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Eigenschaften

  • attraktive Wildstauden
  • einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen
  • leuchtende Schalenblüten in Gelb oder Rot
  • Sammelfrüchte mit Nussfrüchtchen
  • ausdauernde Arten sind winterhart

Adonisröschen

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Die Pflanzengattung der Adonisröschen (Adonis) stammt aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Rund 35 Arten zählen zu dieser Gattung, die ihren wohlklingenden Namen den Tränen der Aphrodite zu verdanken hat. Der griechischen Mythologie zufolge machte sie der Tod ihres schönen Geliebten Adonis so unsagbar traurig, dass sie unzählige Tränen vergoss. Aus jeder Träne spross eine Blüte, tiefrot von Adonis Blut. Es gibt viele rot blühende Arten. Die in unseren Breiten natürlich vorkommenden Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis) blühen ausschließlich gelb. Seltener treten weißblühende Arten auf. Mit ihren entzückenden, hell leuchtenden Blüten, wirken die Pflänzchen in sämtlichen Blühfarben herzallerliebst. Als hätte Aphrodite, die Göttin der Liebe und der Sinnlichkeit, sie höchstpersönlich geschaffen.

Adonisröschen sind wahre Schmuckstücke für naturnahe Gärten. Frühblühende Arten erstrahlen ab März in den Beeten und bieten Bienen eine erste Nektarquelle. Sommerblühende Vertreter der Gattung recken Blumenliebhabern in den heißen Monaten ihre hübschen Köpfchen entgegen. Andere Adonis-Arten funkeln bis in den frühen Herbst hinein in kräftigen Farben. Um lange Freude an den selbstbewussten kleinen Schönheiten zu haben, empfiehlt es sich, mehrere, zu unterschiedlichen Zeiten blühende Sorten einzusetzen. Früher waren die zarten Stauden bei uns vielerorts in freier Natur anzutreffen. Die moderne Landwirtschaft hat ihnen den Lebensraum geraubt und sie nach und nach verdrängt. Heute stehen sie in unseren Breiten unter Naturschutz. In manchen Gegenden, beispielsweise im Oderland, gibt es noch Wildbestände zu bewundern. Wer bedrohten Arten in seinem Garten Platz bietet, trägt zu ihrem Fortbestand bei.

Blatt

Die Laubblätter der Gattung Adonis sitzen wechselständig an den Stängeln. Sie sind zwei- bis dreifach fiederteilig und an den Spitzen linealisch ausgezogen. In vielen Fällen sind die Blattränder glatt, seltener gezähnt. Durch das helle, satte Grün und der feinen Gliederung wirkt das Laub der Gewächse attraktiv. Es macht die zierlichen Stauden auch außerhalb ihrer Blütezeit zu einer Bereicherung für den Garten.

Blüte

Am stärksten fallen die wunderschönen leuchtenden Blüten ins Auge. Die gestielten Schalenblüten sind strahlend gelb oder tiefrot, teilweise mit dunklem Grund. Manche Vertreter der Gattung blühen weiß. Bei den meisten Arten stehen die Blüten einzeln und endständig an den Verzweigungen der Stängel. Sie sind zwittrig und besitzen keine Hochblätter. Adonisblüten haben fünf bis acht grünliche Kelchblätter und bis zu 24 freie Kronblätter, deren Länge zwischen 0,8 und 3,5 Zentimeter beträgt. Nektarien sind nicht vorhanden. Jedes der freien, oberständigen Karpelle enthält eine Samenanlage.

Frucht

Die kleinen Stauden aus der Familie der Hahnenfußgewächse bilden Sammelfrüchte, die in spiraliger Anordnung viele kleine, ungestielte, rundliche Nussfrüchtchen enthalten. Ameisen und Mäuse haben eine Vorliebe für die schmackhaften Samen. Wer sie aussäen möchte, erntet sie im grünen Stadium. Milchreif keimen die Samen an einem warmen, hellen Standort bei gleichmäßiger Feuchtigkeit gut.

Wuchs

Manche Arten der Gattung Adonis sind einjährig, andere ausdauernd. Sie wachsen krautig und erreichen Höhen zwischen 10 und 60 Zentimetern. Ihr Habitus ist aufrecht und leicht verzweigt bis buschig. Das reich verzweigte Wurzelsystem der mehrjährigen Arten reicht tief in den Boden. Es versorgt die Pflanze bei anhaltender Trockenheit mit Wasser und hilft ihr, den Winter zu überdauern.

