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Eigenschaften

  • monotypische Gattung
  • in Europa beheimatet
  • steif abstehende Fächerblätter
  • Wuchshöhe bis sechs Meter
  • benötigen sonnige Standorte

Zwergpalme

Gattung Chamaerops ab €34.70 kaufen
     
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Die Gattung der Zwergpalme (bot. Chamaerops) steht in der Pflanzenfamilie der Palmengewächse (Arecaceae) innerhalb der Ordnung der Palmenartigen. (Arecales). Die Gattung enthält eine einzige Art: die Zwergpalme (Chamaerops humilis). Sie ist die einzige Fächerpalme, die auf dem europäischen Festland heimisch ist.

Der Name ist der Zwergpalme nicht gerecht, da sie eine Höhe bis vier Meter erreicht. Ursprünglich stammt die Palmenart aus dem Westen des Mittelmeerraumes. Sie erfreut sich großer Beliebtheit in heimischen Gärten. Bei uns gedeiht die Zwergpalme bevorzugt in Kübeln und verbreitet in jedem Garten eine mediterrane Atmosphäre. Sie gilt als robust gegenüber den hiesigen klimatischen Gegebenheiten und als anspruchslos in der Pflege. Aus der Art sind verschiedene Zuchtsorten entstanden. Sehr beliebt ist die Blaue Zwergpalme (Chamaerops humilis var. Cerifera). Sie wirkt mit ihren silbrig blauen Wedeln und ihren gelben Blüten ausgesprochen exotisch und ist besonders pflegeleicht.

Blatt

Die Blätter der Zwergpalme sind fest und robust. Rund 70 bis 80 Zentimeter breite, vorwiegend steif abstehende Fächerblätter bilden die Krone der Zwergpalme. Die Fächerblatter sind halbkreisförmig und unterteilt in Blattspreite und Blattstiel. Die Basis des Stils ist faserig, sein Rand ist mit gezähnten Dornen besetzt. Die Blattspreite besteht bis zu zwei Dritteln aus lanzettlichen Blattfächern, die zwischen zehn und zwanzig Zentimetern lang sind. Diese sind in der Farbe dunkelgrün, gräulich, blau-silbrig oder blaugrün. Am oberen Ende weisen die Blätter eine Doppelspitze auf.

Blüte

Die Zwergpalme ist je nach Sorte einhäusig (monözisch) oder zweihäusig (diözisch) getrenntgeschlechtig. Seltener sind Pflanzen der Art polygam. In diesem Fall bildet die Zwergpalme an ein und derselben Pflanze neben zwittrigen Blüten rein weibliche oder rein männliche Blüten aus. Die Blüten der Zwergpalme wachsen dicht gedrängt in rispigen Blütenständen, die zwischen den Blattstielen am Stammende der Palme stehen.

Ein Hüllblatt umgibt die Blütenstände bis zu dem Teil, wo die unteren Verzweigungen beginnen. Die männlichen Blüten der Zwergpalme besitzen sechs fertile Staubblätter. Diese wachsen auf einem fleischigen Becher. Die weiblichen Blüten umschließen jeweils drei dickfleischige Fruchtblätter. Die Blüten sind in ihrem Geschlecht an ihrer Farbe zu unterscheiden. Die gelben Blüten sind männlich, die weißen weiblich. Die Zwergpalme blüht von April bis Juni.

Frucht

Die Zwergpalme bildet mittelgroße gold- bis leuchtend orangefarbene Beerenfrüchte aus. Diese stehen in Rispen und dienen - im Gegensatz zu anderen Palmen - nur Tieren als Nahrungsquelle.

Wuchs

Die Zwergpalme bildet mehrere Stämme, die eng nebeneinander stehen und braune Fasern besitzen. Seltener wächst sie in einem einzelnen Stamm. Die Zwergpalme hat einen buschigen Wuchs und erreicht Wuchshöhen zwischen vier und sechs Metern. Sie zeigt eine geringe Wuchsgeschwindigkeit, was zur ihrer deutschen Bezeichnung führte. Nur wenige der Zwergpalmen kommen in das hohe Alter, um ihre maximale Wuchshöhe zu erreichen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Zwergpalme sich lediglich bis zur Mannshöre entwickelt. Im zentralen Spanien bilden Zwergpalmen eine so genannte "Palmetto-Formation". Sie wachsen dort mit enorm kurzen Stämmen, die den Boden kaum überragen.

