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Eigenschaften

  • Lianen, Sträucher und Bäume
  • laubabwerfende oder immergrüne Gehölze
  • unscheinbare Blüten in dichten Blütenständen
  • männliche und weibliche Pflanzen
  • auffällige Früchte in der Größe einer Melone

Maclura

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Die Gattung Maclura ist der Familie der Maulbeergewächse (bot. Moraceae) unterstellt. Die Pflanzengattung enthält nach der aktuellen botanischen Systematik zwölf Arten, die sich in fünf Sektionen gliedern. Der Name der Gattung ehrt den schottischen Geologen und Gelehrten William Maclure.

Innerhalb der Gattung der Maclura finden sich verholzende Pflanzen, die reduzierte und unscheinbare Blüten tragen. Auffälliger sind ihre melonengroßen, runzeligen Früchte, die nach der Blütezeit entstehen. Sie erinnern optisch und durch ihr Aroma an Zitrusfrüchte. Eine Arten benötigen zwischen zwölf und 15 Jahre, bis sie das erste Mal Früchte ausbilden. Die Arten der Gattung wachsen als Bäume, aufrechte oder teilweise kletternde Sträucher oder Lianen.

Blatt

Die Blätter der Maclura-Arten stehen verschieden angeordnet an der Sprossachse. Sie wachsen wechselständig mit jeweils einem Blatt an einem Knoten, spiralig oder zweizeilig. Ihre Form ist einfach und ungeteilt. Sie haben eine eiförmige bis längliche Gestalt und wachsen zwischen fünf und zwölf Zentimeter lang. Der Blattgrund ist leicht herzförmig oder breit keilförmig entwickelt. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite unterteilt.

Die Nerven auf den Blättern entspringen der Blattbasis und teilen sich fiedernervig auf. Maclura-Arten weisen Blätter auf, deren Blattrand glatt ist. Die Blattoberfläche ist dunkelgrün und glänzt in der Sonne. Auf der Unterseite sind die Blätter blassgrün. Einige Arten sind auf den Blattnerven der Unterseite behaart. Im Herbst verfärben sich die Blätter leuchtend gelb. An der Stielbasis sitzen zwei Nebenblätter, die frei stehen. Es ist eines der Unterscheidungsmerkmale zu anderen Gattungen aus den Maulbeergewächsen, bei denen die Nebenblätter verwachsen sind.

Blüte

Die Arten aus der Gattung Maclura sind zweihäusig. Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Sie entwickeln ihre Blütenstände in den Achseln der Blätter. Die Blütenstände sind ährig, traubig oder kopfig geformt. An der Basis eines Blütenstandes sitzen zahlreiche Tragblätter. An jeder Einzelblüte erscheinen am Grund zwischen zwei und vier Deckblätter. Diese Deckblätter sind mit den Kelchblättern verwachsen. Auffällig sind die zwei gelben Drüsen auf den Deckblättern.

Die männlichen Blüten besitzen drei bis fünf Kelchblätter. Sie stehen frei oder sind am Grund miteinander verwachsen. Die Blüten entwickeln keine Kronblätter. Die Kelchblätter umgeben drei bis fünf Staubblätter, die gerade herausragen. Die weiblichen Blütenstände haben eine kugelige Form. Die Einzelblüten sind ungestielt und besitzen fleischig verdickte Kelchblätter, die frei stehen oder an der Basis verwachsen sind. Im Zentrum der weiblichen Blüte sitzt ein kurzer Griffel, der in ein oder zwei Narben endet.

Frucht

Der Fruchtverband entsteht aus den dicht gedrängten weiblichen Blüten. Er ist fleischig und kugelig ausgeformt. Die Deckblätter und der Kelch bleiben zur Fruchtreife erhalten. Sie vergrößern sich nach der Blütezeit und umgeben den Fruchtverband. Maclura-Arten tragen Steinfrüchte, die eine runzelige bis muschelartige Oberfläche entwickeln. Sie enthalten dünne und fleischige Samen. Sie erinnern an eine grün gefärbte Zitrusfrucht mit einer tiefer strukturierten Oberfläche.

Mit zunehmender Reife verströmen die Früchte ein Aroma, das an Orangen erinnert. Das Fruchtfleisch sieht einer Kiwifrucht ähnlich. Die meisten Früchte der Maclura-Arten sind ungenießbar. Sie entwickeln einen bitteren und unangenehmen Geschmack. Das Grauhörnchen ist eines der wenigen Tiere, die sich von den Früchten ernähren. Die melonengroßen Früchte dienten in vergangenen Zeiten Riesenfaultieren, Präriemammuts und Riesennashörnern als Nahrung.

