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Eigenschaften

  • üppige Dauerblüher
  • geeignet für Schatten und Halbschatten
  • nicht winterhart
  • brauchen wenig Wasser
  • krautige, ausdauernde Pflanzen

Begonien

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Die Begonien (bot. Begonia), stellen eine Pflanzengattung in der Familie der Schiefblattgewächse (Begoniaceae) innerhalb der Ordnung der Kürbisartigen (Cucurbitales) dar. Die Gattung umfasst rund 1500 Arten und ist eine der artenreichsten Pflanzengattungen. Im Volksmund heißen Begonien oft Schiefblatt.

Viele Begonien-Arten begeistern durch ihre farbenprächtigen Laubblätter sowie durch ihre imposanten Blüten. Die ursprünglich aus Südamerika, Afrika und Asien stammenden Pflanzen dienen in unseren Breiten als Zierpflanzen in Zimmern oder als dekorative Beet- und Balkonpflanzen. Besonders vorteilhaft an den opulenten Dauerblühern ist ihre Vorliebe für Schatten. Durch Begonien werden ganze Schattengärten oder schattige Plätze im Garten zu einem Meer aus leuchtenden Blüten in sämtlichen Varianten und fast allen Farben. Die Begonia Elatior ist als Zimmerpflanze die bekannteste Vertreterin. In Gärten ist die Sorte Begonia boliviensis Bonfire am weitesten verbreitet.

Blatt

Die Laubblätter der Begonien bilden grundständige Rosetten. Sie sitzen wechselständig und spiralig am Stängel, seltener zweizeilig und grundständig. Die Blätter variieren in der Farbe zwischen grün, braun und bronzefarben, was einen hübschen Kontrast zu den kräftig gefärbten Blüten zaubert. Begonien-Blätter sind gestielt und weisen asymmetrische Blattspreiten (Laminas) auf. Diese sind vorwiegend einfach, seltener aus mehreren Teilen zusammengesetzt. Der Rand der Blätter ist unregelmäßig gesägt oder glatt. Die Laminas sind fiedernervig. Die Blätter der Begonien brechen leicht ab, woher der Trivialname Schiefblatt rührt. Begonien bilden Nebenblätter aus, die Blattstiel und Blattstängel umhüllen.

Blüte

Begonien-Blüten sind monözisch (einhäusig getrenntgeschlechtig), was bedeutet, dass es sowohl weibliche als auch männliche Blüten an einer Pflanze gibt. Begonien-Blüten sind fünfzählig und ihre Blütenhüllblätter sind nicht in Kelch und Krone geteilt, sondern gleich gestaltet (Tepalen). Die männlichen Blüten besitzen zwei oder vier Blütenhüllblätter. Die zwei äußeren Blütenhüllblätter sind sichtlich größer als die beiden inneren. Männliche Blüten besitzen viele Staubblätter. In den weiblichen Begonien-Blüten finden sich zwei bis fünf (seltener bis zu zehn) Blütenhüllblätter und zwei bis fünf (seltener sieben) Fruchtblätter. Diese verwachsen zu einem unterständigen Fruchtknoten, der geflügelt ist.

Frucht

Begonien bilden vorwiegend Kapselfrüchte aus. Sie besitzen asymmetrisch angeordnete Flügel und enthalten unzählige kleine Samen. Begonien vermehren sich durch Wind (Anemochorie). Seltener bilden Begonien-Arten beerenartige Früchte, die Tieren als Nahrung dienen. Die Samen sind Darmwanderer, wodurch sich diese Begonien-Arten durch Endochorie (Verdauungsausbreitung) vermehren.

