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Eigenschaften

  • sommergrüne Grasarten
  • lanzettliche Blätter
  • dünne Halme
  • viele behaarte Knoten
  • tropische bis warmgemäßigte Regionen

Leersia

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Die Leersia (bot. Leersia) ist eine Gattung in der Familie der Süßgräser (botanisch Poaceae). Ihre einzelnen Vertreter unterscheiden sich kaum von Reispflanzen (botanisch Oryza). Ihnen fehlen im Vergleich zum Reis nur die Deckspelzen. Es gibt weltweit rund 20 Arten von Leersia.

Sie kommen hauptsächlich in tropischen bis warmgemäßigten Regionen vor. Die Reisquecke, eine Leersia-Art, ist als einzige auch in Europa heimisch. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der grasartigen und hoch wachsenden Pflanze sowie die Aufstellung der Gattung stammen von dem schwedischen Botaniker Olof Peter Swartz aus dem Jahr 1788. Der Gattungsname ehrt den deutschen Botaniker und Apotheker Johann Daniel Leers (1727-1774). Typisch für die Gattung Leersia sind die dicht behaarten Stängelknoten.

Blatt

Die Pflanzen der Gattung Leersia besitzen sehr schmale, meist linear-lanzettliche Blätter. Diese stehen fast ohne Blattscheide direkt an den Halmen. Das Blatthäutchen ist oft häutig und nicht bewimpert.

Blüte

Die Blütezeit ist je nach Standort und Art unterschiedlich. Die Leersia-Pflanzen besitzen rispige Blütenstände. Sie bestehen meist aus einfachen, traubigen Seitenästen. Diese stehen auf kurzen Stielen. Die Ährchen verfügen jeweils nur über ein Blütchen. Ihre Form ist elliptisch oder schmal länglich. Die Ährchen sind seitlich stark abgeflacht. Sie werden zwischen 1,5 bis acht Millimeter lang.
Die Ährchen lösen sich im Reifestadium leicht von ihrem Stiel. Sie fallen als Ganzes mit den Blütchen von den Blütenständen. Hüllspelzen gibt es bei den Leersia-Pflanzen nicht. Die derbhäutige papierartige Deckspelze ist gekielt und bootsförmig. Sie läuft am Kiel spitz zu oder ist geschnäbelt. Grannen kommen bei Leersia-Pflanzen selten vor. Pro Blüte bilden sich zwei Schwellkörper sowie bis zu sechs Staubblätter.

Frucht

Die Gattung Leersia bildet im Sommer körnerartige Früchte. Diese sind länglich geformt.

Wuchs

Die verschiedenen Arten der Leersia-Gattung sind in der Regel ausdauernde Pflanzen. Selten kommen sie als einjährige Wasser- oder Sumpfpflanzen vor, die Rhizome oder unterirdische Ausläufer bilden. Die Halme der Leersia sind dünn. Sie werden je nach Art zwischen 20 bis 150 Zentimeter hoch, manchmal auch höher. Der untere Halmbereich ist kriechend oder abhängig vom Standort schwimmend. Der obere Halmbereich wächst vertikal oder aufsteigend. Typisch sind die vielen angeschwollenen und behaarten Knoten an den Stängeln.

Standort

Die Pflanzen der Gattung Leersia sind anspruchslos und benötigen keine spezielle Erde. Sie wachsen an sonnigen bis halbschattigen Standorten, einige Arten gedeihen auf sumpfigen Flächen.

Verbreitung

Die Gattung setzt sich aus rund 20 Arten zusammen. Diese kommen weltweit vor. Hauptsächlich gedeihen sie in tropischen bis in warm-gemäßigte Zonen. Die Reisquecke (Lersia oryzoides) kommt als einzige Art in Europa vor. In Afrika sind elf Arten heimisch, in Nordamerika gibt es sechs Arten, in Südamerika und in China kommen jeweils vier Leersia-Arten vor.

Nutzung

Einige Leersia-Arten finden trotz ihrer scharfkantigen Blätter als Viehfutter Verwendung. Das Gras wächst auf sumpfigen Weiden und wird als Heu geerntet.
Andere Arten nehmen über ihre Wurzeln Schwermetalle auf. Wissenschaftler untersuchen ihre Einsatzmöglichkeiten in der Phytosanierung. Dies bedeutet, dass die Pflanzen für die Sanierung von kontaminierten Böden oder Grundwasser genutzt werden können.

Pflege/Schnitt

Je nach Art kann ein Rückschnitt im Sommer wie bei der Heuernte erfolgen. Die mehrjährigen Arten treiben wieder aus.

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