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Eigenschaften

  • krautige oder verholzende Pflanzen mit Körbchenblüten
  • Zungen- und Röhrenblüten sind verschieden oder gleich gefärbt
  • Pflanzen der extrem trockenen Standorte
  • Blütezeit bis zu den ersten Frösten
  • als Stauden für sommerliche Beete geeignet

Bracteantha

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Die Gattung Bracteantha entzückt mit zauberhaft geformten, bunten Blüten, die dauerhaft wahre Kunstwerke der Natur sind. Wie ihr deutscher Name Strohblumen verrät, überdauern ihre Blüten getrocknet lange Zeit. Doch zuvor erfreuen die Blüten der Strohblumen Bienen, Hummeln und andere Insekten.

Die Pflanzengattung gehört zur Familie der Korbblütengewächse (bot. Asteraceae) und umfasst sieben beschriebene Arten. Zuchtformen stammen von der Garten-Strohblume (bot. Bracteantha bracteata), die ursprünglich aus Australien stammt. Unter Botanikern ist als Synonym ist der Gattungsname Xerochrysum gebräuchlich, der auf die speziellen Lebensräume der Pflanzen hindeutet. Als Xerophyten wachsen die Pflanzen auf extrem trockenen Standorten. Die Bracteantha-Arten gehörten ursprünglich zur Gattung Helichrysum, die im Deutschen ebenfalls unter der Bezeichnung Strohblumen bekannt ist. Bracteantha-Arten sind wahre Überlebenskünstler, die sich mit ihrem Wuchs auf besondere Lebensräume spezialisiert haben.

Blatt

Die Blätter erreichen eine Wuchslänge bis zu 100 Millimeter. Sie erscheinen grün bis grau-grün. Sie laufen spitz zu und sind bei einigen Arten am Rand nach unten eingerollt. Auf der Blattoberseite ist eine erhabene Mittelrippe deutlich erkennbar. Die Blätter sind kahl oder leicht behaart. Auf der Blattunterseite tragen die Blätter mikroskopisch kleine Drüsen, die ein klebriges Sekret produzieren.

Blüte

Bracteantha-Arten tragen die für Korbblütengewächse typischen Blütenstände, die wie eine Einzelblüte erscheinen. Ein Blütenkörbchen sitzt endständig an einem langen Blütenstandsschaft. Die Blütenköpfe erreichen einen Durchmesser zwischen 1,5 und 3,5 Zentimeter. Sie bestehen aus unzähligen Röhrenblüten, die im Zentrum sitzen. In den Röhrenblüten sitzen die männlichen und weiblichen Blütenorgane. Die Röhrenblüten verströmen einen süßlichen Duft, der Bestäuber anlockt. Sie sind bei wild wachsenden Arten anders gefärbt, als die am Rand des Körbchens sitzenden Zungenblüten. Diese randständigen Kronblätter übernehmen mit ihren kräftigen Farben die Schaufunktion. Sie sprechen den Sehsinn der möglichen Bestäuber an und versprechen ihnen, dass die Blüten voll mit süßem Pollen sind.

Die Zuchtformen blühen in allen erdenklichen Farben. Es gibt rote, weiße, gelbe purpurfarbene oder orangefarbene Blüten. Bei vielen Sorten sind die Zungen- und Röhrenblüten gleich gefärbt. Einige Varianten besitzen unterschiedlich gefärbte Blütenkörbchen. Es gibt Zuchtformen wie die Sorte 'Halo Purple', die weiß gefärbte Zungenblüten mit einer pink gefärbten Spitze tragen. Mit den gelb gefärbten Röhrenblüten wirken die Blütenstände dreifarbig. Nicht alle Kreuzungen entwickeln Zungen- und Röhrenblüten. Einige Sorten entwickeln gefüllte Blüten, die nur Zungenblüten entwickeln. Sie sind nicht fortpflanzungsfähig. Die Blütezeit der verschiedenen Arten reicht von Anfang Juli bis in den September hinein. Zuchtformen blühen in mitteleuropäischen Gefilden früher. Einige Arten zeigen ihre Blüten bis kurz vor die ersten Nachtfröste im Herbst.

Frucht

Bracteantha-Arten bilden zahlreiche kleine Achänen aus. Das sind Schließfrüchte, die an nussähnliche Gestalt erinnern. Sie tragen einen Haarkranz, der unter dem Namen Pappus bekannt ist. Mit Hilfe des Pappus fliegen die Früchte mit dem Wind davon. Der Pappus ist gelb oder weiß gefärbt. Die einzelnen Pappushaare fächern sich am Ende aus.Die Frucht ist etwa vier Millimeter lang.

