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  • Ordnung: Moosfarnartige
  • Familie: 1 Eintrag
  • Gattung: 1 Eintrag
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Eigenschaften

  • Ordnung mit einer Familie und Gattung
  • wachsen bodendeckend
  • bevorzugen feuchtes Klima
  • vielfältige grüne Facetten
  • Pflanzen circa 300 Millionen Jahre alt

Moosfarnartige

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Die Ordnung der Moosfarnartigen (bot. Selaginellales) umfasst die Familie der Moosfarngewächse, auch bekannt als Selaginellaceae. Diese unterteilt sich in die heute existente Gattung der Moosfarne oder auch Selaginella, sowie die ausgestorbene Gattung der Selaginellites. Die Moosfarnartigen sind unter der botanischen Bezeichnung Selaginellales einzuordnen.

Das durch fossile Funde aus dem Pennsylvanium belegte Alter der Moosfarnartigen schätzen Wissenschaftler auf mindestens 300 Millionen Jahre. Vermutlich entwickelten sich die Pflanzen im Verlauf der Devon Periode vor rund 400 Millionen Jahren aus der Gruppe der Protolepidodendrales. Im Übergang sind sie zwischen den Bärlappgewächsen und den Brachsenkrautartigen zu verordnen.

Blatt

Die Blätter der moosartigen Selaginella sind nur wenige Millimeter groß und schuppenartig. Sie treten in zwei Formen auf: schraubig oder vierreihig angeordnet. Bei vielen Arten wachsen die Blätter zweireihig und lassen sich damit in Oberblätter und Unterblätter unterteilen. Bei Moosfarnartigen die bodennah wachsen, weist die Unterseite der oberen Blattreihe nach oben. Alle Arten innerhalb der Ordnung der Selaginellales weisen ein farbloses Blatthäutchen am Grunde der Oberseite des Blattes auf. Dieses sichert zusätzlich zu den Wurzeln die Wasserversorgung der Pflanze.

Wuchs

Die krautigen Moosfarngewächse wachsen zumeist kriechend, wenige Arten wachsen aufrecht oder bis zu mehrere Meter hoch. An ihren Verzweigungen (Sprossachsen) wachsen die farblosen Sprossen. Diese Wurzelträger oder Rhizophoren bilden sich bei Erdkontakt zu Wurzeln aus und sorgen somit für die Nährstoff- und Wasseraufnahme der Pflanze.

Moosfarnartige sind heterosporisch, das heißt, sie bilden zwei Typen von Sporen aus, männliche und weibliche. In den Blüten der Pflanzen bilden sich typischerweise vier große weibliche Sporen, die Makrosporen, sowie zahlreiche kleinere männliche, sogenannte Mikrosporen. In diesen Sporen entwickeln sich die Prothallien, die Vorkeime, der Moosfarne. Aus den männlichen Vorkeimen entwickeln sich zweigeißlige Spermatozoiden, die bei Aufreißen der aus der Entwicklung der weiblichen Sporen entstandenen Megasporenwand die dadurch zugängliche Eizelle befruchten.

Verbreitung

Die etwa 700 Arten der Moosfarne sind nahezu weltweit verbreitet und hauptsächlich in tropischen und subtropischen Waldregionen heimisch. Wenige wachsen in trockenem Klima. In Europa kommen bislang nur vier dieser Arten vor: S. selaginoides (dorniger Moosfarn), S. helvetica (Schweizer Moosfarn), S. denticulata (gezähnelter Moosfarn) und der ausgewilderte Gewächshausflüchtling S. kraussiana (Krauss' Moosfarn).

Nutzung

Genutzt werden die Arten der Selaginellales vor allem als Zimmerpflanzen. Gezogen werden dafür vor allem drei Arten: Selaginella apoda, die kugelartig wächst; die mit längeren Trieben wachsende S. kraussiana und die aufrecht wachsende S. martensii. Auch in botanischen Gärten und Gewächshäusern sind sie anzutreffen und funktionieren hauptsächlich als Bodendecker.

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Moosfarngewächse (Selaginellaceae)
Moosfarngewächse

Selaginellaceae

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