Klassifikation

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  • Ordnung: Koniferen
  • Familie: Steineibengewächse
  • Gattung: 2 Einträge
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Eigenschaften

  • immergrüne Bäume oder Sträucher
  • die Nadeln vieler Arten erwecken aufgrund ihrer Größe den Eindruck von Blättern
  • diözisch (zweihäusig) und getrenntgeschlechtliche Blütenbildung
  • tropische und subtropische Verbreitungsgebiete, vorrangig Südhalbkugel
  • Nutzung zur Holzgewinnung

Steineibengewächse

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Die Pflanzenfamilie der Steineibengewächse oder Podocarpaceae steht in der Ordnung der Koniferen (bot. Coniferales). Sie lässt sich in 18 Gattungen mit 140 Arten untergliedern.

Die Vertreter der Familie zeigen große Unterschiede, insbesondere in der Form ihrer Blätter. Deren Erscheinungsbild reicht von nadelförmig bis breit eiförmig. Das natürliche Verbreitungsgebiet befindet sich vorwiegend auf der südlichen Halbkugel. Die Samenzapfen der Podocarpaceae sind typischerweise reduziert und unverholzt. Im Reifezustand zeichnen sich die Samen durch eine fleischige Samenhülle aus. In unserer Klimazone zeigen sich wenige Vertreter winterhart. Im Freiland lässt sich die Art Podocarpus nivalis ganzjährig anpflanzen.

Blatt

Die immergrünen Vertreter der Podocarpaceae sind Gehölze, die eine große Varietät in den Blättern aufweisen. Verbreitet sind kleine Schuppenblätter, wie sie bei den Arten Microcachrys oder Lagarostrobus vorkommen. Andere Vertreter bringen große, längliche Blätter hervor, wie die Art Podocarpus.
Die Gattung Nageia zeichnet sich durch Flächenblätter aus, die eine laubblattähnliche Struktur ausbilden. Um die Leitbündelstränge haben Podocarpaceae keine echte Endodermis (Schutzschicht zwischen der Rinde und dem Zentralzylinder der Pflanzenwurzeln). Dieses pflanzliche Gewebe trennt bei vielen anderen Nadelblättern die inneren Gewebsmassen voneinander. Neue Austriebe sind bei vielen Arten durch eine kräftige orange-rote Färbung gekennzeichnet.

Blüte

Steineibengewächse sind charakterisiert durch getrenntgeschlechtliche Blüten und einen zweihäusigen oder diözischen Aufbau. Auf jeder Pflanze entwickeln sich entweder männliche oder weibliche Blüten. Einige Vertreter sind einhäusig (monözisch). Die an Kätzchen erinnernden männlichen Zapfen sind durch besonders viele Staubblätter gekennzeichnet. Das einzelne Staubblatt verfügt jeweils über zwei Pollensäcke. Die Pollenkörner sind in den meisten Fällen geflügelt.

Die weiblichen Zapfen stehen an dünnen Stielen. Sie sind vergleichbar mit Blütenständen der Bedecktsamer. Die weiblichen Zapfen sind deutlich zurückgebildet (reduziert). Sie sind aus dünnen Deck- und Samenschuppen aufgebaut, die wenig fleischig ausfallen. Es treten bei manchen Vertretern sterile Samenschuppen auf, die mit der Zapfenachse verwachsen. Hieraus entsteht ein fleischigerer Stielbereich.

Innerhalb eines Jahres erreichen die weiblichen Zapfen ihre Reife. Der Samenmantel entwickelt sich aus dem Komplex aus Deckschuppen und Samenschuppen (Epimatium). Es entstehen zwei Kotyledonen (Keimblätter). Diese weisen jeweils zwei parallel liegende Leitbündel auf.

Frucht

Steineibengewächse bilden im botanischen Sinne keine Früchte aus. An ihrer Stelle tragen Podocarpaceae gestielte Samen.

Wuchs

Vertreter der Podocarpaceae zeigen sich in vielfältigen Formen, die von niederen Sträuchern bis zu großen Bäumen reichen. Die Sträucher und Bäume sind immergrün, bilden einen geraden Stamm und horizontal liegende Äste und Zweige.

Verbreitung

Steineibengewächse sind in den tropischen und subtropischen Klimazonen beheimatet. Sie treten vorrangig in den Gebirgswäldern der Südhalbkugel auf. Insbesondere in Südamerika und Australien sind die Vertreter der Familie anzutreffen. Ihr Verbreitungsgebiet ist mit dem prähistorischen Kontinent Gondwana fast deckungsgleich. Am artenreichsten zeigt sich die Pflanzenfamilie in Australien, Neuseeland und Tasmanien. Auch in Südamerika und Malesien sind viele Gattungen und Arten vertreten. Auf dem amerikanischen Kontinent finden sich die Vertreter vorrangig in den Gebirgswäldern der Anden.

Wenige Gattungen der Pflanzenfamilie erstrecken sich bis in die Bereiche nördlich des Äquators. Sie reichen bis auf die Philippinen sowie nach Südostasien. Die Gattung der Steineiben oder Podocarpus sind noch bis ins südliche China sowie das südliche Japan zu finden. Auf dem amerikanischen Kontinent ist diese Gattung bis Mexiko anzutreffen. Zwei Arten sind auf Kuba beheimatet. Die Nageia ist im südlichen Indien anzutreffen. In Afrika finden sich mit den Afrogelbhölzern (Afrocarpus) und den Steineiben zwei Gattungen.

Nutzung

Ausgewählte Arten der Podocarpaceae dienen als Zierpflanzen. In den subtropischen und tropischen Klimazonen zieren sie Parks, Anlagen und Gärten. Weltweit finden einige Vertreter Anwendung als Zimmerpflanzen, seltener als Gartenpflanzen, da nur wenige Vertreter winterhart sind.

Von wirtschaftlicher Bedeutung sind Steineibengewächse in der Holznutzung. Aufgrund von Übernutzung in der Holzgewinnung und -industrie sind die Bestände einiger Arten gefährdet. Die nur in Neuseeland beheimatete Rimu-Harzeibe (Dacrydium cupressinum) ist ein Lieferant für Hartholz. Aufgrund seiner Schönheit ist sein Holz in der Herstellung von Furnieren beliebt. Im Bootsbau findet das Holz der Lepidothamnus intermedius Anwendung. Auch das Holz der Nageia nagi sowie die Hölzer mehrerer Arten der Phyllocladus und der Podocarpus sind für die Holzverarbeitung von Bedeutung.

Teile mancher Arten sind zum Verzehr geeignet. Die Nageia nagi ist ein Lieferant für essbare Blätter. Das Öl ihrer Samen ist bedeutend als Speiseöl sowie für die industrielle Nutzung. Ebenso ist das Harz einiger Arten der Dacrydium von Bedeutung. Es wird zu bierähnlichen Getränken weiterverarbeitet und zur Kaugummiherstellung genutzt. Auch der Milchsaft der Prumnopitys taxifolia ist Grundlage für ein bierähnliches Getränk. Die Arten der Pyllocladus sind für die Farbstoffgewinnung relevant.

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Blatteiben

Phyllocladus

Gattung
Steineiben (Podocarpus)
Steineiben

Podocarpus

Gattung
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