Wuchs

Die Maclura-Arten sind verholzende Pflanzen. Es gibt Arten, die immergrün sind und ihre Blätter das ganze Jahr über behalten. Andere Arten werfen ihr Laub im Herbst ab. Die Wuchsformen variieren von kleinen bis hin zu großen Bäumen oder kletternde bis aufrechte Sträucher. Einige Maclura-Arten wachsen als Lianen. Typisch für die Gattung ist der Milchsaft, der in den Gefäßen fließt. Die Borke der Bäume ist rissig und dunkelbraun gefärbt. Im jungen Zustand besitzen alle Gehölze aus der Gattung Sprossdornen, die in den Blattachseln sitzen. Die kräftigen Dornen sind gerade oder gebogen und gehen bei einigen Arten mit zunehmendem Alter verloren. Die Dornen sind bis zu drei Zentimeter lang. Die Pflanzen entwickeln ein Wurzelwerk, das tief in die Erde reicht. Die Baumarten wachsen bis zu 15 Meter hoch.

Standort

Die Gehölze sind anspruchslos, was ihren Standort betrifft. Sie wachsen vorwiegend auf sonnigen Plätzen, einige Arten tolerieren schattige Umfelder. Die Vertreter der Maclura-Gattung sind anpassungsfähig an unterschiedliche Böden. Es gibt Arten, die keine Probleme mit trockenen Substraten und Hitze haben. In Sommermonaten mit einer lang anhaltenden Hitze entwickeln die Gehölze mehr Früchte. Sie wachsen auf windexponierten Stellen und vertragen salzige Verhältnisse. Maclura-Arten bevorzugen einen humusreichen Boden, der einen Anteil an Lehm aufweist, auch tolerieren sie alkalische Untergründe.

Verbreitung

Die Gattung ist in den tropischen und subtropischen Klimazonen verbreitet. Das Areal der Arten erstreckt sich von Afrika über Asien bis nach Australien. Einige Arten haben ihren Ursprung im Norden Amerikas, in Südamerika oder auf den Pazifischen Inseln. Fünf Arten aus der Gattung sind in China heimisch. Sie wachsen im Tiefland und in Höhenlagen zwischen 500 und 2.200 Metern.

Nutzung

Die strauchförmig wachsenden Maclura-Arten dienen in den USA als Wegbefestigung oder als Zaun für Rinderweiden. Die Menschen machen sich die Wuchsform der Sträucher zu nutze, deren Dornen als natürliches Hindernis dienen. Heute sind die Gehölze dekorative Elemente in Landschaftsgärten, Parks und Grünanlagen. Nicht alle Maclura-Arten entwickeln schmackhafte Früchte. Die meisten Früchte sind ungenießbar bitter. Einen größeren Wert hat das Holz der Pflanzen, das als Baumaterial dient. Der Milchsaft einiger Arten verfärbt sich an der Luft schwarz. Er färbt Kleidungsstücke oder Stoffe ein. Früher nutzen die Menschen den gelblichen Saft aus den Wurzeln, um Körbe und Textilien einzufärben. Die Extrakte aus den Wurzeln, dem Holz und der Rinde liefern heute einen Bestandteil für Pestizide und Lebensmittel.

Pflege/Schnitt

Die Pflege der Gehölze gestaltet sich einfach. Die Maclura-Arten sind schnittverträglich. Der ideale Zeitpunkt, um die Pflanzen auszulichten oder zurückzuschneiden, ist der frühe Herbst. Danach entwickeln die Gehölze Knospen, aus denen im nächsten Frühjahr frische Blätter austreiben. Junge Pflanzen zeigen sich dankbar, wenn sie einen Schutz gegen den Wind bekommen. Die Pflanzen vertragen trockene Perioden ohne Probleme. Ihr Wasserbedarf ist reduziert, sodass sie keine regelmäßigen Wassergaben benötigen.

Krankheiten/Schädlinge

Maclura-Arten zeigen sich resistent gegen Fäulnis am Stängel oder an den Wurzeln. Sie haben keine Probleme mit Pilzkrankheiten und gehören nicht zur bevorzugten Nahrungsquelle von Pflanzenschädlingen wie Blattläusen, Spinnmilben oder Schnecken.

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