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Eigenschaften

  • Rank- und Kletterpflanzen
  • giftig in allen Bestandteilen
  • pharmakologischer Nutzen
  • lange Blütezeit
  • bedingt winterhart

Tripterygium

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Die Gattung der Dreiflügelfrucht (bot. Tripterygium) stammt aus Ostasien. Eine einzige Art ist ihr zugehörig. Die Gattung ist Teil der Familie der Spindelbaumgewächse (Celastraceae). Diese rankenden Halbsträucher erfreuen sich in ihrer asiatischen Heimat in der Garten- und Parkgestaltung großer Beliebtheit. Hierzulande gelten sie als Pflanzenrarität.

Die mehrjährigen Klettergewächse verdanken ihren Namen den für sie typischen, dreiflügeligen Nussfrüchten. Im Jahr 1862 stellte der englische Botaniker Sir Joseph Dalton Hooker die Gattung erstmalig namentlich auf. Sämtliche Bestandteile von Tripterygium sind giftig, vor allem die Rinde der Wurzeln. Hauptsächlich in China besitzt sie den Status einer Heilpflanze. Ihr dortiger Name ist Lei Gong Teng (Donnergottwein). In geringen Dosen angewendet, sollen die Pflanzenwirkstoffe die Behandlung von entzündlichen Krankheitsbildern wie Arthrosen und Rheuma positiv beeinflussen. Auch bei Krebspatienten kommt sie zur Anwendung. Klinische Studien hierzulande untersuchen die Inhaltsstoffe auf ihre Verwendbarkeit in der klassischen Schulmedizin.

Blatt

Die kräftig dunkelgrünen Laubblätter stehen wechselständig angeordnet. Das Blatt gliedert sich jeweils in einen knapp zwei Zentimeter langen Blattstiel sowie einer länglich bis eiförmigen Blattspreite. Diese läuft zum Ende hin stumpf-spitzig zu. Die glatte Blattspreite ist manches Mal leicht filzig behaart. Das Blatt ist ganzrandig oder mit feingezähntem Rand. Am Blattstiel bilden sich oftmals Nebenblätter, die im Spätsommer früh abfallen. Tripterygium ist sommergrün. Während der kalten Jahreszeit wirft die Pflanze ihr Laub ab. In Regionen mit geringem Frostrisiko und mildem Winterverlauf kommt es vor, dass sie ihr Laub während des Winters behält.

Blüte

Eine außergewöhnlich lange Blühdauer zeichnet Tripterygium aus. Die schöne Zeit der Blüte reicht vom Frühjahr bis in den Herbst. In asiatischen Regionen blühen die Sträucher von Mai bis Oktober, in unseren Breiten von Mai bis Anfang September. Häufig sind Blüten und reife Früchte gleichzeitig an der Pflanze zu sehen. Ihr Blütenschmuck ist eher zurückhaltend. Seiten- oder endständig bilden sich traubige, dichte, stehend bis halb hängende Blütenstände (Thyrsen).
Deren kleine, einfache Einzelblütchen sind fünfzählig und zwittrig bis eingeschlechtlich männlich (in dem Fall unfruchtbar). Im Aufbau zeigt die Blüte einen halbkugelförmigen, fünflappigen Kelch mit einem Millimeter Länge. Ihre fünf länglich-ovalen Kronblätter sind weiß, gelb bis gelblich-grün. Der hellgrüne Blütenboden (Diskus) ist fleischig, wulstig und misst rund zwei Millimeter im Durchmesser. Die Staubbeutel der fünf Staubblätter neigen sich dem Blütenzentrum zu. Die Blütenstände sind weißlich-gelb bis grünlich gefärbt. Vom Blattwerk heben sie sich optisch kaum ab.

Frucht

Ihren Namen verdanken die Dreiflügelfrucht-Sträucher ihren unscheinbaren, wenige Zentimeter großen Nüsschen mit drei pergamentartigen, seitlichen Flügelhäutchen. Diese Flügel ermöglichen das Verbreiten durch den Wind. Die grün bis grün-braunen Schließfrüchte sind bis zu zwei Zentimeter lang und eineinhalb Zentimeter breit. Der in ihnen enthaltene rund fünf Millimeter lange und bis drei Millimeter breite Samen besitzt eine Dreikantform. Die Phase der Fruchtreife beginnt im August und zieht sich bis in den Spätherbst.

Wuchs

Tripterygium sind schwach verholzende, ausdauernde Halbsträucher mit kräftig rankendem Wuchs. Bei guten Bedingungen in den Wäldern ihrer Heimat klettert die Pflanze relativ schnell Höhen von sechs bis acht Metern. Auch in der Breite erreicht sie einen Durchmesser von bis zu drei Metern.

Standort

Tripterygium bevorzugt es warm, am besten in sonniger bis halbschattiger Lage. An zu schattigen Standorten verkahlt der Strauch. Durchlässige, nahrhafte und frische Böden sind ideal für gutes Wachstum, idealerweise mit gleichbleibend, gemäßigten klimatischen Verhältnissen. Frost toleriert sie bedingt. Länger anhaltende Frostperioden führen in manchem Fall zum Absterben der Pflanze.

Nutzung

Der Dreiflügelfrucht-Strauch kommt in seiner asiatischen Heimat häufig vor, hierzulande gilt er als Rarität. Vor allem in China ist die Gattung in der Staudenkultur für Ziergärten und Parks von Bedeutung, ebenso wie der Anbau für medizinische Zwecke. Alten Überlieferungen zufolge genoss Tripterygium bereits im 16. Jahrhundert den Ruf einer Heilpflanze. Über 70 Inhaltsstoffe lassen sich aus der Pflanze gewinnen. Vornehmlich in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und Homöopathie kommen diese hochtoxischen pflanzlichen Bestandteile zum Einsatz.

Pflege/Schnitt

Diese Pflanze wächst einige Meter in die Höhe. Daher benötigt sie eine Stütze durch eine Kletter- oder Rankhilfe. Wegen ihrer Kälteempfindlichkeit empfiehlt es sich, Jungpflanzen rechtzeitig mit einem Frostschutz zu versehen. Ein Rückschnitt im Spätherbst verhindert, dass sich der Strauch zu stark ausbreitet. Alle Pflanzenteile sind giftig. Daher ist das Tragen von Gartenhandschuhen als Vorsichtsmaßnahme zu empfehlen. Der ideale Gartenboden ist gleichmäßig frisch bis feucht. Kommt es im Sommer zu längeren Trocken- und Hitzeperioden, unterstützen zusätzliche Wassergaben die Pflanze. Ansonsten hat Tripterygium einen geringen Pflegeaufwand. Im Frühjahr regt eine Kompostgabe den Neuaustrieb und die Blütenbildung an. Es sind keine nennenswerten Schädlinge oder Krankheiten bekannt.

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