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Eigenschaften

  • horstbildende, mehrjährige Pflanzen
  • bienenfreundliche Blüten
  • als Heilpflanze genutzt
  • Grundblätter stehen in Rosetten
  • bevorzugt vollsonnige Plätze

Arnika

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Die Arnika (bot. Arnica) gehört der Familie der Korbblütler (Asteraceae) an. Innerhalb der Gattung sind 30 Arnica-Arten bekannt. Beheimatet sind die Pflanzen in Nord-, Mittel- und Südeuropa, in Asien sowie im westlichen Nordamerika. Die schön blühenden Arten der Arnika dienen in der Volksheilkunde und Homöopathie gegen zahlreiche Beschwerden. Wild vorkommende Vertreter der Gattung stehen unter Naturschutz.

Die Synonyme der Gattung sind neben Johannis- und Engelsblume auch Wundkraut, Bergwohlverleih und Bergdotterblume. Wie die beiden letzten Synonyme andeuten, ist die Arnika mehrheitlich im Bergland zu finden. Die Arnika wächst in einer Höhe bis zu 3000 Meter auf Wiesen, Sandböden und auf trockenen Moorböden. Vereinzelt wächst sie in flachen Gebieten. Als Gartenpflanze ist sie aufgrund ihrer anmutigen, gelb-farbigen und würzig-aromatisch duftenden Blüten, ein Anziehungspunkt für Schmetterlinge und Bienen. Angesichts ihrer gelbtönigen Blüten sind sie anderen Pflanzen zum Verwechseln ähnlich. Beispiele dafür sind unter anderen das orangerote Habichtskraut oder der Alant.

Blatt

In einer Rosette sind die Grundblätter angeordnet. Die Form ist lanzenartig, mit fünf bis sieben Blattnerven durchzogen und kranzrandig. Die Blattfarbe ist hellgrün. Die Blätter können unterschiedliche Formen aufweisen. Es gibt Blätter mit und ohne Stiel. Gegenständig sitzen die Stängelblätter, die in ein bis drei Paaren am Stängel wachsen. Die Stängelblätter sind kleiner, spitz und schmaler als die Grundblätter.

Blüte

Die Blüten sind an einem circa 20 bis 100 Zentimeter langen und kräftigen Stängel angeordnet. Insgesamt wachsen bis zu fünf Blüten aus einer Pflanze. Der Blütenboden ist gebogen und halbrund. Je nach Art ist er glatt oder behaart ohne Spreublätter. Zungen- oder Röhrenblüten finden sich in den Blütenständen. Am Rand des Blütenkörbchens sitzen 14 bis 17 Zungenblüten. Ihre Farbe reicht von gelb bis orange. Sie sind fruchtbar und enthalten einen Stempel. Zehn bis 120 Röhrenblüten befinden sich in der Mitte des Blütenkorbes. Diese Röhrenblüten sind zweigeschlechtlich und vermehrungsfähig. Die trichterförmigen Hälse überragen die gelbe Kronröhre. Die Staubbeutel der Arnika sind gelb. Der Durchmesser der Blüten beträgt circa vier bis acht Zentimeter. Die Blütezeit dauert artenabhängig von Juni bis Juli.

Frucht

Die Früchte des Arnicas sind Achänen. Die Achänen sind in diesem Fall fünf- bis zehnrippige Früchte. Ihre Farbe ist von braun bis schwarz und mit einem weißen Pappus bestückt. Die Form der Samen ist länglich und circa sechs Millimeter lang. Die Ernte der Samen erfolgt ab dem dritten Vegetationsjahr der Pflanze.

Wuchs

Der Wuchs der Arnika ist breitwachsend und horstbildend. Die Pflanze ist ausdauernd. Die am Boden liegende Blattrosette hat circa 15 Zentimeter lange, stiellose Blätter. Die Blätter weisen eine Breite von circa vier Zentimetern auf. Die Wurzel ist ein schwarzer, horizontal verlaufender Wurzelstock. Dieser ist dick und kräftig ausgebildet. An ihm sitzen längliche, dünne Verzweigungen. Mit den Jahren verholzt der Wurzelstock.

Standort

Die Arnikapflanze ist ein Sonnenkind und bevorzugt vollsonnige Standorte. Ebenfalls akzeptiert die Pflanze halbschattige Plätze. Um gut zu gedeihen, benötigt die Arnika kalkarme Böden und bevorzugt beispielsweise trockene Moorböden. Ideal für ihr Wachstum sind poröse und nährstoffarme Böden, daher wächst sie gut auf ungedüngten Wiesen.

Verbreitung

Die Gattung Arnika ist auf allen Kontinenten der Nordhalbkugel in borealen Regionen beheimatet. Hauptsächlich findet sie sich in Gebirgen. Während in Europa nur die Arten Anrica montana und Arnica angustifolia vorkommen, finden sich die meisten Arten in Nordamerika.

Nutzung

Die Arnika dient als Heilpflanze in der Volksmedizin und Homöopathie gegen Beschwerden der Atemwege und Gelenke und bei Entzündungen des Rachenraums sowie bei Venenleiden. Die Inhaltsstoffe befinden sich in den erblühten Blütenköpfen und im Wurzelstock.

Sie umfassen: - ätherische Öle - Gerbstoffe - Inulin - Flavone und Flavonoide - Arnicin Die Ernte der Blüten erfolgt zur Blütezeit, von Juni bis Juli. Hingegen der Wurzelstock wird im Herbst, in der Ruhephase der Pflanze, ausgegraben. Als Tee oder Tinktur ist die Arnika innerlich mit Bedacht zu verwenden. Äußerlich als verdünnte Tinktur oder als Salbe. Die Arnika besitzt hautreizende Eigenschaften. Die Arzneipflanze ist mit Vorsicht bei einer Korbblütler-Allergie anzuwenden. Bei offenen Wunden darf Arnika nicht zum Einsatz kommen.

Einige Arten der Gattung zieren als blühende Stauden Beete und Rabatten in naturnahen Gärten.

Pflege/Schnitt

Die Arnika ist eine anspruchslose Pflanze. Sie wächst im kalkarmen Wiesenboden, wie im humosen Walderdreich und bedarf keiner besonderen Pflege.

Krankheiten/Schädlinge

Verschiedene Lausarten sind die wenigen Schädlinge der Arnikapflanze.

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