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Eigenschaften

  • krautige Pflanzen, selten Stauden, mit borstiger Behaarung
  • rosa, blaue oder weiße Glockenblüten
  • Bestäubung erfolgt durch Insekten
  • gedeiht in lockeren Böden
  • vorrangig als Küchenpflanze und in der Kosmetik verwendet

Borretsch

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Borretsch (bot. Borago) ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Die Gattung gilt als Schwestergruppe von Symphytum. Im Deutschen kennen es Pflanzenfreunde unter dem Namen Beinwell. Borretsch umfasst fünf Arten, gegliedert in zwei Untergattungen.

Die einjährigen oder ausdauernden krautigen Pflanzen sowie kurzlebige Stauden wachsen aufrecht und besitzen borstige Haare. Ihre Blätter bilden im Frühjahr verzweigte Blütenstängel. In diesem Zeitraum tragen die Vertreter der Gattung halbhängende, sternförmige Blüten. Aufgrund ihres Nektars treffen sie beispielsweise bei Imkern auf Wohlwollen. Die Bestäubung der Pflanzen erfolgt durch Bienen. Für die Ausbreitung der Samen sorgen zudem Ameisen. In der Fachsprache heißt der Prozess Myrmekochorie (Ameisenausbreitung).

Blatt

Die Mehrzahl der Arten innerhalb der Pflanzengattung bildet große Grundblätter aus. Diese sind rosettenartig angeordnet. Die gestielten Laubblätter besitzen eine borstige Behaarung. Sie zeichnen sich durch ihre eiförmige lanzettliche Form aus. Die unteren Blätter überschreiten die anderen in der Größe.

Bei einigen Arten erreichen sie eine Breite von drei bis vier Zentimetern. Darüber befinden sich wechselständige Laubblätter. Bei der Vielzahl der Pflanzen, die zur Gattung Borago gehören, treten wellige, unregelmäßig gezähnte Blattränder auf.

Blüte

Bei Borretsch zeigen sich die Blüten als Glockenblumen. Sie verengen sich zunehmend und bilden einen Trichter oder Becher. Sie beinhalten Nektar. Zusätzlich existiert ein Streukegel. Bei den Blütenständen handelt es sich um verzweigte, lockere Wickel. Die einzelnen Blüten weisen Tragblätter auf. Der Kelch wirkt bis zum Grund fünfspaltig. Er vergrößert sich nach der Blüte. Ein weiteres Merkmal besteht in der radförmig ausgebreiteten Krone.

Die Farbe der Blüten variiert zwischen rosa, blau und weiß. Die Arten besitzen kurze oder keine Kronröhren. Aus der Krone ragen kurze, kahle und ausgerandete Schlundschuppen heraus. Die Staubblätter, angesetzt am Grund der Krone, überragen diese deutlich. Die Staubfäden verfügen an ihrer Spitze über ein schmales, langes Anhängsel. Der Griffel ist kürzer als die Schlundschuppen, er trägt eine kopfige Narbe.

Frucht

Die Frucht existiert als Klausenfrucht (spezielle Form der Zerfallfrucht) und bildet Teilfrüchte aus. Sie sehen verkehrt-eiförmig, gerade und runzelig aus. Neben der konkaven Ansatzstelle zeichnen sie sich durch eine sie umgebende Ringwulst aus.

Wuchs

Die Arten der Gattung Borretsch wachsen als einjährige oder ausdauernde Krautpflanzen, seltener Stauden. Vollständig borstig behaart, bilden sie ausgeprägte Pfahlwurzeln aus. Der bekannteste Vertreter der Pflanzengattung, Borretsch (Borago officinalis), erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 70 Zentimetern. Alle Gewächse weisen einen kräftigen Stängel mit leicht stechender Behaarung auf. Sie stehen aufrecht und verzweigen sich im oberen Bereich.

Standort

Pflanzen der Gattung Borretsch bevorzugen sonnige und windgeschützte Standorte. Sie wachsen in feuchten, kalkhaltigen Böden mit lockeren Erdschichten. Obgleich die Gewächse geringe Ansprüche aufweisen, gedeihen sie nicht in zu nährstoffhaltigen und überdüngten Erdreichen. Um sie in einen lehmhaltigen, dichten Boden zu pflanzen, eignen sich Zuschlagstoffe wie Perlite, Bims und Quarzsand.

Verbreitung

Die Pflanzengattung wächst vorrangig im Südwesten des Mittelmeerraums. Vier der fünf Arten finden sich ausschließlich in Korsika, Sardinien, Nordwest-Afrika und am Toskanischen Archipel. Die einzige Ausnahme bildet der als Borretsch bekannte Borago officinalis. Weit verbreitet kultiviert, kommt er innerhalb Europas oft verwildert vor.

Nutzung

Einige Arten der Gattung kommen als Küchenkraut zum Einsatz. Sie enthalten Inhaltsstoffe, die sich für Hautpflegeprodukte eignen. Des Weiteren finden Gewächse der Pflanzengattung Borago in der Pflanzenheilkunde Anwendung.

Pflege/Schnitt

Borretsch säen Besitzer von Garten und Feld ganzjährig aus. Für ein gesundes Wachstum lohnt sich eine Aussaat zwischen April und Juni. Die Samen bringen sie direkt in die Erde ein. Die Gattung gehört zu den Dunkelkeimern. Daher erfolgt die Samenplatzierung ein bis drei Zentimeter unterhalb der Oberfläche. Starker Lichteinfall unterbindet das Keimen. Bei der Mehrzahl der Vertreter beträgt die Keimzeit bis zu zwei Wochen.

Die Pflanzen brauchen zueinander einen Reihenabstand zwischen 30 und 50 Zentimeter. Geschieht das nicht, entwickeln sie sich zu Nährstoffkonkurrenten. Zusätzlich eignet sich die Gattung zur Topfkultivierung. Dafür benötigen die Nutzer tiefe und breite Pflanzenbehälter. Mit der Zeit bilden die krautigen Pflanzen tiefe Pfahlwurzeln mit ausgeprägten Ausläufern. Borretsch gehört nicht zu den frosttoleranten und winterharten Gattungen.

Bei der Kultivierung im Erdreich, erfolgt im Frühjahr eine einmalige Düngung. Im Topf brauchen die Gewächse mehrmals jährlich geringe Mengen an Dünger. Dabei meiden die Pflanzenbesitzer mineralische Pflanzendünger. Eine gute Alternative stellen Kräuterdünger auf organomineralischer Basis dar.

Die Pflanzengattung weist einen leicht erhöhten Wasserbedarf auf. Sie reagiert auf längere Trockenperioden empfindlich. Bei Topfpflanzen sollte die Erde nicht komplett austrocknen. Heiße Temperaturen erfordern das mehrmals tägliche Gießen der Gewächse. Diese brauchen in der Regel keinen Schnitt.

Krankheiten/Schädlinge

Zu den Schädlingen, die die Pflanzengattung befallen, gehören grüne und schwarze Blattläuse. Teilweise kommen sie auf einem Gewächs in großen Mengen vor. Speziell bei dicht beieinanderstehenden Exemplaren droht der Befall. Kommt es zu einer übermäßigen Pflege, tritt Mehltau auf Blüte und Laubblättern auf.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Borretsch Borago

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