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Eigenschaften

  • doppeldoldige Blüten
  • auffälliger Geruch
  • bis vier Meter Wuchshöhe
  • vertragen Trockenheit
  • gelten als Heilpflanzen

Steckenkräuter

Gattung Ferula ab €0.00 kaufen
     
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Die Steckenkräuter (bot. Ferula) stellen eine Pflanzengattung in der Familie der Doldenblütler (bot. Apiaceae) innerhalb der Ordnung der Doldenblütlerartigen (Apiales) dar. Die Gattung enthält je nach Autor 170 bis 185 Arten, die vorwiegend im mediterranen Raum sowie in Zentral- und Südasien heimisch sind. Allen Arten ist gemeinsam, dass sie einen auffälligen knoblauchähnlichen Geruch verströmen.

Im Volksmund heißen Steckenkräuter auch Rutenkräuter. In unseren Breiten ist der Riesenfenchel oder auch Gemeines Steckenkraut (Ferula communis) am bekanntesten und gedeiht als kultivierte Staude in heimischen Gärten. Mit den auffälligen leuchtend gelben Blütenständen ist diese Art eine der wenigen gelbfarbigen Arten der Familie, die vermehrt Exemplare mit weißen Blüten aufweist. Viele Arten von Steckenkräutern gelten als medizinisch wirksame Heilpflanzen. Ferula sind ein wichtiger Bestandteil der griechischen Mythologie. Das Mark des Stängels vom Riesenfenchel ist leicht zu entzünden und schwelt langsam, ohne die Rinde zu verglimmen. Das Mark diente als Zunder sowie zum Transport von Glut. In der Mythologie heißt es, Prometheus habe den Menschen das Feuer in dem Stängel eines Riesenfenchels gebracht.

Blatt

Die dünnen Laubblätter der Steckenkräuter wachsen wechselständig an einem verzweigten Stängel. Die Blätter bestehen aus Blattstiel, Blattspreite und Blattscheide. Letztere ist breit und umgibt den Stängel der Pflanzen. Die Blattscheiden sind bei einigen Arten äußerst strapazierfähig, da sie aus robusten Fasern bestehen. Die Lamina (Blattspreite) ist zusammengesetzt. Sie besteht aus zwei bis vier Fiedern oder ist zweifach bis vierfach eingeschnitten.

Blüte

Die Blütenstände von Steckenkräutern sind doppeldoldig und enthalten zahlreiche kleine Blüten. Hüllblätter kommen ausschließlich bei wenigen Arten vor. Die Blüten sind zwittrig, seltener treten an einer Pflanze männliche Blüten in Kombination mit zwittrigen Blüten auf.

Die radiärsymmetrischen Ferula-Blüten sind fünfzählig. Ihre fünf Kronblätter variieren in der Farbe von einem blassen Gelb, Weiß, leuchtenden Gelb bis zu einem gelblichen Grünton. Sie sind lanzettförmig bis oval und laufen am Ende spitz zu. Der Ferula-Griffel ist in seiner Form konisch. Er wächst erweitert zur Basis oder gelappt. Steckenkräuter bilden einen unterständigen Fruchtknoten mit zwei Kammern.

Frucht

Vertreter der Gattung Ferula bilden Zerfallfrüchte. Charakteristisch für Zerfallfrüchte ist, dass sie bei Reife in mehrere Teile zerfallen, wobei jeder Teil einen eigenen Samen enthält. Steckenkräuter entwickeln Doppelachänen, eine Spaltfrucht, die bei Fruchtreife in zwei einsamige Achäne zerfällt, die an einem Fruchtträger hängen. Die Teilfrüchte der Steckenkräuter sind von elliptischer Form. Ihre lateralen Rippen weisen Flügel auf. Die Samen sind konkav geformt und flach.

Wuchs

Ferula sind mehrjährige bis ausdauernde Pflanzen mit krautigem Wuchs. Die Gattung enthält sowohl Arten, die nur einmal in ihrem Leben Blüten tragen (hapaxanthe Arten), als auch Arten, die jährlich blühen (pollakanthe Arten). Steckenkräuter erreichen eine Wuchshöhe von bis vier Metern und bilden Pfahlwurzeln aus, die verholzen.

Standort

Gemäß ihrem Naturstandort bevorzugen Steckenkräuter ein mildes Klima und einen trockenen sandigen bis steinigen Boden mit einem hohen Kalkanteil.

Verbreitung

Die Arten aus der Gattung der Steckenkräuter zeigen ihr Vorkommen im Mittelmeerraum, im Norden Afrikas, in Zentral- und Südwestasien sowie im Norden von Indien. In China sind 26 Arten heimisch, von denen sieben ausschließlich in China vorkommen. In der Türkei gedeihen rund 20 Arten von Ferula. Elf davon zeigen ihr Vorkommen nur in der Türkei.

Nutzung

Wurzeln und Wurzelstämme von Steckenkräutern finden Einsatz in der Medizin. Einige Arten enthalten Cumarin-Derivate, was sekundäre, aromatische Pflanzenstoffe sind. Sie verströmen einen würzigen Geruch und sind in größeren Mengen gesundheitsschädlich bis toxisch. Einige Arten Steckenkräuter wirken gegen Asthma und Bronchitis, lindern Muskelkrämpfe und helfen, die beteiligten Muskeln zu entspannen.

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