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Eigenschaften

  • ideale Bodendecker
  • blühen von Juni bis Oktober
  • Blüten in intensiven Farben
  • lieben sonnige Standorte
  • halten lange Trockenperioden aus

Calandrinie

Gattung Calandrinia ab €0.00 kaufen
     
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Die Calandrinien (bot. Calandrinia) bilden eine Gattung innerhalb der Familie der Portulakgewächse (bot. Portulacaceae). Diese Pflanzengattung ist benannt nach dem Schweizer Botaniker Jean Louis Calandrini. Die rund 150 Arten der Gattung von einjährigen Kräutern überzeugen mit bunten Blüten in Pink, Purpur, Rot und Weiß. Sie stammen ursprünglich aus Australien, Nordamerika und Chile. Schon seit 1835 sind die betörenden Pflanzen im botanischen Garten in Berlin zu finden.

In einem modernen Steingarten ist die Calandrinie mit ihrem polsterbildenden, flachen Wuchs und den prächtigen Blütenrispen nicht mehr wegzudenken. Bereits in der frühen Morgensonne verzaubert die bodendeckende Pflanze mit einer interessanten Optik das menschliche Auge. Sie blüht von der Sommermitte bis in den Frühherbst hinein ohne Unterbrechung. Der Zier- und Steingarten erstrahlt im gleißenden Sonnenlicht zu einem wunderschönen Blütenteppich. Auch Nützlinge des Gartens und der Stauden finden zwischen Kieseln, Steinen und dem sandigen Boden einen willkommenen Unterschlupf. So erfreuen sich Mensch und Tier an der sonnenliebenden Pracht der schmückenden Gewächse.

Blatt

Die einfachen sukkulenten Blätter der Pflanzen aus der Gattung der Calandrinien sind wechselständig angeordnet. Die fleischigen Blätter an halbstrauchartigen Stängeln zeigen sich länglich, spitz oder eiförmig, von linear bis leicht eingedreht. Viele Arten besitzen eine lanzettliche Blattform mit drei bis acht Mal mehr Länge als Breite. Die Blattspreite ist in der Mitte am breitesten und verschmälert sich zu beiden Seiten mit bogigen Blatträndern. Die in einer bodenständigen Rosette befindlichen Blätter sind ganzrandig. Sie schimmern von blaugrün bis seegrün.

Blüte

Bereits im ersten Standjahr blühen die Calandrinien ab Mitte des Sommers und bis in den herbstlichen Spätsommer hinein. Die Blüten sind klein und gruppieren sich in Trauben. Die bekannteste Pflanzenart aus der Gattung der Calandrinien ist die Calandrinia umbellata. Auch als Schirm-Kalandrine ist sie bekannt. Ihre Blüten erreichen einen Durchmesser von einem bis zwei Zentimetern. Die Pflanzen leuchten als Blütenteppich mit hunderten von farbintensiven Pflanzensprossen. Die zarten Blüten strahlen in Pink, Lila und Rot. Viele Sorten sind zweifarbig weiß blühend erhältlich. An dem zweiteiligen Kelch befinden sich drei bis fünf gleiche Kronblätter. Diese sitzen am Grunde des Kelches unterhalb des Fruchtknotens.

Frucht

Die Kronblättchen der Blüte sind unterhalb des Fruchtknotens befestigt. Dadurch ist der Fruchtknoten des bodendeckenden Gewächses in der Mitte der Blüte deutlich erkennbar. Hier sind vier bis fünfzehn Staubfäden vorhanden. Die Pflanze vermehrt sich durch Stecklinge als Blatt- oder Stängelschnitt oder sät sich selbst aus.