Wuchs

Die Gattung umfasst aufrecht wachsende krautige Pflanzen oder verholzende Sträucher, die Wuchshöhen bis zu einem Meter erreichen. Die krautigen Pflanzen sind ein- bis zweijährig oder ausdauernd und wachsen zwischen 20 und 80 Zentimeter hoch. Die Mehrzahl der krautigen Pflanzen wachsen mit einer Hauptsprossachse, die sich nicht verzweigt. Wenige Arten verzweigen an der Basis direkt über der Erdoberfläche. Die Pflanzen entwickeln auf dem Stängel Haare, die sich rau anfassen. Zwischen den Haaren sitzen Drüsenhaare, die eine klebrige Flüssigkeit bilden.

Standort

Die Arten der Gattung Bracteantha wachsen auf Standorten mit vollsonnigen bis halbschattigen Bedingungen. Die krautigen Pflanzen bevorzugen warme und trockene Standorte mit einem gut durchlässigen Substrat. Ein Gemisch aus Sand und Lehm ist ideal. Es bietet genügend Nährstoffe und staut in den oberen Schichten des Bodens kein Wasser an. Verholzende Pflanzen bevorzugen einen dunkleren Standort mit etwas kühleren Temperaturen. Die Pflanzen bilden in Australien typische Gesellschaften der extrem trockenen Standorten. Sie wachsen in Gesellschaft von an Land lebenden Tausendblattgewächsen der Gattung Haloragis und Arten der Gattung Sclerolaena aus der Familie der Amaranthgewächse.

Verbreitung

Die Gattung ist auf dem australischen Kontinent heimisch. Hier wachsen die Pflanzen in offenen Landschaften, in denen nur hoch spezialisierte Arten vorkommen. Die strauchigen Arten wachsen in Wäldern und Gebüschen. Seit dem 18. Jahrhundert wachsen die Arten außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets auf der ganzen Welt. In Deutschland ziert die Garten-Strohblume seit dem 19. Jahrhundert die Gärten.

Nutzung

Die Pflanzen gelten als beliebte Zierpflanzen, die zwischen Beeten mit Sommerblumen wachsen. Hochwüchsige Arten eignen sich für Staudenbeete oder Hecken, da hier der bevorzugte Halbschatten herrscht. Die krautigen Pflanzen sind nutzbar als Schnittblumen und verzieren Trockensträuße, da viele Zuchtformen ihre Blütenfarbe nach dem Trocknen beibehalten. Der beste Zeitpunkt für einen Schnitt ist kurz bevor sich die Blüten öffnen. An einem kühlen und feuchten Ort hängen die abgeschnittenen Stängel kopfüber, bis sie vollständig trocken sind.

Pflege/Schnitt

Bracteantha-Arten benötigen in der ersten Wachstumsphase ausreichend Nährstoffe. Ein Düngen circa drei bis vier Wochen nach dem Pflanzen kommt dem Wachstum zugute. Die Pflanzen zeigen einen mäßigen Wasserbedarf. Sie überstehen kürzere Trockenperioden problemlos und sind ausschließlich bei lang andauernden trockenen Phasen auf eine Wasserzufuhr angewiesen. Staunässe vertragen die Wurzeln nicht. Bracteantha-Arten wachsen ideal in Kübeln und Pflanzgefäßen mit Löchern, denn hier fließt das Wasser ausreichend ab.

Es empfiehlt sich, verwelkte Blütenstände zu entfernen. Dadurch stecken die Pflanzen ihre Energie in das Entwickeln neuer Blüten. Die Blütezeit verlängert sich durch diese Pflegemaßnahme. Die Pflanzen sind nicht winterfest. Ausdauernde Pflanzen überwintern bei mitteleuropäischen Temperaturen an einem milden und geschützten Ort. Ideal ist ein Wintergarten. Ein Rückschnitt eignet sich im Frühjahr, bevor die ersten Triebe sprießen. Diese Maßnahme verleiht den Pflanzen eine frische Form.

Krankheiten/Schädlinge

Bei zu hoher Feuchte neigen die Pflanzen zum Befall durch Grauschimmel. Die Pilzsporen bevorzugen eine hohe Luftfeuchte und überziehen die grünen Pflanzenteile mit einem weiß-grauen Pelz. Bei einem starken Befall breitet sich der Grauschimmel auf die Wurzeln aus. Bracteantha-Arten zeigen sich anfällig für Blattläuse und Weiße Fliegen. Die Schädlinge ernähren sich vom grünen Pflanzengewebe und den Zellsäften, was die Pflanzen bei einem starken Befall schädigt. Mit der Zeit verfärben sich die Blätter gelb und sterben ab. Als wirksames Mittel hiergegen erweisen sich Auszüge aus Brennnessel oder Ackerschachtelhalm.

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