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Eigenschaften

  • bräunlich-grüne schmale Blätter
  • aufrecht wachsend, teilweise horstbildend
  • niedrige bis mittlere Wuchshöhe, bis zu einem Meter
  • onniger bis vollsonniger Standort bevorzugt
  • anspruchslos und winterhart

Bouteloua

Gattung Bouteloua ab €4.30 kaufen
     
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Bouteloua ist eine Gattung aus der Familie der Süßgräser (bot. Poaceae). Ein weiterer geläufiger Name ist Grama-Gras oder auf Arten bezogene Eigennamen. Zu der Gattung Bouteloua gehören über 40 verschiedene Arten, die aus ein- oder mehrjährigen niedrig bis mittelhohen Gräsern bestehen.

Der Name Bouteloua stammt von einem spanischem Gärtner, Claudio Bouteloua, der eine dieser Pflanzen von einer Nordamerika Reise mitbrachte. Die verschiedenen Bouteloua-Arten sind typische Prärie- und Steppengräser und von Nordmexiko über Nordamerika bis hoch nach Kanada weit verbreitet. Als Büffelgras bekannt, bieten die Pflanzen Büffel- und Rinderherden nahe der Rocky Mountains Nahrung. In Europa finden die winterharten Gräser als Ziergräser in Gärten Verwendung. Durch ihr besonderes Aussehen füllen sie Stein- oder Staudengärten hübsch auf und schaffen einen leichten Wild West Flair. In milderen Wintern bleiben die Halme immergrün und sind bei Schnee kleine Farbtupfer im Garten. Auch Schmetterlinge erfreuen sich an den kurzen Gräsern und Vögel wissen das nützliche Material zum Nisten zu schätzen.

Blatt

Die Bouteloua zeichnen sich durch sehr schmale, bandförmige Blätter aus. Sie ragen bis zu 20 Zentimeter in die Höhe und hängen über. Die Blätter wachsen artabhängig in dichten Horsten. In ihrer Farbgebung sind sie von matt-grün bis bräunlich-grün vertreten. Im Winter verfärbt sich das Laub braun-violett. Gekennzeichnet sind die Blätter von einem ganzrandigem Blattrand.

Blüte

Am oberen Ende der Halme blühen in der Zeit von Juni bis September kleine, in Ähren angeordnete Rispen. Bei einigen Arten stehen diese Ähren waagerecht ab und verursachen ein Rascheln, dass sich wie ein Schwarm Moskitos anhört, wenn Wind hindurchfährt. Daher der Eigennahme Moskitogras. Die Blüten färben sich rot-orange bis bräunlich und bilden zu den matt-grünen Halmen einen schönen Kontrast.

Wuchs

Die Wuchsform ist bei allen Gräsern gerade nach oben gerichtet und unterscheidet sich in der Höhe. Einige niedrig wachsende Arten erreichen Wuchshöhen von 20-40 Zentimeter. Andere mittelhoch wachsende Arten wachsen auf bis zu einen Meter Höhe heran. Typischerweise bilden die Bouteloua-Arten Horste aus. Das bedeutet, dass die Triebe der Pflanzen nahe beieinander stehen und ein büschelartiger Eindruck entsteht.

Standort

Die Gräser aus der Gattung der Bouteloua bevorzugen sonnige bis vollsonnige und trockene Standorte. Besonders gut gedeihen die Pflanzen auf lockerem, sandigem und etwas kalkhaltigem Boden. Zwischen größeren Steinen oder in Rabatten sind sie zieren sie ihr Umfeld. Die Gräser sind pflegeleicht und anpassungsfähig. Wichtig ist ein gut durchlässiger und unkrautfreier Boden. Die Gräser lassen sich im Garten und in Kübeln oder auf dem Balkon pflanzen. Auch hier sorgen sie für eine zauberhafte Abwechslung.

Verbreitung

Die Bouteloua Gräser sind weit verbreitet und stammen ursprünglich aus Nordamerika und Kanada. Ihr natürlicher Lebensraum sind Prärien. Diese Herkunft macht die Gräser widerstandsfähig und tolerant gegenüber Trockenheit und praller Sonne. Inzwischen wachsen die Gräser auch in europäischen Breitengraden hervorragend unter geeigneten Bedingungen.

Nutzung

In Nordamerika dienen die kürzer wachsenden Arten vor allem als Weideland für Büffel- und Rinderherden. In hiesigen Gärten dienen die Gräser als optischer Hingucker in Beeten, Rabatten oder Steingärten und unterstützen den Flair eines Naturgartens. Im Winter ragen die Halme meist aus dem Schnee und hauchen dem Garten in der tristen Jahreszeit Farbe und Leben ein. Mildere Breitengrade erfreuen sich auch im Winter an immergrünen Gräsern, während sie sich in kälteren Regionen im Winter sattgelb färben. Die Blüten sind darüber hinaus Anziehungspunkt für Schmetterlinge und bei Vögeln sind die Gräser beliebtes Nistmaterial.

Pflege/Schnitt

Sind die Pflanzen noch jung, benötigen sie im ersten Jahr mehr Pflege. Dazu gehört regelmäßiges Gießen. Im ersten Jahr bildet sich vermehrt Unkraut. Hier ist Jäten unerlässlich. Sobald die Pflanzen älter sind, breiten sie sich intensiver aus. Für Unkraut bleibt kein Platz mehr. Die Gräser sind widerstandsfähig und anspruchslos. Gelegentliches Wässern an extrem sonnigen, warmen Sommertagen ist ausreichend. Dabei ist Staunässe zu vermeiden. Auch im Winter ist es wichtig, die Pflanzen keiner stehenden Nässe auszusetzen. Bouteloua-Arten lieben den kargen Boden. Das erübrigt das Düngen. Zu viele Nährstoffe wirken sich schädigend auf die Pflanzen aus und führt zu unnatürlichem Wuchs. Zum Ende des Winters ist es an Zeit, die Gräser zurückzuschneiden. Der frühe Rückschnitt verhindert das Beschädigen von Sprösslingen. Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht zu empfehlen. Wasser und Schnee sammelt sich in den hohlen Halmen. Das führt zum Erfrieren oder Schimmeln.

Zum Einpflanzen ist das Frühjahr der beste Zeitraum. Die Gräser lassen sich über Samen oder über Teilung vermehren. Einfacher und schneller geht es über die Teilung. Die Mutterwurzel ist mit einem scharfen Messer zu teilen und erneut an anderer Stelle einzufplanzen. Dabei ist das Pflanzloch in doppelter Größe zur Wurzel zu graben. Nach dem Einpflanzen ist eine Schicht Mulch rund um die Pflanze von Vorteil.

Krankheiten/Schädlinge

Die Präriegräser sind robust gegenüber Schädlingen. Schnecken meiden die Pflanzen gänzlich. Lediglich Nässe ist schädlich. Sitzen die Pflanzen zu nah beieinander und trocknen schlecht ab, schimmeln sie leicht. Übermäßiges Gießen begünstigt Wurzelfäule. Daher ist es wichtig, zwischen den Pflanzen genügend Platz zu lassen, um Luftzirkulation zu ermöglichen und Staunässe zu vermeiden.

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