Wuchs

Die optimale Zeit für die Aussaat der Pflanzen im Außenbereich ist im Frühjahr nach dem letzten Frost. Die Samen kommen drei Millimeter tief in den Boden. Bei einer Temperatur von 13 bis 15 °C entwickeln sich die Blumen am besten. In Torftöpfen keimen die Samen sechs bis acht Wochen vor dem Umsetzen an ihren endgültigen Standort im Innenbereich. Die optimale Temperatur beträgt hier 16 °C. Die Keimung beginnt nach ein bis zwei Wochen. Die Calandrinien sind kompakt polsterbildend und erreichen eine Höhe von 15 bis 30 Zentimetern. Wenige Arten erreichen eine Höhe von bis zu 45 Zentimetern. Die bedingt winterharten Stauden haben in kalten Regionen eine kurze Lebensdauer. Sie wachsen als Einjährige in Steingärten, Ziergärten oder auf flachen Blumenbeeten. Die Pflanzen sind bei ausreichendem Winterschutz mehrjährige (perennierende) wunderschöne, bodendeckende Pflanzen.

Standort

Die Stauden dieser Pflanzengattung sind wahre Sonnenanbeter. Der ideale Standort mit den besten Resultaten ist ein durchlässiger, sandiger oder kiesiger Boden. Die Pflanzen bevorzugen das volle Sonnenlicht und wachsen gerne an heißen Standorten. Die Arten der Calandrinie bevorzugen trockenen Boden. Sie überleben lange Trockenphasen, brauchen keine feuchten Böden und wenig Wasser.

Verbreitung

Calandrinien verbreiten sich großflächig in Australien, in Nordamerika und in den Anden von Chile. Diese Länder gelten als Geburtsstätte der Gattung. Als mehrjährige Staude verbreiten sich viele Arten in den warmen Zonen der Erde wie Australien und Amerika. Als Einjährige oder ausreichend wintergeschützt, vorzugsweise in Glashäusern, ist die Pflanze in den kühleren Zonen wie Europa beliebt.

Nutzung

In Nordamerika und dem nördlichen Asien nutzen Einwohner manche Sorten der Arten aus der Gattung der Calandrinie als Gemüse. Allerdings besitzen einige Sorten Gerbstoffe, die für dem gehaltenen Vieh dieser Ländern schadet. Hierzulande finden sich die herrlich blühenden Gewächse als zierliche Steingartenrarität. Sie bezaubern in Ziergärten oder auf flachen Blumenbeeten. Mit ihrer exotischen Optik machen sie sich gut als Bodendecker oder zur Randbepflanzung.

Pflege/Schnitt

Die Calandrinie ist leicht zu handhaben und zu pflegen. Idealerweise stehen die Stauden in vollem Sonnenlicht. Hier halten sie lange Trockenperioden aus, benötigen keinen Dünger und wenig Wasser. Sie gedeihen bei mäßigem Gießen. Einmal in der Woche ist ausreichend. Um ein überreiches Aussamen der Pflanzen zu verhindern, sind trockene Blütenstände regelmäßig zu entfernen. Im Winter ist es ratsam, die Pflanzen ausreichend vor Frost zu schützen.

Krankheiten/Schädlinge

Krankheiten spielen in Stein- und Ziergärten eine untergeordnete Rolle. Jedoch ist die Calandrinieor vor der meistverbreiteten, häufigsten Pflanzenkrankheit, dem Echten Mehltau, nicht gefeit. Der durch Pilzsporen übertragene Pflanzenpilz hinterlässt einen mehlartigen, weißen Belag auf den Blättern. Befallene Pflanzenteile entfernt der erfahrene Gärtner und behandelt die Pflanzen anschließend fachgerecht. In Steingärten, auf kiesigen Böden oder in kleinen Mauern verstecken sich zahlreiche Nützlinge. Frösche, Igel, Eidechsen und Spinnen finden ihren natürlichen Unterschlupf. Sie halten Schädlinge wie Raupen oder Schnecken fern. Das macht sie zu hilfreichen und gern gesehenen Gästen unserer Gärten.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Calandrinie Calandrinia

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