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Eigenschaften

  • große, einzeln stehende Blütenköpfe
  • zweijährig bis ausdauernd
  • weltweite Verbreitung
  • Nutz- und Zierpflanze
  • brauchen viel Sonne

Bocksbärte

Gattung Tragopogon ab €0.00 kaufen
     
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Die Bocksbärte (botanisch Tragopogon) sind eine Gattung in der Unterfamilie Cichorioideae, früher als Zungenblütler bezeichnet. Damit zählen die Pflanzen zur Familie der Asteraceae (Korbblütler). Die Pflanzengattung umfasst rund 45 Arten, vorrangig in gemäßigten Zonen zu finden.

Vorwiegend wachsen die Bocksbärte in Eurasien, im westlichen Asien sowie im Mittelmeerraum. Manche Arten sind in Nordafrika beheimatet. Mehrere Vertreter der Gattung gedeihen weltweit als invasive Pflanzen. Viele Gewächse, beispielsweise der Wiesenbocksbart, finden als Wildgemüse Verwendung. Zudem bauen Gärtner Tragopogon, als Beispiel die Haferwurzel, an. Die krautigen, kahlen Pflanzen führen Milchsaft. Sie weisen ästige Stängel, die lanzettliche bis lang zugespitzte Blätter umfassen, auf.
Zu den charakteristischen Merkmalen der Arten zählen die großen, einzeln stehenden Blütenköpfe, lang gestielt. Sie besitzen eine walzliche Hülle. Manche Arten wie der Große Bocksbart (Tragopogon dubius) wachsen auf Halbtrockenrasen sowie auf Wegen und Dämmen. Ihren deutschen Gattungsnamen tragen die Bocksbärte aufgrund der geschlossenen Fruchtstände. Anfangs wachsen aus diesen weiße Härchen. Diese ähneln dem Bart eines Ziegenbocks.

Blatt

Bocksbärte entwickeln sitzende, ganzrandige Laubblätter. Diese ähneln in ihrer Form Gras.

Blüte

Die sternförmigen Blütenköpfchen bilden zusammen Blütenkörbe. Diese stehen einzeln endständig. Sie enthalten 30 bis 50, seltener bis zu 180 Zungenblüten. Die Blütenfarbe reicht von gelb über purpur bis zu violett. Aus diesen entwickeln sich nach der Blüte große Schirmchenfrüchte.

Frucht

Aus den Blüten der Bocksbärte entspringen dunkel- bis hellbraune Achänen (nussähnliche Schließfrüchte). Sie weisen einen großen, weißen bis braunen Haarkranz auf. Manche Arten besitzen eine Federkrone. Dieer Pappus dient den Samen als Flugfallschirm.

Wuchs

Die unterschiedlichen Arten der Pflanzengattung existieren als krautige Pflanzen, zweijährig bis ausdauernd. Sie erreichen Wuchshöhen zwischen 50 und 150 Zentimetern. Bei manchen Vertretern liegt die Maximalhöhe bei 15 Zentimetern. An der Basis weisen die Stängel teilweise Verzweigungen auf. Ein charakteristisches Merkmal der Bocksbärte stellen die grasähnlichen Blätter dar. Ebenso erinnern die Sämlinge an Gras. Bei der Pflege kommt es darauf an, sie nicht versehentlich zu entfernen.

Standort

Bei den Tragopogon-Arten handelt es sich um robuste Gewächse, die auf verschiedenen Untergründen wachsen. Vorzugsweise gedeihen sie auf mäßig nahrhaften Böden. Die Vielzahl der Vertreter bevorzugt einen sonnigen Standort. Wenige Arten tolerieren Halbschatten. Manche Exemplare wachsen bis in Höhenlagen von 2.200 Metern.

Verbreitung

Die unterschiedlichen Pflanzen aus der Gattung Tragopogon besiedeln gemäßigte Gebiete im Osten Europas und Eurasien. Ebenso wachsen mehrere Arten in Nordafrika.

Nutzung

Bei vielen Tragopogon-Arten finden alle Pflanzenteile in der Küche Verwendung. Die Laubblätter eignen sich als Beilage im Salat. Die Wurzeln bereiten Köche ähnlich wie Schwarzwurzeln zu. Beim Wiesenbocksbart und dem Großen Bocksbart servieren sie die knospenden Blütenstängel wie Spargel. Zahlreiche Vertreter enthalten im Stängel sowie in der Wurzel Milchsaft.

Aus diesem Grund sind sie gewaschen und ungeschält zu benutzen. Neben- und Haarwurzeln sind von den Wurzeln zu entfernen. Vereinzelte Arten der Gattung verwendet die Medizin. Zudem gehen die Pflanzen mit ansehnlichen Blüten und Fruchtständen einher. Daher eignen sie sich als Dekoration in Gärten. Hier ziehen sie aufgrund ihres Nektars Bienen und Schmetterlinge an.

Pflege/Schnitt

Die Mehrzahl der robusten Arten begnügt sich mit jedem Boden. Die Pflanzen brauchen ausreichende Sonneneinstrahlung. Sie profitieren von regelmäßigen Wassergaben. Bei Untergründen mit geringem Nährstoffanteil lohnt sich das monatliche Düngen mit Pflanzenjauche. Zahlreiche Vertreter der Pflanzengattung sind winterhart. Nach der kalten Jahreszeit erhalten sie einen Rückschnitt sie bis zum Boden. Die Vermehrung geschieht durch die Aussaat im Frühjahr.

Krankheiten/Schädlinge

Schwarze Blattläuse besiedeln ab und an einige Pflanzen der Gattung, beispielsweise den Wiesenbocksbart. Sie ernähren sich vom Blattgewebe der Gewächse. Auf die Dauer beeinträchtigt der Befall deren Wuchs. Eine vorbeugende Maßnahme besteht im Abspritzen mit Tee vom Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense). Die Substanz tragen die Gärtner speziell unter den Blütenknospen auf.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Bocksbärte Tragopogon

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