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Eigenschaften

  • sommergrüne Blütenpflanzen
  • dekorative Kelchblüten
  • essbare Knollen oder Blattgemüse
  • anspruchslose Pflanzen
  • beinahe weltweit verbreitet

Windengewächse

Familie Convolvulaceae ab €10.80 kaufen
     
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Die Windengewächse (bot.Convolvulaceae) gehören zur Ordnung der Nachtschattenartigen (Solanales). Sie besitzen als charakteristisches Merkmal trichterförmige, miteinander verwachsene Kronblätter. Botaniker unterscheiden bis zu 60 Gattungen mit bis zu 1.700 Arten. Einige Wissenschaftler unterteilen die Gattungen in zwölf Tribus.

Windengewächse wachsen weltweit. Ihr hauptsächliches Verbreiten ist in den tropischen Regionen. Die bekannteste und bedeutendste Art ist die Süßkartoffel. Sie ist als Nahrungsmittel in Kultur und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Viele andere Arten sind beliebte Zierpflanzen. Erste Darstellungen von Windengewächsen gibt es aus dem 16. Jahrhundert. Sechs Gattungen aus der Familie der Windengewächse beschrieb der schwedische Botaniker Carl von Linné im 18. Jahrhundert. Im Laufe Zeit kam es zu Überarbeitungen der Gattungssystematik und zu Neueinordnungen einiger Arten. 1998 erschien eine bahnbrechende überarbeitete Systematik der Tribus und Arten der Pflanzenfamilie von Daniel Frank Austin.

Blatt

Die wechselständigen Blätter der Windengewächse unterteilen sich in Blattstiel und Blattspreite. Die Blattspreiten sind einfach, selten zusammengesetzt oder gelappt. Die Blätter sind meist ganzrandig mit einer handförmigen oder fiederartigen Nervatur. Nebenblätter gibt es nicht.

Blüte

Viele Arten der Windengewächse bilden attraktive Blütenkelche. Meist haben die Pflanzen geschlossene Blütenstände mit einer Blüte. Vielfach sind die Blüten symmetrisch. Der Blütenkelch setzt sich aus fünf Kelchblättern und fünf Kronblättern zusammen. Die Kronblätter sind miteinander verwachsen, oft markant und groß. Oft bilden die Windengewächse trichterförmige Blüten aus. Im Knospenstadium sind die Kronblätter rechtsdrehend zusammengerollt. Beim Aufblühen zeigen die Blüten fünf Staubblätter. Der Fruchtknoten hat zwei Kammern, in der jeweils ein bis zwei, bei einigen Arten auch bis zu 20 Samen wachsen. Trichterwinden öffnen in unseren Breiten ab April oder Mai ihre Blüten und blühen ununterbrochen bis in den Spätsommer.

Frucht

Nach der Blüte bilden sich Kapselfrüchte, die im trockenen Zustand aufspringen und explosionsartig die Samen herausschleudern. Meist entwickeln sich vier Samen in den Windenkapseln.

Wuchs

Windengewächse sind in der Regel ausdauernde Kletterpflanzen. Selten kommen einjährig krautige vor. Einige Arten wachsen als verholzende Lianen, andere in seltenen Fällen als Bäume oder Sträucher. Alle Winden wachsen rechtsdrehend, im Uhrzeigersinn. Vielfach bedecken kleine Härchen die Oberfläche der Pflanzen. Viele Windengewächse umschlingen mit ihren Triebspitzen Pflanzen, Seile oder Hölzer bis in eine Höhe von mehreren Metern.

Standort

Windengewächse sind anpassungsfähig und kommen an unterschiedlichen Standorten vor. Sie bevorzugen windgeschützte Plätze mit ausreichender Wärme. Die Pflanzen wachsen in tropischen, subtropischen und gemäßigten Klimaregionen.

Verbreitung

Die verschiedenen Arten der Windengewächse kommen nahezu auf der ganzen Welt vor. Die meisten Arten wachsen allerdings in den Tropen. In Afrika und auf dem amerikanischen Kontinent gibt es eine besonders große Vielfalt an Arten. Einige Windengewächse kommen alleine in Amerika, andere alleine in Afrika oder in Asien vor.

Nutzung

Einige Arten der Windengewächse sind beliebte Zierpflanzen, andere wichtige Nahrungspflanzen. Die Süßkartoffel (Ipomoea batatas), die zur Familie der Windengewächse zählt, ist als Nahrungsmittel die bedeutendste Art. Ihre Knollenwurzeln stehen seit über 4.000 Jahren in Südamerika in Kultur. Als Blattgemüse ist der Wasserspinat seit jeher in Afrika, Asien sowie auf den Pazifischen Inseln ein wichtiges Lebensmittel. Auch in China stehen einige Windengewächse als Wurzel- oder Knollengemüse und Salat auf dem Speisenplan oder bilden die Grundlage für das Herstellen von Stärke.

Andere Convolvulaceae sind beliebte Zierpflanzen. Dazu gehören die Kriechende Winde, die Gewöhnliche Zaunwinde oder die Dreifarbige Winde und die Purpur Prunkwinde oder die Himmelblaue Prunkwinde. Sie schmücken mit dekorativem Blütenschmuck Spaliere, Obelisken oder Zäune und lassen sich in Töpfen auf Terrasse oder Balkon in Szene setzen.
Für medizinische oder rituelle Zwecke findet ist in Asien die Turbina corymbosa von Nutzen.

Pflege/Schnitt

Winden sind unkomplizierte Pflanzen. Sie machen wenig Arbeit und sind anspruchslos. Allerdings erfreuen hiesige Ziergewächse den Gärtner meist nur eine Saison lang. Die Winden neigen zum Wuchern, lassen sich jedoch jederzeit zurückschneiden. Durch das Ausputzen der verwelkten Blüten fördert der Pflanzenfreund das gepflegte Erscheinungsbild der Winden.

Krankheiten/Schädlinge

Die Windengewächse sind unkompliziert und robust. Bei Zierpflanzen treten zuweilen Spinnmilben auf.

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