichen Farbton auf.

Frucht

Alle bekannten Vertreter der Gattung Chaenorhinum bilden einen unauffälligen Fruchtstand in Form von Porenkapseln aus. Ein Form der Streufrüchte, die vom Mohn bekannt sind. Ihre kleinen Samen verbreiten sich durch den Wind.

Wuchs

Chaenorhinum-Arten sind sowohl einjährig als auch mehrjährig. Sie sind in vielen Fällen kompakt und klein und erreichen seltener eine Wuchshöhe von mehr als einem halben Meter. Viele Vertreter der Gattung weisen einen flach ausgebreiteten, kriechenden Wuchs auf und haben daher bodendeckende Eigenschaften. Oft sind sowohl Stängel als auch Blätter abstehend behaart, teilweise auch mit Drüsenhaaren besetzt.

Standort

Die Gattung Chaenorhinum gedeiht besonders gut in trockenen, steinigen Arealen und auf Geröll. Dabei bevorzugen ihre Vertreter je nach Art einen vollsonnigen bis halbschattigen Standort. Viele Arten sind stickstoffliebend und benötigen einen durchlässigen und frischen bis mäßig trockenen Boden.

Verbreitung

In erster Linie ist die Gattung Chaenorhinum in der Türkei und dem Mittelmeerraum beheimatet. Allerdings kommen einzelne Arten in Großbritannien und Skandinavien vor und finden sich bis nach Nordamerika verschleppt.

Nutzung

Vertreter von Chaenorhinum finden vor allem als Zierpflanzen in Steingärten und Trockenbeeten Einsatz. Sie sind aufgrund ihrer schönen Blüten oder als immergrüner Bodendecker beliebt. Auch dienen manche Arten, wie das Kleine Leinkraut (Chaenorhinum minus), in der Naturheilkunde als schweißtreibendes oder abführendes Mittel.

Pflege/Schnitt

In der Regel sind die Arten der Gattung Chaenorhinum relativ pflegeleicht. Ein Großteil ihrer Vertreter ist gut winterhart, solange die Temperatur nicht unter -15 Grad Celsius fällt. Dennoch ist vorsichtshalber bei stärkerem Frost ein Winter- und Sonnenschutz anzuraten. Eine Decke aus Reisig oder ein Vlies bieten sich hierfür an. Viele Arten brauchen in den ersten Wochen nach dem Pflanzen viel Wasser, allerdings ist Staunässe zu vermeiden. Sind die Pflanzen angewachsen, reduziert sich der Wasserbedarf und der Gärtner greift seltener zur Gießkanne. Das Vermehren erfolgt durch Samen oder Teilen der Pflanzen oder durch Stecklinge.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Chaenorhinum Chaenorhinum

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