Standort

Die Zwergpalme bevorzugt einen sonnigen bis vollsonnigen Standort. Direkte Sonneneinstrahlung und starke Hitze schaden ihr nicht. Mit vier Stunden Sonnenschein am Tag, gedeiht die Zwergpalme an einem halbschattigen Platz im Garten. Allerdings reduziert sich die geringe Wuchsgeschwindigkeit im Halbschatten. Die Pflanzen benötigen einen durchlässigen Boden, da sie empfindlich auf Staunässe reagieren und die Gefahr von Wurzelfäule besteht. Steht die Zwergpalme im Kübel, benötigt sie diesen in einer angemessenen Höhe, da sie senkrecht nach unten verlaufende Pfahlwurzeln ausbildet.

Verbreitung

Das hauptsächliche Verbreitungsareal der Zwergpalme liegt im westlichen und zentralen mediterranen Raum. Im östlichen Mittelmeerraum zeigt sie ihr Vorkommen bis nach Lybien und Italien. Als Naturstandort bevorzugt die Zwergpalme Felsfluren mit Sandböden und offene flachgründige Strauchheidenformationen (Garigues).

Nutzung

Sowohl im mediterranen Raum als auch in unseren heimischen Gärten dient die Zwergpalme als Zierpflanze. Ihre Blattknospen sind essbar und finden in der mediterranen Küche Verwendung als Gemüse. Die Fasern der Stämme liefern Polstermaterial oder dienen zum Herstellen von Besen.

Pflege/Schnitt

Die Zwergpalme ist robust und pflegeleicht. Sie gilt in Gärtnerkreisen als Anfängerpflanze, da ihr Pflegeaufwand und ihr Wasserbedarf äußerst gering sind. Junge Zwergpalmen empfiehlt es sich, zunächst in einen Kübel zu pflanzen, da die Pflanzen erst mit zunehmendem Alter ihre Winterhärte ausbilden. Es ist sinnvoll, beim Pflanzen im Beet auf eine Drainage zu achten, die das Bilden von Staunässe verhindert. Mit wenigen Pflemaßnahmen erfreut die exotische Pflanze ihre Besitzer viele Jahre und zeigt ihre volle Größe.

Die Zwergpalme bevorzugt gleichmäßiges Wässern, wobei die obere Bodenschicht vor der nächsten Wassergabe im Idealfall leicht antrocknet. Im Winter ist der Wasserbedarf geringer. In einem Abstand von 14 Tagen benötigt die Pflanze während der Wachstumsperiode bis Ende September Flüssigdünger. Gänzlich vertrocknete Blätter sind zu entfernen. Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, sondern schädlich, da sich der einzige Vegetationspunkt in der Krone der Pflanze befindet. Junge Zwergpalmen benötigen einen Winterschutz um die Krone und um den Ballen. Freilandpflanzen freuen sich über eine Schicht Rindenmulch auf dem Wurzelbereich.

Krankheiten/Schädlinge

Der häufigste Pflegefehler bei der Zwergpalme ist die übermäßige Gabe von Wasser. Dadurch beginnen die Wurzeln zu faulen. Sie stellen die Versorgung der Pflanze ein, die in der Folge abstirbt. Gelegentlich befallen Spinnmilben die Zwergpalme. Um sie ohne Insektizide zu bekämpfen, kommen Raubmilben zum Einsatz, die im Fachhandel erhältlich sind. Raubmilben verrichten an der Zwergpalme keinen Schaden, sondern stellen den natürlichen Fressfeind der Spinnmilben dar. Gegen Wollläuse hilft der Einsatz von Florfliegen. Es lohnt sich, die Zwergpalme regelmäßig auf Schädlinge zu untersuchen und sie bei leichtem Befall abzuduschen. Das Einsprühen mit kalkarmem Wasser stärkt die Vitalität der Palme verringert die Wahrscheinlichkeit eines Schädlingsbefalls.

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