Standort

Adonisröschen benötigen den Sonnenschein und brauchen zumindest vier Sonnenstunden täglich. Sie wenden ihre Köpfe der Sonne zu und schließen bei Schlechtwetter und abends die Blüten. An sonnigen Hängen, in Trockenrasen sowie in Kies- und Steinbeeten gedeihen sie prächtig. Größere Gewächse in der Nachbarschaft nehmen ihnen das Licht und sind bei den kompakten Adonis-Stauden nicht beliebt. Lieber teilen sie die Pflanzstelle mit anderen Vertretern ihrer Gattung. Pro Quadratmeter finden bis zu zwölf Pflanzen ihren Platz. Kornblumen, Silberdisteln, Küchenschellen, Klatschmohn, Kugelblumen und Zwerg-Iris sehen in der Gesellschaft des schönen Adonis bezaubernd aus.

Manche Arten wie das Sommer-Adonisröschen (Adonis aestivalis) und das Amur-Adonisröschen (Adonis amurensis) bevorzugen feuchte Böden. Letzteres verträgt keinen Kalk und mag leicht saures Substrat. Alle Vertreter der Gattung legen auf einen warmen, windgeschützten Standort wert. Im Topf fühlt sich Adonis mit seinen tief reichenden Wurzeln nicht gut aufgehoben.

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Adonisröschen erstreckt sich über Europa und die kühleren Regionen Asiens.

Nutzung

Lange waren sie aus den Hausgärten verschwunden und schienen beinahe in Vergessenheit geraten. Naturverbundene Gärtner haben sie wiederentdeckt. Heute feiern die Tränen der Aphrodite ihre Rückkehr in unsere Beete als begehrte Zierpflanzen. Die schönen Wildstauden bringen einen Hauch wilde Romantik in den Garten. Sie eignen sich für sonnige Stellen, die nicht zu dicht bewachsen sind. Viele Arten gedeihen gut in Kiesbeeten und Steingärten.

Pflege/Schnitt

Unkompliziert sind die adretten Adonis-Arten leider nicht. Doch der Aufwand lohnt sich. Der erste Schritt zu gärtnerischem Erfolg mit den zierlichen Stauden ist eine gute Standortwahl. Jede Art stellt unterschiedliche Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit. Das Frühlings-Adonisröschen mag es trocken, das Sommer-Adonisröschen lieber feucht, das Amur-Adonisröschen braucht es kalkfrei. Wer sich für die Adonisröschen entscheidet, informiert sich am besten über die genauen Bedürfnisse der ausgewählten Art.
Ist diese Hürde genommen und eine adäquate Pflanzstelle gefunden und präpariert, kann sich der Gärtner entspannen: Haben die mimosenhaften Schönheiten den Standort angenommen, ist es nicht schwierig, sie glücklich zu machen. Jungpflanzen sind zum Anwachsen auf regelmäßiges Gießen angewiesen. Später reichen Regenfälle für die Wasserversorgung aus. Organischer Dünger kommt bei den hübschen Stauden gut an. Frühjahrsblühende Arten erhalten ihre Portion an Kompost oder Hornspänen im Herbst, die übrigen Arten gedulden sich bis April.

Schnittmaßnahmen sind nicht erforderlich. Wer es mag, entfernt verwelkte und abgeblühte Teile. Verbleiben die Samen an der Pflanze, säen sie sich im besten Fall selbständig aus. Manche Arten fühlen sich durch das Entfernen der welken Blüten zum neuerlichen Blühen angeregt. Nach der Blüte ziehen die Stauden typischerweise ein. Beim Schneiden von Adonisröschen sind Handschuhe sinnvoll. Der giftige Pflanzensaft führt in manchem Fall zu Irritationen der Haut.

Krankheiten/Schädlinge

Adonisröschen sind robust und widerstandsfähig gegen die üblichen Pflanzenkrankheiten. Dagegen haben die Schnecken die zarten Blätter junger Pflanzen zum Fressen gern. In diesem Stadium brauchen die Pflänzchen vor allem bei feuchtem Wetter menschliche Hilfe. Wirksam sind, neben regelmäßigem Absammeln, am ehesten Schneckenzäune. Geschickte Gärtner stellen sie aus Kupferdraht selbst her.

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