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Eigenschaften

  • aromatisch duftende Blätter
  • zarte Blütenstände in weißer oder rötlicher Färbung
  • ideale Pflanzen für Fruchtfolgen oder Mischkulturen
  • unverzichtbar in mediterranen Beeten
  • sehr pflegeleichte Kräuter

Koriander

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Die Gattung Koriander (botanisch Coriandrum) gehört zu der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Diese Gattung besteht aus zwei Arten und ist vergleichsweise klein. Während der Echte Koriander (Coriandrum sativum) als beliebte Gewürzpflanze gilt, ist der Blatt-Koriander (Coriandrum tordylium) weniger von Bedeutung.

Koriander gehört in jeden mediterranen Garten. Er versprüht zur Blütezeit sein typisches Aroma, das das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Zwischen Juni und Juli, wenn die Blüte ihren Höhepunkt erreicht, entwickeln sich die Pflanzen zu regelrechten Insekten- und Bienenmagneten. Die kleinen Nützlinge scharen sich in großen Mengen um die Blüten und sorgen für die Bestäubung. Dadurch verwandelt sich der Garten in eine naturnahe, von geschäftigem Leben erfüllte Oase.
Wer die wohlriechenden Pflanzen des Echten Korianders nach der Blüte stehen lässt, erfreut sich über eine üppige Fruchtbildung. Die kugelrunden Früchte sind dekorativ und als Gewürz in Suppen oder Fleisch- und Fischgerichten beliebt. Der Blatt-Koriander macht mit seinem wunderschönen Blühaspekt eine gute Figur in jedem Kräutergarten.

Blatt

Die Pflanzen der Gattung Coriandrum entwickeln verschiedene Blätter. Junge Blätter sind rundlich und breit. Erst später entwickeln sie ihre typische fiederlappige Gestalt. Die Blätter, die an der unteren Sprossachse sitzen, sind tief gelappt. Ihre Endabschnitte sind breit eiförmig ausgebildet. Die oberen Blätter zeigen sich zwei- bis dreifach gefiedert. Ihre Endabschnitte sind schmal bis linealisch ausgeprägt.

Blüte

Da die Arten dieser Gattung zu den Doldenblütengewächsen zählen, bilden sie die typischen doldenförmigen Blütenstände aus. Jeder Doldenstrahl verzweigt sich bei diesen Arten nochmals in kleinere Döldchen. Auf diesen Döldchen sitzen zahlreiche kleine Einzelblüten. Die Blüten am Rand des Blütenstandes sind vergrößert. Sie besitzen keine oder nur eine einblättrige Hülle. Jedes Döldchen trägt an seiner Basis mehrere Blätter, die als Hüllchen bezeichnet sind.

Koriander-Arten entwickeln teilweise zwittrige und rein männliche Blüten. Jede Einzelblüte sitzt in einem fünfzähligen Kelch, deren beiden äußeren Blätter auffallend größer sind. Die Kronblätter sind weiß oder leicht rötlich eingefärbt. Ihre Form erinnert an ein umgedrehtes Herz. Der Rand der Kronblätter ist manchmal gestutzt oder leicht ausgerandet. Die Blüten öffnen sich zwischen Juni und Juli und erstrahlen für rund vier Wochen in vollem Glanz.

Frucht

Nach der Blütezeit entwickeln sich die kugeligen Früchte. Sie sind hart und bestehen aus zwei Teilfrüchten. Fast untrennbar sind die miteinander verbunden. Die glatte Außenhaut runzelt erst beim Austrocknen. Dann sind die typischen Hauptrippen erkennbar. An der Spitze der Frucht bleibt eine kleine Erhebung erhalten. Dieses sogenannte Griffelpolster ist kegelförmig ausgeprägt. Die darauf sitzenden weiblichen Griffel sind bei den Koriander-Arten viel länger, als das Griffelpolster.

Wuchs

Koriander-Arten sind ein- bis zweijährig und zählen zu den krautigen Pflanzen. Je nach Art erreichen sie Höhen zwischen 30 und 100 Zentimetern. Unter der Erde entwickeln die Pflanzen einen kräftigen Wurzelstock. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl.

