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Eigenschaften

  • immergrüne Halb-, Sträucher oder Bäume
  • attraktive Blätter
  • duftende Blüten
  • Samen mit farbigem Fruchtfleisch
  • Gattung mit 150 Arten

Klebsamen

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Klebsamen (bot. Pittosporum) sind immergrün und wachsen überwiegend als Sträucher. Ihre doldenförmig angeordneten Blüten duften stark. Die Pflanzen bilden die Gattung Klebsamen in der Familie der Klebsamengewächse (Pittosporaceae). Klebsamen gehören zu den Doldenblütlerartigen (Apiales).

Rund 150 Arten zählen aktuell zur Gattung der Klebsamen, die ihren Namen aufgrund ihres klebrigen Fruchtfleischs erhielt. Erste Arten entdeckte Joseph Banks. Er war wissenschaftlicher Begleiter von James Cook auf dessen erster Expedition 1768 in die Südsee. Joseph Gärtner, ein deutscher Botaniker, erfasste systematisch die Klebsamen aus der botanischen Sammlung von Banks. Arten von Pittosporum schmücken in ihren Heimatländern Gärten und öffentliche Grünflächen. In Europa wächst die Pflanze in milden Lagen im Freien. Sie ist in Mitteleuropa als dekorative Kübelpflanze bekannt.

Blatt

Klebsamen haben kleine bis mittelgroße Laubblätter, die aus einem kurzen Stiel und einer grünen Blattspreite bestehen. Ihre Mittelrippe ist ausgeprägt und heller. Die einfachen Blattspreiten sind ledrig oder papierdünn. Ihr Blattrand ist glatt, gewellt, manchmal gezähnt oder gekräuselt. Sie sind umgekehrt eiförmig, schmal lanzettlich oder enden in einer deutlichen Spitze. Manche Arten haben weiß umrandete Blätter.

Blüte

Blüten der Pittosporum sind überwiegend klein und meistens zwittrig. Männliche und weibliche Blütenorgane stehen gleichzeitig in einer Blüte. Die Blüten haben eine doppelte Blütenhülle mit fünf Kelchblättern und fünf, teilweise verwachsenen, Kronblättern. Bei einzelnen Arten sind die Kronblätter stark nach außen gebogen. Die Staubfäden bilden einen Kreis. Der oberständige Fruchtknoten steht über Kelch-, Blütenblättern und Staubgefäßen und enthält bis zu fünf Kammern. In ihnen liegen bis zu vier Samenanlagen. Der Fruchtknoten entsteht aus zwei bis fünf Fruchtblättern und trägt bei einigen Arten flaumige Haare. Pittosporumblüten stehen in Dolden an den Zweigenden. Sie sind cremeweiß, gelblich, rotbraun oder dunkelrot und verströmen einen honigartigen Duft. Sie öffnen sich zwischen März und Mai.

Frucht

An den Pflanzen bilden sich Kapselfrüchte, deren Fruchtgehäuse (wissenschaftlich Perikarp) verholzt oder lederartig aussieht. Die Formen variieren zwischen kugelig, ellipsenartig oder abgeflacht rund. Gut sichtbar sind die zwei bis fünf Klappen der Früchte. Sind die Samen reif, platzen die Kapselfrüchte auf. Die Samen sind von einer fruchtigen Hülle umgeben. Für Vögel ist das farbige und klebrige Fruchtfleisch um die Samen verlockend. Durch ihren Kot verteilen sie die Samen über weite Flächen. Das klebrige Fruchtfleisch gab der Pflanzengattung ihren Namen.

Wuchs

Pittosporum kommen als immergrüne Sträucher, Bäume und in Ausnahmefällen als Halbsträucher vor. Halbsträucher zeigen an den unteren Enden verholzte Zweige. Die Triebe der neuen Vegetationsperiode sind kahl oder mit feinem Flaum bedeckt. Sträucher und Bäume haben aufrecht und dicht stehende, sparrige oder herabhängende Zweige. Die Arten wachsen zwischen einem und 20 Meter hoch. Ihre Blätter stehen wechselständig und dicht an den Zweigen. Arten der Klebsamen entwickeln sich schnell. Die Pflanzen sind bis minus zehn Grad frosthart.

Standort

Klebsamen gedeihen auf nahrhafter Erde, die feucht, jedoch nicht nass ist. Die Arten haben sich in Küstengebieten, Tälern und bis in Gebirge angesiedelt. Sie bevorzugen halbschattige oder sonnige Plätze in milden bis warmen Lagen.

Verbreitung

Weit verbreitet sind Pittosporum in Australien, mit Schwerpunkten im Norden und Süden. Manche Klebsamen kommen auf den beiden Inseln Neuseelands und auf den Inseln um Neuseeland vor. Weitere Arten stammen aus China und Taiwan. In vielen Ländern Südostasiens und auf den Südseeinseln bis Hawaii sind spezifische Arten entstanden.

Nutzung

In ihren Ursprungsländern kommen Arten von Klebsamen oft in den grünen Zonen der Städte vor. Aus wenigen Arten entstanden Zuchtformen. Es sind attraktive Ziersträucher, die im Freien und in Pflanzgefäßen wachsen. In Mitteleuropa sind Pittosporum Topf- oder Kübelpflanzen. Die Sorten sind pflegeleicht, mit ganzjährig interessantem Laub und großen Blütenbüscheln. Überwiegend sind sie wegen ihrer schönen Blätter als adrette Blattschmuckpflanzen beliebt.

Pflege/Schnitt

Klebsamen wachsen in guter Pflanzenerde, Sand, Split oder Tongranulat machen die Erde luftig und wasserdurchlässig. Pittosporum wachsen schnell und junge Pflanzen bekommen jährlich einen neuen Topf. Als immergrüne Pflanzen benötigen sie einen frostfreien und hellen Standort im Winter und die Erde darf nicht austrocknen. Eingekürzte Zweige verleihen der Pflanze eine kompakte Form. Eine günstige Zeit ist dafür der März. An beschnittenen Pflanzen entwickeln sich Blüten erst im darauffolgenden Jahr. Vom Frühjahr bis in den Herbst stehen Pittosporum an einem sonnigen oder halbschattigen Platz auf Balkon, Terrasse oder im Garten. Durch regelmäßiges düngen und gießen während der Vegetationszeit wachsen die Pflanzen und bleiben gesund.

Krankheiten/Schädlinge

Bekommen sie im Winterquartier zu wenig Licht, sterben Blätter und manchmal ganze Zweige ab. Blattläuse, gefolgt von Rußtaupilzen, besiedeln im Frühjahr die Pflanzen. Schild-, Woll- und Schmierläuse fühlen sich in dichten und schlecht belüfteten Topfpflanzen ebenfalls wohl.

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