Wuchs

Vertreter der Gattung Begonia sind meist krautige, ausdauernde Pflanzen. Seltener sind sie einjährig oder wachsen als Halbsträucher oder Sträucher mit einer Wuchshöhe bis zu drei Metern. Einige Begonien-Arten sind sukkulent (sukkulente Pflanzen sind saftreiche Pflanzen, die sich an spezielle Verhältnisse von Boden und Klima anpassen). Viele Arten der Gattung bilden als Überdauerungsorgane Rhizome oder Knollen. Begonien besitzen je nach Art aufrechte, hängende oder kriechende Stängel, die bei einigen Arten sehr kurz sind. Seltener klettern Begonien mit Adventivwurzeln (sekundäres, wieder teilungs- und wachstumsfähiges Gewebe einer Pflanze) oder bilden Ausläufer zur vegetativen Vermehrung (Stolonen) aus. Begonien sind nicht winterhart, bis auf eine Ausnahme: die aus der Nähe von Peking stammende Begonia grandis.

Standort

Begonien favorisieren einen warmen, halbschattigen bis schattigen Standort ohne das Einwirken von direkter Mittagssonne. Sie bevorzugen einen lockeren, frischen und nährstoffreichen Boden.

Verbreitung

Vertreter dieser Pflanzengattung finden sich global in den feuchten tropischen und subtropischen Klimazonen. Die meisten Begonien-Arten stammen aus Brasilien und Bolivien, einige Arten aus Afrika und Asien.

Nutzung

Begonien dienen als Zierpflanzen in Parkanlagen und Gärten, auf Balkonen und Terrassen sowie in Räumen. Je nach Sorte sind vornehmlich die dekorativen Blüten ausschlaggebend für ihren Nutzen. Bei einzelnen Arten auch die speziell gefärbten Blätter wie bei der Weißgefleckten Begonie, der Wimpern-Begonie oder der Engelsflügel-Begonie. Begonien-Arten sind entweder ein beliebter Blickfang für Pflanzkästen, Töpfe, und Blumenampeln oder dienen der Beet- und Grabbepflanzung. Hier eignen sich Eisbegonien (Begonia semperflorens) besonders gut, da sie bei guten Umständen während des ganzen Sommers bis zum ersten Frost üppig blühen.

Pflege/Schnitt

Der beste Pflanzzeitpunkt für Begonien ist Mitte Mai. Dabei bevorzugen die Pflanzen frische Blumenerde und einen guten Wasserablauf im Topf, da alle Begonien-Arten Staunässe nicht vertragen. Ab dem Pflanzen bis zum ersten Frost im Herbst erweisen sich Begonien beharrlich als absolut pflegeleichte Gewächse. Sie vertragen Hitze und Schatten genau so gut wie Wind, Regen oder Trockenperioden. Verblühte Pflanzenteile fallen von alleine bei Begonien ab, weshalb das regelmäßige Entfernen welker Blüten oder Blätter entfällt. Begonien kommen mit wenig Wasser aus und sind vergleichsweise anspruchslos. Lediglich die regelmäßige, 14-tägige Gabe von einem leicht dosierten Flüssigdünger ist empfehlenswert, um die Begonien zum dauerhaften Blühen anzuregen. Wenn die Pflanzen buschiger wachsen sollen, empfiehlt sich das entspitzen der jüngeren Triebe. Zum Saisonende hin lohnt es sich, das Grün der Pflanzen zu entfernen. Auch die Knollen überwintern gerne dunkel und kühl, da Begonien nicht winterhart sind.

Krankheiten/Schädlinge

Die bei Begonien am häufigsten auftretende Krankheit ist der Echte Mehltau. Die Pilzkrankheit befällt vor allem Blatt-Begonien. Um dem Befall vorzubeugen empfiehlt es sich, regelmäßig welke Blätter und Blüten zu entfernen. Gelegentlich kommt es zum Befall von Fäulnis-Pilzen. Dies ist Pflegefehler wie einen zu feuchten Boden, einen zu heißen Standort oder einen zu geringen Pflanzenabstand zurückzuführen. Befallene Pflanzen gilt es sofort zu entsorgen, um das Anstecken anderer Pflanzen zu verhindern. Der Befall von Blattläusen oder Thripsen ist bei Begonien selten. Dickmaulrüssler richten seltener Blattschäden an, der sich an dem charakteristischen Buchtenfraß längs der Blattränder zeigt.

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