Standort

Wenn der Boden gut durchlässig und kalkreich ist, gedeihen die Pflanzen in ihrer vollen Pracht. Sie bevorzugen einen warmen Standort. Während der Echte Koriander mit Sonneneinstrahlung gut zurecht kommt, wächst der Blatt-Koriander an halbschattigen bis schattigen Standorten besser. Der ideale Standort für alle Pflanzen ist geschützt. Bei ausreichendem Abstand zum nächsten Pflanzpartner entwickeln die Pflanzen ein üppiges Blattwerk.

Verbreitung

Die Heimat des Blatt-Korianders liegt in Vorderasien. Er ist in Syrien, im Libanon und in der Türkei heimisch. Auch Der Echte Koriander kommt ursprünglich aus dem westlichen Asien. Heute hat er sich als Kulturpflanze weltweit beliebt gemacht und kommt verwildert vor.

Nutzung

Koriander-Arten eignen sich für Fruchtfolgen. Die Anpflanzung an derselben Stelle erfolgt alle vier Jahre. Auch in Mischkulturen kommen die Pflanzen gut zur Geltung. Sie harmonieren gut mit Salat und Kohlarten. Mit seinem Duft schützt er seine Pflanzpartner, denn Schädlinge wie der Kohlweißling oder die Kohlblattlaus verschmähen sein Aroma. Die Pflanzen gedeihen gut zwischen hoch wachsendem Gemüse, sie bevorzugen die windgeschützte Standorte.

'Santo' ist eine beliebte Koriander-Sorte, die eine Höhe von rund 50 Zentimeter erreicht. Sie entwickelt ein zart aromatisches Blattwerk. Die Sorte 'Cilantro' benötigt mehr Zeit, um seine Blütenpracht zu entwickeln. Sie entwickelt über einen längeren Zeitraum wohlschmeckende Blätter, die sich für die Ernte eignen. Das mitteleuropäische Klima beschert der Sorte 'Thüringer' optimale Bedingungen zum Wachsen. 'Morrocan' dient ausschließlich der Gewinnung von Samen.

Pflege/Schnitt

Die Samen entwickeln sich optimal auf gut lockerem Boden. Eine Düngung vor der Aussaat erhöht die Anfälligkeit für einen Befall durch Schädlinge wie Pilze oder Blattläuse. Die Samen sind sehr robust und gedeihen auch nach leichten Frösten optimal. Jungpflanzen brauchen etwa 10 bis 15 Zentimeter Abstand zur nächsten Pflanze. Die Koriander-Arten eignen sich für die Kultur im Topf. Sie gedeihen ideal in einem Gemisch aus Blumenerde und Sand. Staunässe im Topf ist zu vermeiden. Auf sonnigen Balkonen und Terrassen benötigen die Pflanzen einen zusätzlichen Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung.

Während der Anzuchtphase benötigen die Pflanzen viel Wasser. Ein regelmäßiges Gießen ist wichtig. Ist die erste Entwicklungsphase abgeschlossen, erfordern die Pflanzen keine weitere Pflege. Sie bevorzugen dann trockene Bedingungen und benötigen keine weitere Bewässerung. Bereits vier bis sechs Wochen nach der Aussaat sind die Pflanzen reif zur Ernte. Die unteren Blätter eignen sich optimal zur Ernte. Jetzt liefern sie ihr volles Aroma. Die Ernte der Früchte erfolgt kurz vor der Vollreife, da sie später leicht abfallen. Die Pflanzen vermehren sich über ihre Samen. Um die Ausbreitung zu unterstützen, eignen sich die hellbraun verfärbten Früchte optimal.

Krankheiten/Schädlinge

Koriander-Arten sind bei schwüler Witterung von Echten Mehltau bedroht. Dieser Pilz äußert sich durch einen weißlichen Belag auf den Blättern. Ein ausreichender Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sorgt dafür, dass eine ausreichende Zirkulation der Luft gegeben ist. Eine Bewässerung morgens oder mittags, wirkt vorbeugend gegen einen Befall durch den Echten Mehltau. Bei einem intensiven Befall helfen biologische Mittel, auf Basis von Lecithin oder aus Extrakten des Ackerschachtelhalms.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Koriander Coriandrum

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