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Eigenschaften

  • Gräser mit dünnen, glatten Halmen
  • duften nach Cumarin
  • ausbreitender Wuchs
  • unanfällig für Krankheiten und Schädlinge
  • anspruchslos und winterhart

Mariengräser

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Die Mariengräser (botanisch Hierochloe) bilden eine Gattung innerhalb der Familie der Süßgräser (botanisch Poaceae) und umfassen 34 Arten. Der botanische Name ist griechischen Ursprungs und bedeutet heiliges Gras (hieros = heilig und chloé = Gras).

Bewohner ländlicher Gegenden kennen den markanten Duft von Mariengras nach der frischen Heuernte. Mariengräser haben einen unverwechselbar Duft, der an Waldmeister und etwas Vanille erinnert. Dank des starken Cumarinaromas der Mariengräser bietet sich für die Pflanze vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Mariengraszöpfe behalten lange ihren markanten Duft bei und entfalten eine entspannende Wirkung auf ihre Umgebung.

Blatt

Die Blätter der Gattung Hierochloe sind lineal, ganzrandig und parallelnervig. Die länglichen Blätter haben eine mittelgrüne Blattfarbe und wenige Knoten. Die stumpfen Blatthäutchen sind zwei bis vier Millimeter lang, die rauen Blattscheiden auf dem Rücken gerundet. Das Blatt erreicht eine Länge von bis zu 30 Zentimetern und eine Breite von maximal einem Zentimeter.

Blüte

Die Blütezeit der Mariengräser ist vor allem im Mai bis in den Juni hinein. In diesem Zeitraum entstehen dünne Rispen eirunder Ährchen von bräunlicher bis grünlicher Farbe. Diese haben eine Breite von acht Zentimetern und eine Länge von vier bis zehn Zentimetern. Die Stiele der Ährchen sind kahl. Im Gegensatz zum oberen, zweigeschlechtlichen Ährchen, sind die unteren beiden Ährchen rein männlich.

Wuchs

Die dünnen, glatten Halme von Gräsern der Gattung Hierochloe wachsen aufrecht und erreichen eine Höhe von bis etwa 50 Zentimetern. Mariengräser sind mehrjährige, winterfeste Gewächse, die Temperaturen bis -20 °C vertragen. Der Wuchs ist ausbreitend krautig und das Mariengras bildet unterirdische Ausläufer, sogenannte Stolonen.

Standort

Am besten stehen Mariengräser in halbschattigen bis sehr sonnigen Orten. Dort benötigt es kaum Pflege und ist sehr widerstandsfähig. Der Standort sollte feucht und nur mäßig bis wenig nährstoffreich sein, um ideale Bedingungen zu liefern. Auch auf sandigen, stickstoffarmen Böden kann Mariengras gut gedeihen. Allgemein sind stark durchlässige Böden von Vorteil.

Verbreitung

Mariengräser kommen vorrangig zerstreut in subarktischen Regionen Europas, Asiens und Nordamerikas vor. Es wächst primär an nassen, grasigen Standorten und in der Nähe von Flussufern. Abgesehen von diesen Orten, wächst Mariengras eher seltener.

Nutzung

Aufgrund ihrer schmerzstillenden Wirkung als Heilpflanze eignen sich Mariengräser gut für die Zubereitung von heilenden Tees. Im Herbst dient geschnittenes und getrocknetes Mariengras der weiteren Verwendung als Duftpflanze. Mariengräser gelten als unverzichtbar innerhalb indianischer Schwitzhüttenrituale. Das in den Steppen Nordamerikas weit verbreitete Mariengras verwenden die Prärieindianer in ihren Zeremonien zur Abwehr des Bösen. Hierzu trocknen die Indianer das Mariengras und flechten es zu Zöpfen zusammen. Mariengräser duften raumfüllend nach Cumarin.
Mariengräser sind ferner Bestandteil von Tabakzusatz und Verfeinerung von Getränken oder Speisen in der westlichen Welt. Einige Sorten Wodka und Parfum bedienen sich ebenfalls des intensiven Waldmeisteraromas des Mariengrases.

Pflege/Schnitt

Da Mariengras stark wuchert, sollte es genügend Platz bekommen, damit es sich ungehindert ausbreitet. Alternativ grenzt eine Wurzelsperre das Ausbreiten des Mariengrases ein. Empfohlen ist das Ansiedeln auf einem umgestochenen Stück Rasen, das zum Einpflanzen des Mariengrases dient. An diesem Platz kann es ungehindert wuchern und schädigt keine umliegenden Pflanzen. Ein alternativer Standort ist ein in der Erde versenkter Mörteltrog. So eingepflanzt wächst das Mariengras im Garten auf kontrollierte Weise. Mariengras benötigt gut platziert keine spezielle Pflege und breitet sich zügig aus.

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