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Eigenschaften

  • zierende Blütenbäume
  • große, gelb blühende Rispen
  • spät blühende Bienentrachtpflanzen
  • interessante Früchte
  • winterhart, vertragen Trockenheit

Blaseneschen

Gattung Koelreuteria ab €36.90 kaufen
     
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Blaseneschen (bot. Koelreuteria) gehören als Pflanzenart in die Ordnungsgruppe der Seifenbaumartigen (Sapinales). Sie bilden eine Gattung innerhalb der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Die Gattung besteht aus holzigen Blütenpflanzen und umfasst lediglich drei Arten, die als Bäume oder Großsträucher wachsen. Ihre äußerst großen und mehrteiligen Laubblätter springen im Sommer deutlich ins Auge. Ihre einzigartige Attraktivität gewinnen sie durch ihre großen Blütenrispen und den phänomenalen Fruchtbehang. Die im Herbstwind leise raschelnden Früchte machen den blattlosen Baum zu einem optischen Highlight.

Blaseneschen erweitern die Baumauswahl nicht nur für Gärten und Parks. Die Arten der Blaseneschen, umgangssprachlich oft Blasenbaum genannt, eignen sich hervorragend zur Begrünung unterschiedlicher urbaner Räume. Sie sind frosthart und wachsen an trockenen Standorten. Oft beleben Bäume mit runder Krone die Wege. Koelreuteria sind gut geeignet zum Befestigen von Hängen und sie helfen neue Anlagen zu begrünen. Aus den Arten sind wenige Zuchtformen oder Hybriden entstanden.
In Wohngebieten spenden die Bäume oder Sträucher Schatten in den Ruhezonen und sie absorbieren Ozon. Durch ihre dichten, verzweigten Kronen bieten sie häufiger Vögeln Unterschlupf. Die riesigen Blütenrispen ziehen Insekten magisch an. Vor allem verschiedene Bienenarten finden in den Blüten Nahrung. Imker schätzen die Bäume wegen ihrer auffälligen gelben Blütenfarbe und der späten Blüte als Trachtpflanze. Gemeinsam mit weiteren Trachtbäumen, wie Ahorn oder Esskastanie, sichern Blaseneschen über mehrere Wochen ein üppiges Nahrungsangebot für Insekten.

Blatt

Ihre Blattknospen sind mit rund zwei Millimetern vergleichsweise klein. Daraus entwickeln sich meistens Mitte Mai bis zu 35 Zentimeter lange Laubblätter. Die Blätter bestehen aus einer Blattspindel und Fiederblättchen. Manchmal ist der Blattaustrieb wunderschön rot oder dunkelrot gefärbt. Die Blattspindel behält die auffällige rote Farbe bei, während sie wechselständig sieben bis 15 grünen Fiederblättchen besetzen. Eine wechselständige Anordnung bedeutet, dass die Blättchen versetzt zueinander stehen. Das Ende der Blattspindel krönt ein einzelnes Fiederblättchen.
Die Blättchen sind länglich eiförmig und zwischen drei und zehn Zentimeter lang. Ihre Ränder sind unterschiedlich tief gezähnt und in einigen Fällen fiederspaltig. Dabei sind die Ränder tief bis zu einem Drittel des Blattes eingeschnitten. So wirken sie grob gesägt. Im Herbst lodern die Blätter in leuchtendem Gelb- oder Orangeton, bevor der Baum sie abwirft.

Blüte

Die Blüten sind eingeschlechtig und fünfzählig. Zwischen zwei und sechs Fruchtblätter verwachsen an der Basis zu einem Fruchtknoten. Die einzelnen Blüten haben eine Länge von rund einem Zentimeter. Ihre Farbe ist gelb mit einer orangen Basis. Je nach Region und Standort erscheinen sie von Juni bis August. Blaseneschen bilden lockere, vielblütige, aufrechte und bis zu 35 Zentimeter lange Blütenrispen.

Frucht

Die Pflanzen entwickeln Kapselfrüchte. Sie bestehen aus Samen und einer papierartigen, trockenen Hülle. Ihre drei Fruchtkammern bilden sich durch Rillen deutlich an der Hülle ab. An der Basis wirken die Früchte leicht herzförmig und laufen in einer unterschiedlich lang gezogenen Spitze aus. Die Fruchthüllen färben sich von Grün über helles Gelb bis zu Braun. Sie sind wie ein Ballon aufgeblasen und rascheln in trockenem Zustand. Das sind die Blasen, die den Pflanzen zu ihrem Namen verhalfen. Die Samen sind fast rund, erbsengroß und liegen meistens zu dritt, in Ausnahmen zu viert, in der Kapsel. Mit zunehmender Reife von August bis September färben sie sich überwiegend schwarz. Die Hülle platzt auf und gibt die Samen frei. Das Verbreiten der Samen erfolgt durch den Wind.

Wuchs

Ihre Silhouetten wirken in den meisten Fällen schlank. Auch kugelrunde und weit ausladende Kronen sind bei den Arten nicht selten und weit verbreitet. Die Bäume oder Großsträucher erreichen eine Höhe von maximal 14 Metern. Ihre Stämme sind schmal und haben bei erwachsenen Exemplaren einen Durchmesser von rund 50 Zentimeter. Bildschön ist die Rinde. Bei den jungen Zweigen wirkt sie seidig glatt und ist in einem hellen Kupferton gefärbt. In späterem Alter entwickelt sich eine malerische raue Borke mit einer glatten, graubraunen Oberfläche. Sie ist vielfach längs durch schmale, orange gefärbte Furchen geteilt. Die Pflanzen sind Flachwurzler und haben fleischige Wurzeln.

Standort

Blaseneschen benötigen durchlässigen Boden. Nährstoffreiche sandig-lehmige Untergründe bieten ideale Voraussetzungen für ihr Gedeihen. Der Standort darf sonnig oder halbschattig, gerne trocken sein. In rauen Lagen ist es besser, junge Pflanzen an einen windgeschützten Platz zu pflanzen.

Verbreitung

Der in Europa beliebte Zierbaum stammt aus Ostasien. Alle Arten wachsen in China, Korea, auf den Fidschi-Inseln oder in Japan. Die Arten sind in weiteren Ländern eingewandert und haben sich rasch in der regionalen Fauna verbreitet.

Nutzung

Arten und Sorten oder Hybriden der Blaseneschen stehen vor allem als Zierbäume in großen Städten. Von Ostasien über die USA bis nach Mitteleuropa steht der Baum in Gärten und dient in öffentlichen Anlagen als Stadtgrün. Vom Frühjahr bis in den Winter bietet der Baum ein freundliches und vielfältiges Bild. Er hält Feinstaub ab und verbessert die Luft in seiner Umgebung.

Als Bienentrachtbaum übernimmt die Blasenesche eine wichtige Funktion zur Ernährung von Insekten. Er ist eine sichere späte Nahrungsquelle für alle Arten von Bienen, insbesondere für Stadtbienen.
Das Holz der Blasenesche ist fein gemasert und bei Kunst- und Möbeltischlern gefragt. Beliebt ist es für den Ausbau im Wohnbereich. Eine große Nachfrage besteht vor allem in den USA und in Asien. Das Holz ist rar und teuer.

Pflege/Schnitt

Zur Pflege genügen die üblichen Rückschnitte der trockenen oder abgeknickten Äste. Bei langen Trockenphasen brauchen frisch gesetzte Bäume zusätzliches Wasser.

Krankheiten/Schädlinge

Bei Staunässe oder verdichtetem Boden faulen die Wurzeln leicht.

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